Formel E

Zahlen, Daten, Fakten: Die besten Statistiken zur Formel-E-Saison 2023

Tobias Wirtz

Tobias Wirtz

Mit einem "Double-Header" in London ist vor gut einer Woche die Formel-E-Weltmeisterschaft zu Ende gegangen. Mit Jake Dennis und Envision Racing gab es in Fahrer- und Teamwertung jeweils neue Titelträger.

Abwechslungsreich waren im Jahr 2023 nicht nur die Strecken, auf denen die Formel E fuhr, sondern auch die Ergebnisse: In 16 Rennen gab es sieben unterschiedliche Sieger, zehn verschiedene Pole-Sitter und zwölf Fahrer mit Podestplätzen. 19 Fahrer nahmen die Rennen aus Startreihe 1 auf, 14 sammelten Führungsrunden, und 22 verschiedene Piloten schafften es in die Qualifying-Duelle. Wir konzentrieren uns bei den folgenden Zahlen und Grafiken auf die Teams der Formel E.

Wie haben die Teams im Vergleich zur Vorsaison abgeschnitten?

Bei diesem Vergleich müssen die Veränderungen im Starterfeld beachtet werden: ABT stieg 2023 wieder in die Formel E ein, dafür verließ Techeetah die Rennserie. McLaren übernahm das bisherige Mercedes-Werksteam, Venturi wurde zu Maserati MSG Racing, und aus Dragon/Penske Autosport wurde DS Penske. Insbesondere die drei letztgenannten Teams fallen durch große Unterschiede im Vergleich zum Punktestand im Vorjahr auf, nicht zuletzt auch aufgrund von anderen Antriebspartnern: McLaren und Maserati sammelten deutlich weniger Zähler, Penske deutlich mehr. Auch Envision, Porsche und Andretti haben jeweils um mehr als 100 Punkte zugelegt, dazu zeigten sich zudem Nissan und Nio 333 stark verbessert.

Wie entwickelte sich der WM-Kampf der Teams?

Andretti startete stark in die Saison: Jake Dennis gewann den Saisonauftakt in Mexiko-Stadt und wurde in Diriyya zweimal Zweiter. Danach lief beim Porsche-Kundenteam wenig zusammen, sodass zwischenzeitlich sogar vier Mannschaften vorbeizogen. Dann führte Dennis das Team mit einer bemerkenswert konstanten zweiten Saisonhälfte wieder auf den dritten Platz. Porsche, die bei acht Saisonrennen in Führung lagen und in Sao Paulo bereits mehr als 40 Punkten Abstand auf den nächsten Verfolger hatten, ließen in der zweiten Saisonhälfte hingegen Federn. Nach Pascal Wehrleins Sieg beim ersten Jakarta-Rennen erzielte das Team aus Weissach bei keinem einzigen Rennen mehr als 14 Punkte.

Anders ist es bei Jaguar: Nach einem eher schwachem Saisonauftakt und einer folgenreichen Kollision der beiden Fahrer in Hyderabad katapultierte sich das Team mit guten Ergebnissen in Sao Paulo und Berlin weit nach oben und war aufgrund von konstant guten Ergebnissen vor dem Finalrennen der Saison sogar punktgleich mit Team-Weltmeister Envision. Letztlich reichte es aber nur zu Position 2.

Maserati MSG hatte einen extrem schwachen Saisonstart, mit ebenfalls konstant guten Ergebnissen in der zweiten Saisonhälfte schloss das Team die WM am Ende aber auf dem sechsten Platz ab, nur wenige Punkte hinter DS Penske. Bei McLaren und Mahindra war nach jeweils guten Saisonstarts die zweite Hälfte der Saison sehr schwach, sodass beide Teams beim letzten Saisonrennen noch eine Position verloren.

Punkte

Positionen

Welche Teams konnten 2023 Rennen gewinnen?

Nach anfänglicher Porsche-Dominanz konnten Envision und Jaguar aufschließen: Alle drei Teams schlossen die Saison mit jeweils vier Siegen ab. Porsche war dabei das einzige Team, bei dem beide Fahrer mindestens ein Rennen gewannen.

Welche Teams durften an den Siegerehrungen teilnehmen?

Bei der Anzahl der Podien in der Saison 2023 lagen Andretti und Jaguar vorn, die mit je elf Podestplätzen den Rekord von Audi Sport ABT Schaeffler aus Saison vier und Mercedes-EQ aus Saison acht einstellten.

ABT und Nio 333 waren die einzigen Teams, die im Jahr 2023 kein Podium erzielten.

Welche Teams standen auf der Pole-Position?

Hier ist das Bild deutlich ausgeglichener: Neun von elf Teams gelang es, sich mindestens einmal den ersten Startplatz zu sichern. Jaguar und Envision schafften dies mit je dreimal am häufigsten. Nio 333 und Porsche blieben 2023 ohne Pole-Position.

Wie oft haben die Teams die Duellphase des Qualifyings erreicht?

Am häufigsten haben wir in dieser Saison Jaguar-Piloten in den Qualifying-Duellen gesehen: Das Werksteam und das Kundenteam Envision führen die Statistik an. Dahinter folgen etwas überraschend Maserati MSG und McLaren. Porsche ist nur im hinteren Mittelfeld zu finden, ABT hat mit vier Teilnahmen sogar eine mehr als das Mahindra-Werksteam.

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