Zahlen, Daten, Fakten: Die besten Statistiken zu den Formel-E-Rennen in Shanghai 2026
Tobias Wirtz
FIA Formula E
- Pascal Wehrlein erzielte am Samstag die zwölfte Pole-Position seiner Formel-E-Karriere. Damit zog er in der ewigen Bestenliste an Mitch Evans und Oliver Rowland vorbei. Für Porsche war es Pole-Position Nummer 13.
- Felipe Drugovich feierte am Sonntag seine erste Pole-Position in der Formel E. Er ist der 33. Fahrer in der Formel-E-Geschichte, der sich den ersten Startplatz sichern konnte.
- Wehrlein gewann am Samstag sein zehntes Formel-E-Rennen. Es war das dritte Mal, dass er von der Pole-Position aus gewann - die anderen beiden Siege von Startplatz 1 hatte er in Mexiko (2022 und 2024) erzielt.
- Antonio Felix da Costa erzielte sein Karriere-Podium Nummer 31, für Jake Dennis war es Podium Nummer 26.
- Lucas di Grassi holte am Sonntag seinen 14. Formel-E-Sieg. Es war der erste für Lola-Yamaha und der insgesamt 15. für das ABT-Team. Seinen letzten Sieg erzielte der beim London E-Prix 2022, damals noch für Venturi. Es vergingen 1.435 Tage oder umgerechnet 3 Jahre, 11 Monate und 5 Tage seit seinem letzten Erfolg. Es war die längste Pause zwischen zwei Siegen für einen Formel-E-Piloten, auch wen Edoardo Mortara mit 1.421 Tagen ähnlich lange warten musste. Für ABT war es der erste Formel-E-Sieg seit dem 14. August 2021. Damals fuhr das Team noch unter dem Namen Audi, ebenfalls war di Grassi siegreich.
- Di Grassi gewann somit schon in elf verschiedenen Städten einen E-Prix. Diesen Rekord teilt er sich mit Jean-Eric Vergne. Interessanterweise gewannen beide bislang dabei auf vielen unterschiedlichen Strecken - gemeinsam haben sie nur Berlin, Montreal, New York und Paris.
- Erst zum zweiten Mal in der Formel-E-Geschichte wurden Pole-Position und Rennsieg von einem Brasilianer erzielt. Das erste Mal passierte dies beim zweiten Rennen des Montreal E-Prix 2017, als di Grassi von der Pole-Position aus gewann.
- Nach seinem Sieg am Sonntag ist di Grassi mit 41 Jahren und 328 Tagen der älteste Rennsieger der Formel-E-Geschichte - einen Rekord, den er auch zuvor bereits innehatte. Gleichzeitig wurde er zum ältesten Fahrer, der je auf dem Podium gestanden hat. Somit löste er Stephane Sarrazin ab, der beim Montreal E-Prix 2017 genau 58 Tage jünger war als der Brasilianer am Shanghai-Sonntag.
- Di Grassi wurde somit zum fünften Fahrer, der mit jeder der ersten drei Fahrzeuggenerationen ein Rennen gewann. Dies gelang außer ihm nur Sam Bird, Felix da Costa, Sebastien Buemi und Jean-Eric Vergne.
- Es war gleichzeitig di Grassis 42. Podium in der Formel E - Rekord! Es war sein erstes Podium seit dem Miami E-Prix 2025, als er Zweiter wurde. Vergne erzielte sein 39. Podium in der Formel E und zog somit an Mitch Evans vorbei.
- Joel Eriksson erzielte am Sonntag in seinem 23. Formel-E-Rennen sein erstes Podium. Nur vier Fahrer in der Geschichte der Elektrorennserie benötigten mehr Rennen, um zum ersten Mal unter die ersten Drei zu bekommen, alles Briten: Dan Ticktum (57 Rennen), Alex Lynn (33), Oliver Turvey (29) und Jake Hughes (28).
- Insgesamt war das Podium am Shanghai-Sonntag das älteste in der Geschichte der Rennserie: 35 Jahre und 135 Tage betrug der Altersschnitt bei der Zeremonie. Damit wurde der Altersschnitt des Puebla E-Prix 2021, bei dem di Grassi, Rene Rast und Edoardo Mortara auf dem Podium standen, um 21 Tage übertroffen.
- Durch den Sieg von di Grassi für Lola Yamaha ABT haben neun von zehn Teams in dieser Saison einen Fahrer auf dem Podium gehabt. Nur DS Penske ist dies bislang nicht gelungen.
- Erst zum zweiten Mal in der 140 Rennen umfassenden Formel-E-Geschichte von Jaguar ist das Team ohne Mitch Evans zu einem Rennen gestartet. Das erste Mal war beim Tokio E-Prix 2025, als Evans einen heftigen Crash im Qualifying hatte.
- Nachdem er in den ersten sieben Saisonrennen ohne Punkte blieb, ist Drugovich nun schon zum sechsten Mal in Folge unter die Top 10 gefahren.
- Mit Platz 8 und dem Bonuspunkt für die schnellste Rennrunde von Rowland hat Nissan (inkl. e.dams) als erstes Team der Formel-E-Geschichte die Marke von 2.000 Punkten geknackt. ABT knackte mit dem Sieg von di Grassi die Marke von 1.500 Punkten.
- Am Sonntag hat zum ersten Mal seit dem Mexico City E-Prix Jaguar in einem Rennen nicht gepunktet.
- Als insgesamt siebtes Team hat Citroen (inkl. Venturi und Maserati) die Marke von 10.000 Rennrunden in der Formel E überschritten.
- Taylor Barnard legte am Samstag seine 1000. Rennrunde in der Formel E zurück. Er war der 34. Fahrer, der diese Marke überschritt.
- Bereits zum dritten Mal in dieser Saison - nach den beiden Rennen in Jeddah (Samstag) und Madrid - gab es beim Samstagsrennen in Shanghai keinen einzigen Ausfall. Wer denkt, das sei nichts so besonderes, wird sich nun wundern: In den 152 Formel-E-Rennen vor dem Samstagsrennen beim Jeddah E-Prix 2026 ist dies ebenfalls genau dreimal vorgekommen: In Berlin 2018, Berlin 2021 (Sonntag) und London 2023 (Sonntag)!
- Pascal Wehrlein beendete am Sonntag sein 28. Formel-E-Rennen in Folge. Zuletzt sah er beim Sao Paulo E-Prix 2025, dem Saisonauftakt von Saison 11, nicht die Zielflagge. Nur Norman Nato (38 Rennen), Robin Frijns (31) und Jean-Eric Vergne (29) haben mehr Rennen in Folge beendet.
Durchschnittliche Qualifying-Position (Saison)
Wehrlein hat mit seinen beiden guten Qualifyings in Shanghai wieder die Führung in dieser Wertung übernommen und liegt nun knapp vor Felix da Costa, Mortara und Barnard. Am Ende des Feldes liegt mit deutlichem Abstand di Grassi, der in Shanghai erneut die Ergebnisse 20 und 19 erreichte.
Pole-Positions (Saison)
Durchschnittliches Rennergebnis (Saison)
Evans liegt in dieser Statistik weiterhin an der Spitze. Wehrlein konnte sich an Müller vorbeischieben und liegt nun auf Platz 2. Weiterhin nur am Ende des Feldes zu finden sind Ticktum, Maloney und Nato.
Rennsiege (Saison)
Podien (Saison)
Positionsveränderungen (Shanghai E-Prix)
Der Fahrer, der am weitesten nach vorne kam, war Eriksson: Nach acht Positionen am Samstag machte er am Sonntag ganze 13 Positionen gut - als 16. ins Rennen gegangen, wurde er am Ende Dritter. Aber auch di Grassi (+17, alle am Sonntag) und Vergne (+16) schoben sich deutlich nach vorne. Außer diesen drei Fahrern hat kein anderer Pilot insgesamt mehr als zwei Plätze gutgemacht!
Am Ende der Liste steht Taylor Barnard (-13), der nach zwei guten Qualifying-Ergebnissen im Rennen deutlich zurückfiel.
Absolvierte Rennrunden (Saison)
Weiterhin konnten fünf der 20 Fahrer bei bislang allen Rennen die volle Distanz zurücklegen. Envision und Porsche schafften dies dabei sogar mit beiden Fahrzeugen.
Führungsrunden (Saison)
In dieser Statistik übernimmt Wehrlein nach seinem vielen Führungskilometern (40 Runden) in Shanghai die Führung vor seinem Teamkollegen Müller. Der Fahrer mit den zweitmeisten Führungsrunden in Shanghai war Eriksson, der fünf Umläufe an der Spitze lag. Außer Wehrlein sammelte auch Vergne in beiden Rennen Führungskilometer. Der Franzose hat somit nun vier Führungsrunden, die er bei vier verschiedenen Rennen (Sao Paulo, Berlin und zweimal Shanghai) sammelte.
Insgesamt haben in dieser Saison alle 20 Fahrer mindestens eine Führungsrunde auf dem Konto.
Unter "andere" sind zusammengefasst: Noman Nato (19), Dan Ticktum (17), Nyck de Vries (12), Felipe Drugovich (11), Maximilian Günther (10), Joel Eriksson (9), Taylor Barnard (8), Sebastien Buemi, Lucas di Grassi (je 7), Pepe Marti (5), Jean-Eric Vergne (4) und Zane Maloney (2).
Performance-Analyse der Fahrer & Teams (Shanghai E-Prix)
Schnellster Fahrer in Shanghai war Wehrlein: Der Porsche-Pilot fuhr im Viertelfinalduell am Samstagmorgen die schnellste Runde des Wochenendes (1:08.995 Minuten). Es folgen Mortara, Felix da Costa, Dennis, Evans, Eriksson, Günther und Ticktum. Bis auf Nyck de Vries, der am Samstagmorgen wegen eines technischen Problems nicht fahren konnte, erzielten alle Fahrer ihre Bestzeit im 2. Freien Training oder in der Duellphase des Samstag-Qualifyings. Am Ende des Feldes liegen di Grassi, Maloney, de Vries und Nato, der jedoch aufgrund seiner Startplatzstrafe am Samstag auch gar keinen Versuch mit 350 kW unternahm.
Das schnellste Team auf eine Runde war somit Porsche vor Mahindra. Es folgen Jaguar, Andretti und Envision. Das langsamste Team in Shanghai war erneut Lola Yamaha ABT. Für das Hersteller-Ranking bedeutet das bereinigt: Porsche >>> Mahindra >>> Jaguar >>> Stellantis >>> Nissan >>> Lola Yamaha
Rundenzeitanalyse (Shanghai E-Prix)
In unserer Rundenzeitanalyse können wir dieses Mal aufgrund der unterschiedlichen Witterungsbedingungen, der Safety-Car-Phase am Samstag sowie der Full-Course-Yellow am Sonntag nur einen Teil des Sonntagsrennnens betrachten .
Sonntag
Bei der Rundenzeitanalyse ist zu erkennen, dass Porsche früh aufs Tempo drückte: Müller und Wehrlein waren in der Anfangsphase die schnellsten, bevor Felix da Costa sich mit Attack-Mode auf Platz 3 vorschob. Auch Buemi war in der Anfangsphase sehr schnell unterwegs.
Sehr gut zu erkennen ist, dass di Grassi und Vergne, die auf ein komplettes Trocken-Setup setzten, in der Anfangsphase vorsichtig waren, dann aber sukzessive schneller wurden. Ab Runde 16 waren sie die schnellsten Fahrer im Feld - lediglich Eriksson, der ebenfalls teilweise auf ein Trocken-Setup gesetzt hatte, konnte mit Attack-Mode mithalten. Als dieser ausgelaufen war, hatte aber auch er keine Chance gegen die beiden Altstars.
Felix da Costa, die beiden Mahindra-Fahrer und Müller scheinen hingegen auf ein komplettes Nass-Setup gesetzt zu haben. Obwohl die Strecke stark abtrocknete, wurden ihre Rundenzeiten sogar langsamer.
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