Formel E

Zahlen, Daten, Fakten: Die besten Statistiken zu den Formel-E-Rennen in Tokio 2026

Tobias Wirtz

Tobias Wirtz

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Am vergangenen Wochenende hat die Formel E auf dem Gelände des Big-Sight-Messezentrums in der japanischen Hauptstadt ihre Rennen 14 und 15 der Saison 2025/26 ausgetragen. Der Tokio E-Prix brachte dabei einige interessante Statistiken, Meilensteine und Kuriositäten hervor.

Statistische Besonderheiten beim Tokio E-Prix

  • Jake Dennis erzielte am Samstag seine neunte Pole-Position in der Formel E. Es war die siebte Pole-Position in Folge für ein Fahrzeug mit Porsche-Antrieb. Ein anderer Antrieb stand zuletzt beim ersten Berlin-Rennen auf der Pole, als Mortara sich Startplatz 1 sicherte.
  • Für Andretti war es Pole Nr. 17 in der Formel E. Damit liegt das Team nun auf Platz 3 der ewigen Bestenliste, hinter Nissan (29) und Techeetah (18).
  • Dan Ticktum erzielte den zweiten Formel-E-Sieg seiner Karriere nach Jakarta 2025. Damit haben in dieser Saison schon 16 Fahrer auf dem Podium gestanden - alle bis auf Taylor Barnard, Max Günther, Norman Nato und Zane Maloney. Für Kiro (inkl. Vorgängerteams) war es der vierte Sieg in der Rennserie - neben Ticktum gewann auch Nelson Piquet jr. in Saison 1 zweimal für die Mannschaft.
  • Pascal Wehrlein hingegen schied zum ersten Mal seit dem Sao Paulo E-Prix 2025 aus, nachdem er zuvor 28 Rennen in Folge beendet hatte.
  • Edoardo Mortara holte am Sonntag seine siebte Pole-Position in der Formel E, davon die vierte der aktuellen Saison. Damit wurde er zum zweiten Fahrer, der in einer Formel-E-Saison vier Pole-Positions erzielte - das gelang vor ihm lediglich Jean-Eric Vergne in Saison 4.
  • Für Mahindra war es Pole-Position Nr. 15. Fünf davon erzielte Mortara, nur Felix Rosenqvist hat noch eine Mahindra-Pole mehr als der Schweizer.
  • Mortara gewann somit in dieser Saison schon 17 Qualifying-Duelle. Seine Siegquote liegt bei 73,9 Prozent - Spitzenwert aller Piloten.
  • Jaguar zog am Sonntag mit beiden Autos in die Duellphase des Qualifyings ein. Es war bereits das 17. Mal in dieser Saison, dass ein Jaguar-Pilot am Shoot-Out um die Pole-Position teilnahm - häufiger als jedes andere Team. Eine Pole-Position für Jaguar gab es 2025/26 jedoch bislang nicht, die Jaguar-Piloten gewannen nur 13 ihrer 30 Duelle.
  • Barnard qualifizierte sich am Sonntag auf Platz 4. Es war bereits das sechste Mal in Folge, dass er im Qualifying unter die ersten Zehn kam - die längste Serie im Fahrerfeld.
  • Sebastien Buemi schloss beide Qualifyings in Tokio auf Platz 14 ab. Da er auch schon in Shanghai (Sonntag) Platz 14 erzielt hatte, gelang ihm dieses Ergebnis dreimal in Folge. Nur Dennis hat eine längere Serie in dieser Saison vorzuweisen: In Berlin und Monaco belegte er sogar viermal in Folge Platz 13.
  • Dennis, am Samstag noch auf der Pole, erlebte am Sonntag mit Platz 18 das schlechteste Qualifying seiner Saison.
  • Nyck de Vries feierte am Sonntag seinen sechsten Sieg in der Formel E, der zweite in dieser Saison nach Monaco. Für Mahindra war es erst der siebte Erfolg in der Elektrorennserie, damit zog das Team mit Mercedes-EQ gleich.
  • Nick Cassidy erzielte in Tokio seine Formel-E-Podien Nr. 29 und 30, für Dennis waren es die Podestplätze 27 und 28. Damit belegen die beiden die Plätze 6 und 7 der ewigen Bestenliste, hinter di Grassi (43), Vergne (39), Mitch Evans (38), Buemi (36) und Antonio Felix da Costa (31).
  • Maloney erzielte am Sonntag seinen dritten Punkt in der Formel E. Er wurde zum dritten Mal in dieser Saison in einem Rennen Zehnter.
  • Neun Fahrer haben vor dem Saisonfinale in London mathematisch noch die Chance, Fahrerweltmeister zu werden. Mehr Fahrer gab es nur in Saison 7, damals konnten sogar noch 18 Fahrer Weltmeister werden.
  • In der Teamwertung gibt es mit Jaguar, Porsche, Andretti, Mahindra und Citroen noch fünf Teams, die rechnerisch die Chance haben, Weltmeister zu werden.
  • Porsche gewann zum zweiten Mal in Folge den Herstellertitel der Formel E. Es war das erste Mal, dass dieser Titel nicht beim letzten Saisonrennen entschieden wurde.

Durchschnittliche Qualifying-Position (Saison)

Felix da Costa hat mit seinen beiden guten Qualifyings in Tokio wieder die Führung in dieser Wertung übernommen und liegt nun knapp vor Wehrlein, Mortara und Barnard. Am Ende des Feldes liegt mit deutlichem Abstand di Grassi.

Pole-Positions (Saison)

Durchschnittliches Rennergebnis (Saison)

Evans liegt in dieser Statistik weiterhin an der Spitze. Müller und Wehrlein verloren in Tokio einiges an Boden und liegen nun hinter Dennis und Rowland. Weiterhin nur am Ende des Feldes zu finden sind Ticktum, Maloney und Nato.

Rennsiege (Saison)

Podien (Saison)

Positionsveränderungen (Tokio E-Prix)

Der Fahrer, der am weitesten nach vorne kam, war Cassidy: Nach vier Positionen am Samstag machte er am Sonntag ganze elf Positionen gut und fuhr von Startplatz 13 auf Position 2 nach vorne. Aber auch di Grassi (+14), Dennis (+13), Rowland (+12) und Vergne (+11) schoben sich zweistellig nach vorne.

Am Ende der Liste stehen Mülller (-11), Wehrlein (-16), Felix da Costa (-18) und Mortara (-20). Nach relativ guten Ergebnissen im Qualifying liefen die Rennen für alle vier Fahrer nicht sonderlich gut.

Absolvierte Rennrunden (Saison)

Nach dem Ausfall von Eriksson am Sonntag gibt es nur noch zwei Fahrer, die sämtliche Runden zurücklegen konnten: Buemi und Müller.

Führungsrunden (Saison)

In dieser Statistik bleibt Wehrlein vorne, obwohl in Tokio keine weitere Führungsrunde hinzukam. Dennis konnte seine Anzahl fast verdoppeln und liegt nun auf dem dritten Platz. Nur ein Fahrer sammelte in beiden Tokio-Rennen Führungskilometer: Oliver Rowland führte nach zwei Runden am Samstag auch drei Runden am Sonntag an.

Insgesamt haben in dieser Saison alle 20 Fahrer mindestens eine Führungsrunde auf dem Konto.

Unter "andere" sind zusammengefasst: Dan Ticktum (21), Nyck de Vries, Noman Nato (je 19), Taylor Barnard (14), Felipe Drugovich (11), Sebastien Buemi, Maximilian Günther (je 10), Joel Eriksson (9), Lucas di Grassi (je 7), Pepe Marti (5), Jean-Eric Vergne (4) und Zane Maloney (2).

Performance-Analyse der Fahrer & Teams (Tokio E-Prix)

Schnellster Fahrer in Tokio war Dennis: Der Andretti-Pilot fuhr im Finalduell am Samstag die schnellste Runde des Wochenendes (1:11.863 Minuten). Es folgen Mortara und Felix da Costa. Diese drei waren die einzigen Fahrer, die unter der Schallmauer von 1:12 Minuten blieben. Bis auf Felipe Drugovich, Nyck de Vries und Norman Nato erzielten alle Fahrer ihre beste Rundenzeit am Samstag. Drugovich fuhr seine schnellste Runde bereits am Freitag im 1. Freien Training, die anderen beiden am Sonntag im Viertelfinale des Qualifyings.

Das schnellste Team auf eine Runde war somit Andretti vor Mahindra. Es folgen Jaguar, Porsche und DS Penske. Das langsamste Team in Shanghai war erneut Lola Yamaha ABT. Für das Hersteller-Ranking bedeutet das bereinigt: Porsche >>> Mahindra >>> Jaguar >>> Stellantis >>> Nissan >>> Lola Yamaha

Rundenzeitanalyse (Tokio E-Prix)

Samstag

Am Samstag fällt auf, dass es vor dem Pit-Boost-Boxenstopp kaum Unterschiede in der Performance gab. Lediglich Buemi nutzte seinen Attack-Mode, um sich vor dem Boxenstopp nach vorne zu schieben. Seine Taktik: Das Rennen anschließend verlangsamen, um seinen Teamkollegen Joel Eriksson einen Vorteil zu verschaffen.

Nutznießer dieser Aktion war unter anderem Dan Ticktum: Der Cupra-Kiro-Fahrer nutzte die erstmögliche Gelegenheit zum Boxenstopp, aktivierte danach seinen Attack-Mode und war der schnellste Fahrer im Feld. Dennis zog jedoch später nach und ging wieder an Ticktum vorbei.

Evans und Rowland aktivierten ihre Attack-Modes relativ spät, schoben sich dadurch aber ebenfalls weit nach vorne.

Sonntag

Am Sonntag erkennt man, wie unterschiedlich die Rundenzeiten schon zu Rennbeginn waren: Während die Fahrer mit einer Abstimmung für nasse Bedingungen, darunter die beiden Jaguar-, die beiden Porsche-Fahrer, Mortara und Ticktum, in den ersten Runden sehr schnell waren, verloren viele Fahrer mit Trocken-Setup an Boden.

Dies kehrte sich jedoch schnell um: Bereits in den Runden 12 und 13 lagen praktisch alle Fahrer auf demselben Rundenzeitniveau. Nach der Full-Course-Yellow wegen des Unfalls von Marti sieht man dann, dass die Fahrer mit Regen-Setup trotz Attack-Mode und abtrocknender Strecke nicht schneller fahren konnten als 1:20er Rundenzeiten, während die Fahrer mit Trockenabstimmung Rundenzeiten im Bereich von 1:16 Minuten fuhren, am Ende sogar noch schneller.

Man sieht aber auch, dass es mit Rowland und Vergne auch Fahrer mit Kompromisslösungen gab. Diese waren sowohl bei nasser als auch bei trockener Strecke in der Lage, relativ gute Rundenzeiten zu fahren. Sie profitierten von dem Vorsprung, den sie sich bei nassen Bedingungen auf die Fahrer mit Trockenabstimmung herausgefahren hatten und retteten die Plätze 4 und 5 ins Ziel, obwohl am Ende viele Fahrer ein höheres Tempo gehen konnten als sie.

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