Formel E

Zahlen, Daten, Fakten: Statistiken zum Formel-E-Rennen 2023 in Kapstadt

Tobias Wirtz

Tobias Wirtz

Kapstadt-Gerade-am-Strand-Tribünen

Mit dem Kapstadt E-Prix hat die Formel E am Samstag ihr fünftes Rennen der Weltmeisterschaft 2023 absolviert. Wir haben alle Sessions beim Debüt der Rennserie in Südafrika im Detail analysiert und fassen dir in diesem Artikel alle statistischen Auffälligkeiten am Kap der Guten Hoffnung zusammen.

Statistische Besonderheiten beim Kapstadt E-Prix

  • Kapstadt ist die 28. Stadt, in der die Formel E ein Rennen ausgetragen hat.
  • Sacha Fenestraz erzielte in Kapstadt seine erste Pole-Position in der Formel E. Es war gleichzeitig die 21. für das Nissan-Team - ehemals e.dams -, womit es nun alleiniger Rekordhalter vor Techeetah ist. Es war zudem die erste Nissan-Pole, seitdem Oliver Rowland 2021 in Puebla auf dem ersten Startplatz stand.
  • Fenestraz' Pole-Runde war die schnellste jemals gemessene Runde an einem Rennwochenende der Formel E: Mit durchschnittlich 154,987 km/h fuhr der Franzose einmal rund um das DHL-Stadium. Der vorherige Bestwert lag deutlich niedriger: Antonio Felix da Costa fuhr 2021 in Valencia 140,5 km/h schnell.
  • In den ersten fünf Saisonrennen haben Fahrer von fünf verschiedenen Teams auf der Pole-Position gestanden.
  • Zum achten Mal in Folge gewann der Pole-Sitter nicht das Rennen.
  • Sebastien Buemi behält seine 100-Prozent-Quote bei: Er erreichte in den ersten fünf Saisonrennen fünfmal die Duellphase des Qualifyings. Das gelang sonst niemandem.
  • In den ersten fünf Rennen wurden zehnmal Bonuspunkte vergeben, die an zehn verschiedene Fahrer gingen: Die Zähler für die Pole-Position gingen an Lucas di Grassi, Sebastien Buemi, Jake Hughes, Mitch Evans und Sacha Fenestraz. Die Punkte für die schnellste Rennrunde unter den ersten Zehn erhielten Jake Dennis, Rene Rast, Sam Bird, Norman Nato und Jean-Eric Vergne. Das hat es in der Formel-E-Geschichte noch nie gegeben.
  • Es war der achte Formel-E-Sieg für Antonio Felix da Costa. Zuletzt war der Portugiese 2022 in New York City siegreich. Es war außerdem erst sein zweiter Sieg, den er nicht vom ersten Startplatz aus erzielt hat. Dies gelang ihm zuvor nur beim Buenos Aires E-Prix 2015, also vor mehr als acht Jahren.
  • Felix da Costa ist außerdem der erste Fahrer, der mit vier verschiedenen Teams in der Formel E Rennen gewonnen hat. Zudem hat er in sechs verschiedenen Saisons Siege gefeiert. Nur in seiner Meisterschaftssaison 2019/20 gelang ihm dabei mehr als ein Saisonsieg.
  • Porsche feierte in Kapstadt den vierten Formel-E-Sieg seiner Formel-E-Historie. Zum ersten Mal wurde der Sieg dabei nicht von Pascal Wehrlein erzielt.
  • In den ersten fünf Rennen der Saison stand immer ein Porsche-Fahrer auf dem Podium. Derart erfolgreich ist noch nie ein Team in eine Saison gestartet.
  • Jean-Eric Vergne erzielte in Kapstadt sein 32. Podium. Er wurde zum insgesamt 13. Mal Zweiter. In beiden Statistiken liegt nur Lucas di Grassi vor ihm.
  • Es war das sechste Formel-E-Podium für Nick Cassidy, der erstmals zweimal in Folge an der Siegerehrung teilnehmen durfte.
  • Es war außerdem das erste Mal in der Geschichte der Rennserie, dass dieselben drei Fahrer bei zwei Rennen in Folge auf dem Podium standen.
  • Erstmals in dieser Saison haben fünf verschiedene Fahrer ein Rennen angeführt. Für vier dieser Piloten waren es die ersten Führungsrunden der Saison.
  • Durch den Rückzug des Mahindra-Teams und den damit verbundenen Startverzicht von Lucas di Grassi gibt es nun keinen Fahrer mehr, der sämtliche E-Prix bestritten hat.
  • Noch nie standen bei einem Formel-E-Rennen lediglich 17 Fahrzeuge am Start. Selbst in Saison 2 hatte es nach dem Rückzug des Trulli-Teams immer noch 18 Starter pro Rennen gegeben.
  • In Kapstadt erreichten 13 Fahrzeuge das Ziel. Das ist zwar wenig, aber noch deutlich vom Minusrekord der Formel E entfernt: In Valencia 2021 wurden nur neun Fahrzeuge gewertet.

Qualifying-Vergleich der Formel-E-Teamkollegen (Saison)

Team Fahrer 1 Stand Fahrer 2
Neom McLaren
Hughes 3 : 2 Rast
Maserati MSG Racing Günther 2 : 3 Mortara
Jaguar TCS Racing
Evans 4 : 1 Bird
Envision Racing Buemi 4 : 1 Cassidy
Avalanche Andretti
Dennis 5 : 0 Lotterer
TAG Heuer Porsche Felix da Costa 0 : 5 Wehrlein
Mahindra Racing di Grassi 2 : 2 Rowland
Nissan Nato 1 : 4 Fenestraz
Nio 333 Racing
Sette Camara 1 : 4 Ticktum
DS Penske Vandoorne 1 : 4 Vergne
ABT Cupra
Frijns 0 : 1 Müller*
van der Linde* 2 : 1

Da in Kapstadt die beiden Fahrer von Mahindra und ABT Cupra nicht am Qualifying teilnahmen, wurde hier kein Punkt vergeben.

Positionsveränderungen (Kapstadt E-Prix)

Mit zehn gewonnenen Positionen war Rennsieger Antonio Felix da Costa in Kapstadt derjenige, der am meisten nach vorn kam. Dahinter liegen Andre Lotterer und Rene Rast mit je sechs Plätzen. Aber auch Stoffel Vandoorne (5) und Sergio Sette Camara (4) haben deutlich an Positionen gewonnen. Am Ende der Statistik stehen die beiden Frontstarter Sacha Fenestraz und Max Günther nach ihren Ausfällen mit je 13 verlorenen Rängen. Auch der bereits in der ersten Runde ausgeschiedene Pascal Wehrlein (-11) liegt ganz weit hinten im Feld.

Absolvierte Rennrunden (Saison)

Nach dem fünften Saisonrennen haben noch insgesamt acht Fahrer alle 153 Rennrunden zurückgelegt. Lucas di Grassi und Pascal Wehrlein, die bis dahin alle Runden zurückgelegt hatten, zählen nach dem Rennen in Kapstadt nicht mehr dazu.

Führungsrunden (Saison)

In Kapstadt sammelten Sacha Fenestraz, Max Günther, Nick Cassidy und Antonio Felix da Costa ihre ersten Führungsrunden der Saison 2023. Aber auch Jean-Eric Vergne konnte seine Statistik verbessern. Die meisten Führungsrunden hat aber nach wie vor das Duo Pascal Wehrlein und Jake Dennis.

Unter "andere" sind zusammengefasst: Lucas di Grassi (11), Maximilian Günther (8), Rene Rast (7), Antonio Felix da Costa (5), Sacha Fenestraz (1), Jake Hughes (1)

Performance-Analyse der Fahrer & Teams (Kapstadt E-Prix)

Der Gewinner unserer Performance-Analyse zum Kapstadt E-Prix ist Sacha Fenestraz. Im Finalduell fuhr der Franzose die schnellste Zeit des Wochenendes (1:07.848 Minuten). Ihm folgt Nick Cassidy (1:08.118) vor seinem Finalgegner Max Günther (1:08.212). Dahinter liegen beinahe gleichauf Edoardo Mortara (1:18.425), Mitch Evans (1:18.429) und Dan Ticktum (1:18.446). Auf den letzten vier Positionen rangieren die vier Fahrzeuge mit Mahindra-Antrieben, die nach dem 2. Freien Training aus Sicherheitsgründen nicht mehr antraten.

Während Fenestraz, Günther und Evans ihre besten Rundenzeiten in der Duellphase des Qualifyings fuhren, erzielten Cassidy, Mortara und Ticktum ihre jeweilige Bestzeit im 2. Freien Training.

Für die Teams bedeutet das: Das schnellste Fahrzeug auf eine Runde war der Werks-Nissan vor dem Kunden-Jaguar von Envision und dem Maserati Tipo Folgore. Es folgt der Werks-Jaguar vor dem Nio 333, dem DS und dem Werks-Porsche. Dahinter liegen der Kunden-Nissan von McLaren und der Kunden-Porsche von Andretti, bevor der Werks-Mahindra folgt. Das langsamste Fahrzeug in Südafrika war erneut der Kunden-Mahindra von ABT Cupra.

Für die Hersteller bedeutet das bereinigt: Nissan >>> Jaguar >>> DS/Maserati >>> Nio 333 >>> Porsche >>> Mahindra

Rückstand auf den Führenden (Kapstadt E-Prix)

In diesem Abschnitt haben wir für dich dargestellt, wie sich die Rückstände der Top-5-Fahrer auf die Spitze im Laufe des Rennens entwickelt haben. Nachträglich verhängte Strafen haben wir dabei nicht berücksichtigt.

Wenn du mit dem Mauszeiger über einen der Datenpunkte der Grafiken fährst, wird dir der genaue Rückstand des Fahrers in der gewählten Runde angezeigt.

Rundenzeitanalyse (Kapstadt E-Prix)

In diesem Abschnitt haben wir für dich dargestellt, wie sich die Rundenzeiten der einzelnen Fahrer im Rennen entwickelt haben. Um einzelne Ausreißer auszugleichen, berechnen wir dabei immer den Mittelwert über drei Runden. Da die Runden hinter dem Safety-Car das Bild sehr stark verzerren und zudem keine Aussagekraft haben, haben wir auch in Kapstadt die Grafik in zwei Teile unterteilt: vor der Safety-Car-Phase im letzten Renndrittel und danach.

Es fällt auf, dass Nick Cassidy in der Anfangsphase des Rennens die höchste Pace hatte, diesem Tempo dann jedoch Tribut zollen musste. In der Folge waren zunächst Vergne und Fenestraz die schnellsten Fahrer im Feld, anschließend Antonio Felix da Costa und der durch eine Durchfahrtsstrafe gehandicapte Mitch Evans.

Nach der Safety-Car-Phase sparte Sergio Sette Camara viel Energie für einen Endspurt, während Andre Lotterer zunächst die beste Pace hatte. Auch Evans war gegen Rennende ziemlich schnell, während Jake Hughes in der Schlussphase abermals die größten Probleme hatte, die Pace mitzugehen.

Vor der letzten Full-Course-Yellow

Nach der letzten Full-Course-Yellow

Hinweis: Wenn du mit dem Mauszeiger über einen der Datenpunkte der Grafiken fährst, wird dir der Name des Fahrers und die gemittelte Rundenzeit des Fahrers in der gewählten Runde angezeigt. Außerdem wird dann die gesamte Kurve des Fahrers hervorgehoben. Gleiches erreichst du auch, indem du mit dem Mauszeiger über den Namen des Fahrers in der Legende fährst.

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