Formel E

Zahlen, Daten, Fakten: Statistiken zu den Formel-E-Testfahrten 2021 in Valencia

Tobias Wirtz

Tobias Wirtz

Die Vorbereitungen auf die Formel-E-Saison 2022 sind mit den dreitägigen Testfahrten auf dem Circuit Ricardo Tormo am Donnerstag zu Ende gegangen. Wir haben das Geschehen in Valencia ganz genau unter die Lupe genommen und in einem ausführlichen Statistik-Artikel aufbereitet. Darin beleuchten wir unter anderem die Performance aller Fahrer und Teams.

Besonderheiten bei den Testfahrten

  • Zum ersten Mal seit 2018 erzielte kein Fahrer mit BMW-Antrieb die Bestzeit bei den Valencia-Testfahrten. Nach Bestzeiten für Antonio Felix da Costa und zweimal Maximilian Günther war in diesem Jahr Edoardo Mortara im Mercedes-angetriebenen Venturi der Schnellste.
  • Sebastien Buemi bleibt somit der einzige Champion, der nach seinem Titelgewinn die Bestzeit bei den Vorsaison-Tests erzielte - er war in Donington 2016 Schnellster.
  • Wie im Vorjahr wurden in den fünf Valencia-Sessions die Bestzeiten von fünf Fahrern aus fünf verschiedenen Teams erzielt.
  • 17 Fahrer unterboten den bisherigen Streckenrekord von 1:26.522 Minuten, den Antonio Felix da Costa in der Super-Pole zum Samstagsrennen im April 2021 auf dieser Streckenkonfiguration aufgestellt hatte.
  • 19 der insgesamt 24 Fahrer erzielten ihre persönliche Bestzeit am Donnerstag. Drei Fahrer fuhren am Donnerstag gar nicht. Nur Jake Dennis und Sergio Sette Camara gelang es an diesem Tag nicht, ihre persönlichen Bestzeiten (beide von Dienstagnachmittag) noch einmal zu verbessern.
  • Fleißigstes Team der Testfahrten war Mercedes-EQ. 452 Runden oder 1.525,952 km legte das amtierende Meisterteam in den gezeiteten Sessions insgesamt zurück.
  • Beide Mercedes-Piloten teilten sich dabei mit 226 Runden den Bestwert pro Fahrer.
  • Im Gegensatz dazu fuhr Envision Racing mit 351 Runden die wenigsten Kilometer. Das entspricht einer Strecke von 1.184,976 km.

Gesamtanzahl zurückgelegter Runden

Performance-Analyse der Fahrer & Teams: Mortara knapp vor Vergne & Vandoorne

Für unsere Performance-Analyse haben wir die Bestzeiten der Pilot:innen über alle fünf Sessions in Valencia hinweg analysiert. Der Gewinner im Wochen-Ranking ist Edoardo Mortara, der am Donnerstag den neuen Streckenrekord von 1:25.763 Minuten erzielte. Dem amtierenden Formel-E-Vizeweltmeister knapp auf den Fersen war Jean-Eric Vergne, der wie im Vorjahr den zweiten Platz in unserer Analyse belegt. Dahinter folgen Stoffel Vandoorne (Mercedes), Mitch Evans (Jaguar) und Pascal Wehrlein (Porsche). Auf den ersten fünf Plätzen liegen also Fahrer fünf verschiedener Teams.

Es folgen Formel-E-Champion Nyck de Vries (Mercedes), Nick Cassidy und Robin Frijns (beide Envision Racing). Die schnellsten acht Fahrer sind durch lediglich 0,155 Sekunden voneinander getrennt. Gleichzeitig sind sie die einzigen Piloten, die unter 1:26 Minuten blieben. Porsche-Fahrer Andre Lotterer belegt Rang 15, Maximilian Günther im Nissan Platz 19. Am Ende des Feldes liegen abgeschlagen Daniel Ticktum (Nio 333, +2,429 Sekunden), Adam Carroll (Nio 333, +3,028 Sekunden) und Envision-Testfahrerin Alice Powell (+3,961 Sekunden).

Umgerechnet in Meter ergäbe dies auf eine Runde (3,376 km) gesehen folgendes Bild: Mortara läge 1,61 Meter vor Vergne, der seinerseits 2,24 Meter vor Vandoorne wäre. Evans folgt mit weiteren 91 Zentimetern Rückstand, jedoch nur 43 Zentimeter vor Wehrlein. De Vries hat weitere 24 Zentimeter Rückstand, Cassidy 47 Zentimeter und Frijns weitere 20. Am Ende des Feldes sind die Rückstände sehr viel deutlicher: Carroll liegt schon mehr als 95 Meter hinter Mortara und bereits 51 Meter hinter Giovinazzi, der Position 21 belegt. 23,58 Meter später folgt Ticktum, Powell hat weitere 36,73 Meter Rückstand. Auf Mortara fehlen ihr mehr als 155 Meter.

Für die Teams bedeutet das: Das schnellste Fahrzeug auf eine Runde war der Kunden-Mercedes von Venturi. Es folgen der DS, der Werks-Mercedes, der Jaguar, der Porsche und der Kunden-Audi von Envision, alle innerhalb von anderthalb Zehntelsekunden. Dann kommt der Kunden-BMW von Andretti knapp vor dem Mahindra und dem Nissan. Nach einer kleineren Lücke folgt Dragon, und auf dem elften Platz liegt der Nio 333 001. Er ist das einzige Fahrzeug, das mehr als eine Sekunde Rückstand auf die Spitze aufweist.

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