Zahlen, Daten, Fakten: Die besten Statistiken zum Formel-E-Rennen 2026 in Miami
Tobias Wirtz
FIA Formula E
Am vergangenen Wochenende hat die Formel E ihr drittes Rennen in Miami aufgetragen, erstmals wurde dabei auf dem Miami International Autodrome gefahren. Der Lauf in Florida brachte dabei einige interessante Statistiken, Meilensteine und Kuriositäten hervor.
Statistische Besonderheiten beim Miami E-Prix
- Nico Müller feierte im im 65. Rennen seine erste Pole-Position in Formel E. Er wurde zum 32. Fahrer, der eine Pole-Position in der Rennserie erzielt hat. Für Porsche war es die 11. Pole-Position, damit zog das Team mit Mahindra gleich.
- Felipe Drugovich und Joel Eriksson zogen beide zum ersten Mal in die Duelle ein. Folglich gab es für beide den jeweils besten Startplatz ihrer jeweiligen Formel-E-Karriere.
- Mitch Evans feierte in Miami seinen 15. Formel-E-Sieg - Rekord! Gleichzeitig war es sein 34. Podium in der Elektroserie - nur Lucas di Grassi (41), Jean-Eric Vergne (38) und Sebastien Buemi (35) haben mehr. Es war der 23. Sieg für Jaguar, das Team zog damit mit Nissan (inkl. e.dams) gleich.
- Evans knackte als erst vierter Fahrer die Marke von 1.000 Punkten. Er liegt hier in der ewigen Bestenliste hinter Vergne, Buemi und di Grassi.
- Nico Müller erzielte in Miami sein zweites Formel-E-Podium nach Valencia 2021, damals noch mit Dragon Racing. Für Wehrlein war es das 19. Podium in der Formel E, für Porsche die Podien Nr. 33 und 34. Es war gleichzeitig das fünfte Doppelpodium für das Team - nur ABT/Audi hat mit sechs Doppelpodien in der Formel E seine beiden Fahrer häufiger gleichzeitig bei der Siegerehrung gehabt.
- Bei jedem der drei Formel-E-Rennen in Miami stand ein deutscher Fahrer auf dem Podium. Die anderen sechs Podiumsplätze gingen an Fahrer aus sechs Nationen: Nico Prost (Frankreich), Scott Speed (USA), Lucas di Grassi (Brasilien), Antonio Felix da Costa (Portugal), Mitch Evans (Neuseeland) und Nico Müller (Schweiz).
- Porsche ist das mit weitem Abstand erfolgreichste Team in Miami: Vier der neun Podiumsplätze in Miami gingen an Fahrer des Teams. Daneben erzielte ABT zwei Podestplätze sowie e.dams, Andretti und Jaguar je einen.
- Joel Eriksson schaffte mit dem vierten Platz das beste Ergebnis in seiner Formel-E-Karriere.
- Mit den vier Zählern für Platz 8 hat Antonio Felix da Costa nun 916 Punkte in der Formel E erzielt. Damit zieht mit Sam Bird auf Platz 5 der ewigen Bestenliste gleich.
- In Miami teilten die vier Teams Jaguar, Porsche, Envision und Mahindra die ersten acht Plätze unter sich auf. Das gab es zuletzt beim Monaco E-Prix 2024, als Jaguar, DS Penske, Porsche und Nissan die ersten acht Plätze belegten.
- Jake Dennis, Nico Müller und Pascal Wehrlein sind die einzigen Fahrer, die in jedem der drei ersten Saisonläufe in die Top 10 kamen. Alle drei fahren mit einem Porsche-Antrieb.
- Beim Miami E-Prix holten britische Fahrer nur einen einzigen Punkt, Jake Dennis wurde Zehnter. Was nach einer absoluten Nicht-Statistik klingt, hätte beinahe das Ende einer sehr langen Serie bedeutet: Letztmals fuhr beim Paris E-Prix 2017 kein britischer Fahrer in die Top 10. Da Sam Bird damals jedoch - wie zuvor in Monaco - den Zusatzpunkt für die schnellste Runde erhielt, der zu diesem Zeitpunkt noch unabhängig von einem Platz in den Top 10 war, gab es zuletzt beim Punta del Este E-Prix 2015 keinen Punkt für einen britischen Fahrer - also somit jetzt 138 Rennen in Folge.
- Dan Ticktum im Cupra Kiro wartet auch nach dem dritten Rennen noch immer auf seine erste Zielankunft. Mit drei Ausfällen in Folge ist vor ihm noch nie ein Fahrer in eine Formel-E-Saison gestartet.
Durchschnittliche Qualifying-Position (Saison)
Nur die beiden Jaguar-Fahrer qualifizierte sich bei allen drei Saisonrennen in den Top 10. Der beste Qualifier der Saison ist aber dennoch Müller, gefolgt von Felix da Costa und Taylor Barnard. Schlecht hingegen lief es bislang bei die Lola-Yamaha-ABT-Teamkollegen di Grassi und Zane Maloney.
Pole-Positions (Saison)
Durchschnittliches Rennergebnis (Saison)
Wehrlein ist im Rennen der Fahrer mit der durchschnittlich besten Position, dahinter gleichauf Dennis und Müller vor Rowland. Nur am Ende des Feldes zu finden sind Drugovich, Norman Nato und Ticktum.
Rennsiege (Saison)
Podien (Saison)
Positionsveränderungen (Miami E-Prix)
Mit insgesamt 13 gewonnenen Positionen war Buemi in Miami der Fahrer, der am meisten nach vorn kam. Vom letzten Startplatz aus wurde der Schweizer Siebter. Aber auch Edoardo Mortara (+10) und Wehrlein (+9) liegen deutlich im Plus.
Am Ende der Liste stehen Drugovich (-16), Barnard, Nick Cassidy, Max Günther und Nato (je -9). Während Drugovich nach einem Crash weit zurückfiel, hatten die übrigen Fahrer mit ihrem Setup auf eine abtrocknende Strecke gehofft, was jedoch nicht eintrat.
Absolvierte Rennrunden (Saison)
Nur acht der 20 Fahrer konnten bei den ersten drei Saisonrennen die volle Distanz zurücklegen. Cassidy, Drugovich und Günther gehören nach ihren Überrundungen in Miami nun nicht mehr dazu. Ticktum schied als einziger Fahrer in allen drei Rennen aus.
Führungsrunden (Saison)
In dieser Statistik hat Müller in Miami seine Führung weiter ausgebaut. Evans ist nun Zweiter, dahinter gleichauf Cassidy, Felix da Costa und Wehrlein. Dennis und Rowland haben aber auch nur jeweils eine Führungsrunde weniger.
Unter "andere" sind zusammengefasst: Felipe Drugovich (6), Edoardo Mortara (5), Taylor Barnard (4), Nyck de Vries, Norman Nato (je 2) und Jean-Eric Vergne (1).
Performance-Analyse der Fahrer & Teams (Miami E-Prix)
Der schnellste Mann beim Miami E-Prix war Drugovich. Im Halbfinalduell fuhr der Andretti-Pilot die beste Rundenzeit des Wochenendes (0:55.393 Minuten). Eine Rundenzeit unter 0:55.5 Minuten gelang außer ihm nur Müller, der damit im Finale Drugovich schlagen konnte. Es folgt Ticktum mit seiner Rundenzeit aus dem 1. Freien Training. Dahinter liegen Barnard, Felix da Costa, Vergne, Nyck de Vries und Pepe Marti. Am Ende des Feldes lagen Dennis (0:55.986), Evans (0:56.019) und Maloney (0:56.042), dem auf eine Runde etwas mehr als 0,6 Sekunden fehlten.
Das schnellste Team auf eine Runde war somit Andretti vor Porsche. Es folgen Cupra Kiro, DS Penske und Jaguar. Das langsamste Team in Mexiko war Lola Yamaha ABT. Für das Hersteller-Ranking bedeutet das bereinigt: Porsche >>> Stellantis >>> Jaguar >>> Mahindra >>> Nissan >>> Lola Yamaha
Rundenzeitanalyse (Miami E-Prix)
Die Rundenzeitanalyse in Miami zeigt deutlich, wie sehr einige Fahrer "verwachst" hatten: Allen voran Günther und Ticktum, die bis zu sechs Sekunden langsamer waren als die schnellsten Fahrer im Feld. Aber auch bei Cassidy, Nato und Vergne ist die deutlich schwächere Pace zu erkennen. Man erkennt aber auch, dass die Strecke über weite Teile des Rennens nicht abtrocknete und schneller wurde - erst nach Runde 30 sanken die Rundenzeiten merklich.
Ebenfalls sehr gut sieht man den Attack-Mode, der auf der nassen Strecke deutliche Vorteile brachte. Die ersten Fahrer - Müller, de Vries, Eriksson und Wehrlein - aktivierten ihren ersten Attack-Mode extrem früh und fuhren deutlich schneller als die Konkurrenten. Die Jaguar-Fahrer ließen sich etwas mehr Zeit, waren dann jedoch beeindruckend schnell. Am Ende sieht man, dass Wehrlein sich als einer der wenigen Fahrer seinen zweiten Attack-Mode nicht bis zum Ende aufsparte, sondern diesen nutzte, um de Vries im Kampf um Platz 3 hinter sich zu lassen, der seinerseits mit Attack-Mode nicht mehr kontern konnte.
0 Kommentare
Einen Kommentar schreiben