Formel E

Zahlen, Daten, Fakten: Die besten Statistiken zur Formel E in Portland

Tobias Wirtz

Tobias Wirtz

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Die Formel E hat am Wochenende in Portland das zwölfte von 16 Rennen in dieser Saison durchgeführt. Der Lauf auf der permanenten Rennstrecke im Bundesstaat Oregon brachten einige interessante Statistiken, Meilensteine und Kuriositäten hervor.

Statistische Besonderheiten beim Portland E-Prix

  • Jake Dennis erzielte seine vierte Pole-Position in der Elektroserie - seine erste in der laufenden Saison und gleichzeitig die erste für einen Gen3-Boliden mit Porsche-Antrieb. Er zog dadurch mit Lucas di Grassi und Mitch Evans gleich. Zuvor war Dennis er als erster Fahrer der Geschichte zum dritten Mal in Folge ins Finalduell eines Qualifyings eingezogen. Dabei fuhr er im Halbfinale mit einer Durchschnittsgeschwindigkeit von 166,63 km/h die schnellste Runde, die jemals in der Formel E gedreht wurde.
  • Nick Cassidy gewann sein viertes Formel-E-Rennen, drei davon in dieser Saison. Damit wurde beim zwölften Rennen der Saison bereits zum fünften Mal die neuseeländische Hymne für einen Fahrer gespielt. Auch stand Cassidy als einziger Fahrer bei jedem Saisonrennen, das in einer neuen Stadt ausgetragen wurde (Hyderabad, Kapstadt, Sao Paulo und Portland), auf dem Podium.
  • Dank des Cassidy-Sieges und Platz 5 von Sebastien Buemi hat Envision Racing (früher Virgin) als erstes Team der Elektroserie die Marke von 1.500 Punkten geknackt! Für die britische Mannschaft war es der 15. Sieg in der Formel E. Dadurch zog Envision mit Techeetah gleich. Bereits zum fünften Mal war das Team in den USA siegreich - kein anderes Team hat mehr als zwei Siege in den Staaten erzielt.
  • Jake Dennis erzielte mit Platz 2 sein 14. Formel-E-Podium und ist damit in der "ewigen Statistik" bereits Achter. Es war sein fünftes Podium in Folge und schon das achte der laufenden Saison! Damit stellte er die Bestmarke von Stoffel Vandoorne aus der Vorsaison ein. Neun Podien in einer Saison hat noch nie ein Fahrer geschafft.
  • Max Günther erreichte in Portland zum achten Mal in den letzten neun Rennen in die Duellphase. Das hat außer ihm noch niemand geschafft. Sowohl Günther als auch Jake Dennis und Mitch Evans haben in dieser Saison nun jeweils 15 Duelle gewonnen. Sebastien Buemi und Jake Hughes folgen mit jeweils 14 Kopf-an-Kopf-Siegen.
  • Die Formel E gab kurz nach dem Portland E-Prix bekannt, dass es 403 Überholmanöver gegeben habe. Es gibt jedoch unterschiedliche Ansichten darüber, ob diese Rekordzahl an Positionswechseln gleichzeitig auch für gutes Racing spricht. Schließlich ließen erneut viele Fahrer ihren Hintermann vorbei, um in dessen Windschatten Energie sparen zu können. Unser Chefredakteur Timo Pape hat dazu am Wochenende noch eine lesenswerte Analyse veröffentlicht.
  • Portland ist die 30. Stadt, in der die Formel E ein Rennen ausgetragen hat. Nach Miami, Long Beach und New York City ist Portland bereits der vierte Rennort in den USA - mehr als in jedem anderen Land. Nick Cassidy punktete in allen fünf Rennen, die er in den Vereinigten Staaten bestritt, und gewann in allen US-Städten, in denen er angetreten ist (New York und Portland). Robin Frijns punktete in den USA gar schon sechsmal in Folge.
  • Lucas di Grassi erzielte in Portland seine ersten Punkte seit dem Saisonauftakt in Mexiko-Stadt. Ganz anders Pascal Wehrlein: Der Porsche-Pilot war als einziger Fahrer in der Rennserie elfmal unter den Top 10. Lediglich in Kapstadt schaffte er es nicht in die Punkte, als er in der ersten Runde ausschied.
  • Zum 19. Mal beendete ein britischer Fahrer einen E-Prix auf Platz 2 - Bestwert in dieser Nationenwertung. Auch die Spitzenwerte für die Podestplätze 1 und 3 liegen aktuell bei 19: 19 Siege feierten Schweizer Fahrer, 19-mal lagen Piloten aus Deutschland auf Position 3. Du hast noch nicht genug von der Zahl 19? Antonio Felix da Costa steht nach seinem dritten Platz in Portland bei 19 Podestplätzen, Dan Ticktum bei 19 Rennstarts. Und jetzt rate mal, wie viele schnellste Rennrunden britische Fahrer, und wie viele Pole-Positions französische Piloten erzielt haben?

Qualifying-Vergleich der Formel-E-Teamkollegen (Saison)

Team Fahrer 1 Stand Fahrer 2
Neom McLaren
Hughes 8 : 4 Rast
Maserati MSG Racing Günther 7 : 5 Mortara
Jaguar TCS Racing
Evans 9 : 3 Bird
Envision Racing Buemi 6 : 6 Cassidy
Avalanche Andretti
Dennis 9 : 1 Lotterer
2 : 0 Beckmann
TAG Heuer Porsche Felix da Costa 2 : 10 Wehrlein
Mahindra Racing Rowland 5 : 3 di Grassi
Merhi 0 : 3
Nissan Nato 3 : 9 Fenestraz
Nio 333 Racing
Sette Camara 3 : 9 Ticktum
DS Penske Vandoorne 5 : 7 Vergne
ABT Cupra
Frijns 3 : 5 Müller
Van der Linde 2 : 1

Da in Kapstadt die beiden Fahrer von Mahindra und ABT Cupra nicht am Qualifying teilnahmen, wurde hier kein Punkt vergeben.

Durchschnittliches Qualifying-Ergebnis (Saison)

Der bislang konstanteste Fahrer im Qualifying ist immer noch Mitch Evans: Der Jaguar-Pilot erreichte in den ersten zwölf Saisonrennen achtmal die Duellphase, was ihm eine durchschnittliche Startposition von 6,8 einbrachte. Dahinter liegen Jake Dennis (7,2) und Sebastien Buemi (8,2). Aber auch Max Günther (8,6), Nick Cassidy, Jean-Eric Vergne, Pascal Wehrlein (je 9,3) und Jake Hughes (9,4) haben einen einstelligen Schnitt. Der schlechteste Stammpilot im Qualifying ist Lucas di Grassi (16,2).

Durchschnittliches Rennergebnis (Saison)

Der konstanteste Fahrer im Rennen ist in dieser Saison bislang Nick Cassidy. Er erreichte das Ziel durchschnittlich auf Position 5,7. Dahinter kommt Pascal Wehrlein, der im Schnitt auf Position 5,8 kommt. Jake Dennis (6,9) und Jean-Eric Vergne (7,7) liegen dahinter. Es folgen Mitch Evans (7,8), Antonio Felix da Costa (8,4), Sebastien Buemi (9,5) und Max Günther (9,8). Ganz hinten liegt Nico Müller (15,7), jedoch noch vor den Ersatzfahrern David Beckmann (18,0), Kelvin van der Linde (18,7) und Roberto Merhi (19,0).

Positionsveränderungen (Portland E-Prix)

Mit insgesamt 16 gewonnenen Positionen war Mitch Evans in Portland derjenige, der am meisten nach vorn kam. Dahinter liegen Sebastien Buemi mit elf und Stoffel Vandoorne, Jean-Eric Vergne sowie Pascal Wehrlein mit je zehn Plätzen. Auch Nick Cassidy (9) und Lucas di Grassi (6) haben im Rennen deutlich an Positionen gewonnen. Am Ende der Statistik liegt Sacha Fenestraz: Er war aus der ersten Reihe gestartet, nach einem Frontflügel-Tausch jedoch weit zurückgefallen - am Ende 13 verlorene Plätze für ihn.

Absolvierte Rennrunden (Saison)

Nach dem zwölften Saisonrennen haben weiterhin noch drei Fahrer alle 438 Rennrunden zurückgelegt: Sebastien Buemi, Nick Cassidy und Jean-Eric Vergne.

Führungsrunden (Saison)

Mit Norman Nato sammelte in Portland ein weiterer Fahrer seine ersten Führungsrunden in dieser Saison. Damit haben nun 19 von insgesamt 25 Piloten einen E-Prix 2023 angeführt - kommt dir diese Zahl bekannt vor? Nick Cassidy übernahm dank 16 Führungsrunden in den USA wieder die Spitzenposition von Pascal Wehrlein.

Unter "andere" sind zusammengefasst: Antonio Felix da Costa, Stoffel Vandoorne (je 13), Lucas di Grassi (11), Norman Nato (8), Jake Hughes, Rene Rast, Dan Ticktum (je 7), Robin Frijns, Nico Müller (je 3), Sacha Fenestraz und Edoardo Mortara (je 2)

Performance-Analyse der Fahrer & Teams (Portland E-Prix)

Der Gewinner unserer Performance-Analyse zum Portland E-Prix ist Jake Dennis. Im Halbfinalduell fuhr der Andretti-Pilot die schnellste Zeit des Wochenendes (1:08.919 Minuten). Ihm folgte mit nur 0,001 Sekunden Rückstand Sacha Fenestraz. Die beiden blieben als einzige Piloten unter der Marke von 1:09 Minuten. Am Ende des Feldes rangieren Nick Cassidy (1:10.188) und Roberto Merhi (1:10.482), denen mehr als eine Sekunde auf die Bestzeit fehlte.

Das schnellste Team auf eine Runde war somit Andretti, ganz knapp vor Nissan. Es folgen McLaren, Maserati und das technisch identische Auto von DS. Das langsamste Team in den USA war Mahindra. Für das Hersteller-Ranking bedeutet das bereinigt: Porsche >>> Nissan >>> DS/Maserati >>> Jaguar >>> Nio 333 >>> Mahindra

Rundenzeitanalyse (Portland E-Prix)

Bei der Rundenzeitanalyse (wir zeigen aufgrund der Verzerrung nur die Runden nach den beiden Safety-Car-Phasen) fällt auf, dass das Renntempo zunächst sehr langsam war: Die Fahrer taktierten und sparten Energie, die Rundenzeiten lagen etwa bei 1:19 Minuten. Ab Runde 21 wurde das Tempo deutlich erhöht. Einzelne Piloten fuhren sogar Rundenzeiten von 1:11 Minuten.

Auffällig ist die Kurve von Jean-Eric Vergne: Nachdem sich der Franzose, der aus der Boxengasse starten musste, bis auf die vierte Position nach vorn gearbeitet hatte, musste er seinem Energienachteil Tribut zollen und konnte das Tempo in der Schlussphase nicht so erhöhen wie seine unmittelbaren Konkurrenten. Gut zu erkennen ist auch das Problem von Andre Lotterer in den letzten Runden: Der Andretti-Pilot hatte seinen Frontflügel verloren und fiel in der Folge weit hinter das Feld zurück. Auch Jake Hughes musste am Ende deutlich langsamer machen.

Man sieht außerdem mit Blick auf den Siegeskampf, dass Jake Dennis wenige Runden vor Schluss etwas Tempo rausnahm, um am Rennende noch einmal angreifen zu können. Da Antonio Felix da Costa - im Gegensatz zu Nick Cassidy - in den letzten Runden nicht mehr zulegen konnte, brachte diese Taktik den Andretti-Fahrer noch am Werks-Porsche vorbei.

Positionsverlauf (Portland E-Prix)

In diesem Abschnitt siehst du, welche Position die Fahrer jeweils am Ende einer Runde belegt haben.

Rückstand auf den Führenden (Portland E-Prix)

In diesem Abschnitt haben wir dargestellt, wie sich die Rückstände der Top-5-Fahrer auf die Spitze im Laufe des Rennens entwickelt haben. Nachträglich verhängte Strafen haben wir dabei nicht berücksichtigt.

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