Formel E

Zahlen, Daten, Fakten: Die besten Statistiken zum Formel-E-Rennen in Sanya 2026

Tobias Wirtz

Tobias Wirtz

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  • Jake Dennis erzielte seine achte Pole-Position in der Formel E, er zog mit Nick Cassidy, Antonio Felix da Costa und Stoffel Vandoorne gleich. Es war seine erste Pole seit dem Jakarta E-Prix 2025, genau 364 Tage vorher. Für Andretti war es die 15. Pole-Position in der Formel E. Damit liegt das Team auf Platz 4 der ewigen Bestenliste.
  • Andretti sicherte sich damit zum ersten Mal überhaupt beide Plätze in Startreihe 1. Es war das 14. Mal in der Formel-E-Geschichte, dass ein Team beide Plätze in der ersten Reihe holte. Zuletzt gelang dies Porsche beim Mexico City E-Prix 2025.
  • Es war das erste Mal seit dem Jeddah E-Prix im Februar, dass Dennis in die Duellphase des Qualifyings einzog. In Berlin und Monaco wurde Dennis zuletzt viermal in Folge 13. im Qualifying.
  • Diesen Platz erzielte in Sanya Felix da Costa. Für den Portugiesen war es das schlechteste Qualifying-Ergebnis der Saison. Zuvor hatte er immer die Top 10 erreicht.
  • Taylor Barnard war im Viertelfinal-Duell gegen Mitch Evans um 0,001 Sekunden langsamer als sein Gegner. Es war bereits das zweite Mal in Folge, dass er mit dem knappsten messbaren Rückstand unterlag: Am Monaco-Sonntag unterlag er Antonio Felix da Costa mit demselben Rückstand. Damit nicht genug: Auch im Viertelfinalduell in Miami war er 0,001 Sekunden langsamer als Felipe Drugovich. Es waren die einzigen Male in dieser Saison, dass Duelle mit 0,001 Sekunden entschieden wurden.
  • Lucas di Grassi, der aufgrund seiner Startplatzstrafe das Qualifying abschenkte, wurde im elften Rennen der Saison schon zum siebten Mal Letzter seiner Qualifying-Gruppe.
  • Dennis holte in Sanya seinen achten Formel-E-Rennsieg, damit zog er mit Oliver Rowland gleich. Es war nach dem Saisonauftakt in Sao Paulo sein zweiter Saisonsieg. Für das Andretti-Team war es Formel-E-Sieg Nummer 13.
  • Marti holte in Sanya sein zweites Formel-E-Podium, nachdem er in Monaco Dritter wurde. Er ist damit der erste Fahrer seit Cassidy und Dennis in der Saison 2021, der in seiner allerersten Formel-E-Saison zwei Podiumsergebnisse erzielt. Gleichzeitig ist es Martis bislang bestes Formel-E-Ergebnis. Für Kiro (inkl. seiner Vorgängerteams) war es das insgesamt zehnte Podestergebnis in der Elektrorennserie.
  • Nyck de Vries stand zum 13. Mal in der Formel E auf dem Podium. Für Mahindra war es das 33. Top-3-Ergebnis insgesamt.
  • Mit den zwölf Punkten für Platz 4 knackte Antonio Felix da Costa als fünfter Fahrer der Geschichte die Marke von 1.000 Punkten in der Formel E. Gleichzeitig wurde der Portugiese zum vierten Fahrer, der mehr als 5.000 Rennrunden in der Elektrorennserie zurücklegte.
  • Jean-Eric Vergne wiederholte mit Platz 8 sein bestes Saisonergebnis. Es war nach Mexiko-Stadt, Jeddah und Berlin bereits das vierte Mal in dieser Saison, dass er Achter wurde.
  • Lucas di Grassi, der die ersten acht Saisonrennen punktlos blieb, fuhr nun zum dritten Mal in Folge in die Punkteränge.
  • Für Evans war es nach acht Top-10-Ergebnissen in Folge das erste Mal, dass er keine Punkte erzielte.
  • Beide Nissan-Piloten schieden in Sanya aus. Es war erst das zweite Mal in dieser Saison, dass beide Fahrer eines Teams das Ziel nicht erreichten. Das passierte bislang lediglich Cupra Kiro beim Saisonauftakt in Sao Paulo.
  • Andretti holte in Sanya seinen 1.500. Formel-E-Punkt. Damit zog das Team in der ewigen Bestenliste an ABT vorbei (inkl. Audi) und belegt nun Platz 4.
  • Mahindra fuhr in Sanya seine 10.000 Rennrunde. Es ist das sechste Team der Geschichte, das diese Marke überschritten hat.

Durchschnittliche Qualifying-Position (Saison)

Felix da Costa hat trotz des schlechtesten Qualifying-Ergebnis seiner Saison die Spitzenposition behalten, liegt aber nur noch knapp vor Wehrlein und Mortara. Am Ende des Feldes liegt mit deutlichem Abstand di Grassi, der auch im Sanya-Qualifying wieder Letzter wurde.

Pole-Positions (Saison)

Durchschnittliches Rennergebnis (Saison)

Evans liegt in dieser Statistik nach dem elften Saisonrennen weiterhin an der Spitze. Müller konnte sich deutlich nach vorne schieben und liegt nun auf Platz 2. Weiterhin nur am Ende des Feldes zu finden sind Ticktum, Maloney und Nato.

Rennsiege (Saison)

Podien (Saison)

Positionsveränderungen (Sanya E-Prix)

Mit insgesamt 16 gewonnenen Positionen war Marti der Fahrer, der am meisten Boden gutmachte. Nach einen schwachen Qualifying und einer aus einem Vorfall in Monaco resultierenden Rückversetzung fuhr er vor bis auf das Podium. Aber auch Max Günther und di Grassi holten zweistellig Positionen auf.

Am Ende der Liste stehen Cassidy, Ticktum (je -11) und Evans (-13), die nach guten Qualifying-Ergebnissen im Rennen ausschieden, bzw. im Fall von Ticktum, weit zurückfielen.

Absolvierte Rennrunden (Saison)

Nach dem Ausfall von Oliver Rowland konnten nur noch fünf der 20 Fahrer bei bislang allen Rennen die volle Distanz zurücklegen. Envision und Porsche schafften dies dabei sogar mit beiden Fahrzeugen.

Führungsrunden (Saison)

In dieser Statistik bleibt Müller weiterhin in Führung, auch wenn in Sanya keine weitere Führungsrunde hinzu kam. Felix da Costa un Rowland haben hier aber deutlich aufgeholt. Der größte Sprung gelang Dennis, der mit 18 Führungsrunden in China mehr als doppelt so viele erzielte, wie in den zehn Saisonrennen zuvor.

Insgesamt haben in dieser Saison alle 20 Fahrer mindestens eine Führungsrunde auf dem Konto.

Unter "andere" sind zusammengefasst: Noman Nato (19), Dan Ticktum (17), Nyck de Vries (12), Maximilian Günther (10), Taylor Barnard, Sebastien Buemi, Felipe Drugovich (je 7), Lucas di Grassi (6), Joel Eriksson, Pepe Marti (je 4), Zane Maloney und Jean-Eric Vergne (je 2).

Performance-Analyse der Fahrer & Teams (Sanya E-Prix)

Schnellster Fahrer in Monaco war Wehrlein: Der Porsche-Pilot fuhr im 2. Freien Training am Samstagmorgen die schnellste Runde des Wochenendes (1:26.217 Minuten). Es folgen Mortara, Dennis, de Vries, Ticktum und Drugovich. 19 der 20 Fahrer erzielten ihre Bestzeit in dieser Session, die mit Abstand die kühlste am gesamten Wochenende war. In den späteren Session stiegen die Streckentemperaturen teilweise auf mehr als 60 °C. Am Ende des Feldes liegen Vergne, Maloney und di Grassi, der jedoch aufgrund seiner Startplatzstrafe auch gar keinen Versuch mit 350 kW unternahm.

Das schnellste Team auf eine Runde war somit Porsche vor Mahindra. Es folgen Andretti, DS Penske und Jaguar. Das langsamste Team in Sanya war erneut Lola Yamaha ABT. Für das Hersteller-Ranking bedeutet das bereinigt: Porsche >>> Mahindra >>> Stellantis >>> Jaguar >>> Nissan >>> Lola Yamaha

Rundenzeitanalyse (Sanya E-Prix)

In unserer Rundenzeitanalyse können wir dieses Mal aufgrund der Full-Course-Yellow-Phasen sowie der Rennunterbrechung nur einzelne Teile des Rennen betrachten.

Erste Rennhälfte

Bei der Rundenzeitanalyse ist zu erkennen, dass in der Anfangsphase sehr langsam gefahren wurde, das Tempo dann aber ab Runde 12 deutlich angezogen wurde. Nick Cassidy und die beiden Mahindra-Fahrer gehörten zu denjenigen, die massiv aufs Tempo drückten und sechs bis sieben Sekunden schneller pro Runde fuhren als in der Anfangsphase.

Di Grassi, der nach seiner Stop-and-Go-Strafe in Runde 1 den Feld weit hinterherfuhr, setzte hingegen auf eine extreme Energiespartaktik, die sich am Ende auszahlen sollte.

Zweite Rennhälfte

Bei der Betrachtung der zweiten Rennhälfte zwischen den beiden Full-Course-Yellow-Phasen aufgrund der Ausfälle der Nissan-Piloten sieht man, wie unterschiedlich die Fahrer zuvor ihre Strategien gewählt hatten. Während Müller in dieser Phase seine beiden Attack-Modes bereits aufgebraucht hatten, hatte Teamkollege Wehrlein noch sechs Minuten mit Zusatzleistung übrig.

Besonders schnell in dieser rennentscheidenden Phase waren Dennis, de Vries und Marti unterwegs - die Fahrer, die am Ende auch auf dem Podium landeten. Aber auch Max Günther war auf dem Weg zu Platz 6 teilweise der schnellste Fahrer im Feld.

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