Formel E

Zahlen, Daten, Fakten: Statistiken zum Formel-E-Rennen in Jakarta 2022

Tobias Wirtz

Tobias Wirtz

Die Formel-E-Weltmeisterschaft 2022 hat ihre zweite Saisonhälfte eröffnet: Am Samstag fand in der indonesischen Hauptstadt Jakarta das neunte Rennen der Saison statt. Wir haben das Geschehen auf dem Jakarta International E-Prix Circuit ganz genau unter die Lupe genommen und in einem ausführlichen Analyseartikel aufbereitet. Darin beleuchten wir alle statistischen Auffälligkeiten des Jakarta E-Prix 2022.

Statistische Besonderheiten beim Jakarta E-Prix

  • Jakarta ist die insgesamt 25. Stadt, in der ein Formel-E-Rennen stattfand.
  • Jean-Eric Vergne startete in Jakarta zum 15. Mal von der Pole-Position - Rekord!
  • Er ist nach Stoffel Vandoorne und Edoardo Mortara der dritte Fahrer, der zwei Pole-Positions in dieser Saison erzielte.
  • Antonio Felix da Costa startete zum ersten Mal seit dem Samstagsrennen beim Berlin E-Prix 2021 aus der ersten Startreihe.
  • Das war gleichzeitig das letzte Mal, dass beide Fahrer eines Teams aus der ersten Startreihe ins Rennen gingen.
  • Edo Mortara erreichte zum dritten Mal in Folge das Halbfinal-Duell. Das war zuvor nur Vergne gelungen (Rom, Monaco, Berlin).
  • Stoffel Vandoorne schied im Qualifying zum fünften Mal im Viertelfinale aus. Er war dabei jedes Mal der Langsamste aller Duell-Verlierer und erzielte somit zum fünften Mal den achten Platz in der Qualifikation.
  • Antonio Giovinazzi startete zum dritten Mal in dieser Saison von Startplatz 22 - so oft wie kein anderer Fahrer.
  • Mitch Evans erzielte in Jakarta seinen fünften Formel-E-Sieg.
  • Als erst fünfter Fahrer der Formel-E-Geschichte gewann der Neuseeländer drei Rennen in einer Saison. Dies gelang vorher nur Sebastien Buemi, Lucas di Grassi, Jean-Eric Vergne und Antonio Felix da Costa. Diese haben eine Gemeinsamkeit: Sie wurden alle bereits Formel-E-Champion.
  • Es war der siebte Formel-E-Sieg für Jaguar. Damit zog die Raubkatze mit Andretti und Mercedes gleich.
  • Zum ersten Mal seit Antonio Felix da Costa beim ersten Rennen des "Sixpacks von Berlin" 2020 fuhr der Rennsieger auch die schnellste Rennrunde.
  • Jean-Eric Vergne stand als erster Fahrer in dieser Saison zum fünften Mal auf dem Podium.
  • Edo Mortara stand nun dreimal in Folge auf dem Siegerpodest, dabei jedes Mal auf einer anderen Stufe. Dies gelang zuletzt Sebastien Buemi in Saison 5.
  • Antonio Felix da Costa erzielte als fünfter Formel-E-Pilot der Geschichte seinen 500. Punkt in der Elektro-Serie.
  • Dank der Zähler von Felix da Costa und Vergne liegt DS Techeetah mit 1.222 Punkten nun auf dem dritten Platz der ewigen Statistik. Das Team ging in Jakarta an Envision Racing vorbei.
  • Andre Lotterer fuhr am Samstag die 2.000 Rennrunde seiner Formel-E-Karriere.
  • Oliver Askew und Stoffel Vandoorne beendeten acht der neun Rennen auf einem ungeraden Platz. Vandoorne gelang dies nach seinem zweiten Platz beim Saisonauftakt sogar achtmal in Folge.
  • Oliver Rowland erlebte in Jakarta bereits seinen fünften Ausfall in dieser Saison. In drei Saisons bei Nissan e.dams fiel er zusammengerechnet nur viermal aus, Disqualifikationen nicht miteingerechnet.
  • Dass ein Fahrer in der Formel E fünfmal in einer Saison ausscheidet ist zwar ungewöhnlich, aber noch kein Rekord: Maro Engel (2016/17), Edo Mortara (2018/19) und Sam Bird (2021) hatten je sechs Ausfälle in einer Saison.

 

Qualifying-Vergleich der Formel-E-Teamkollegen (Saison)

Team Fahrer 1 Stand Fahrer 2
Mercedes-EQ Vandoorne 6 : 3 de Vries
Jaguar TCS Racing Evans 8 : 1 Bird
DS Techeetah Felix da Costa 3 : 6 Vergne
Envision Racing Frijns 6 : 3 Cassidy
Avalanche Andretti
Dennis 7 : 2 Askew
ROKiT Venturi Racing
di Grassi 2 : 7 Mortara
TAG Heuer Porsche Lotterer 5 : 4 Wehrlein
Mahindra Racing Sims 2 : 7 Rowland
Nissan e.dams Günther 6 : 3 Buemi
Dragon Penske Autosport
Sette Camara 6 : 3 Giovinazzi
Nio 333
Turvey 6 : 3 Ticktum

 

Durchschnittliche Qualifying-Position & Duellphase (Saison)

Der beste Fahrer im Qualifying ist in der bisherigen Saison Jean-Eric Vergne (durchschnittliche Position: 5,1). Es folgen Andre Lotterer (5,2), Nyck de Vries (6,2) und Stoffel Vandoorne (6,4). Die Auswertung bezieht sich auf das finale Ergebnis nach den Qualifying-Duellen. Am Ende des Feldes liegen Oliver Turvey (18,2), Dan Ticktum (19,3) und Antonio Giovinazzi (20,0).

Da es immer je vier Fahrer pro Gruppe in die Duellphase schaffen, werten wir seit dieser Saison aus, aus welcher Gruppe die Fahrer im Halbfinale sowie im Finale stammen. Bis dato schafften es 16 Fahrer aus Gruppe A und 20 Fahrer aus Gruppe B ins Halbfinale. Im Duell um die Pole-Position standen auch im Jakarta E-Prix wieder ein Fahrer aus Gruppe A und ein Pilot aus Gruppe B gegenüber, was bis auf den Rennsamstag in Rom in dieser Saison jedes Mal der Fall war. Insgesamt standen zehn Fahrer aus Gruppe A und acht Fahrer aus Gruppe B in dieser Saison im Finalduell.

Mit Sebastien Buemi erreichte zum ersten Mal ein Nissan-Fahrer die Duellphase. Damit nahmen bereits 17 verschiedene Fahrer an den Duellen teil. Die Serie von Andre Lotterer im Gruppenqualifying ging an diesem Wochenende zu Ende: Der Porsche-Fahrer verpasste erstmals (wenn auch nur um 0,003 Sekunden) die Duellphase. Stoffel Vandoorne schaffte bei neun Rennen ebenfalls acht Duellteilnahmen, Robin Frijns und Jean-Eric Vergne stehen bei sieben Teilnahmen an der K.o.-Phase. Ins Halbfinale schafften es Mortara und Vergne fünfmal, de Vries und Lotterer je viermal. Mortara bestritt mit vier die meisten Finalduelle.

Gruppen-Verteilung Halbfinalduelle

Gruppen-Verteilung Finalduelle

Durchschnittliche Rennposition (Saison)

Auch in den Rennen schnitt Jean-Eric Vergne mit einer Durchschnittsposition von 4,3 bis dato am besten ab. Dahinter liegen Stoffel Vandoorne (4,4) und Edo Mortara (7,2) vor Robin Frijns (7,6) und Mitch Evans (7,8). Am Ende des Feldes rangiert Sergio Sette Camara (16,3) vor Dan Ticktum mit 16,8. Dahinter liegt nur noch Antonio Giovinazzi (19,9).

Positionsveränderungen (Jakarta E-Prix)

Bei der Analyse der gewonnenen und verlorenen Plätze im Rennen schneiden naturgemäß die Fahrer am besten ab, die ein schwaches Qualifying hatten und sich im Rennen nach vorn arbeiten konnten. Besonders schwache Ergebnisse erhalten gewöhnlich die Piloten, die nach einem guten Qualifying weit zurückgefallen oder ausgeschieden sind.

Der Gewinner dieser Wertung in Jakarta ist erneut Oliver Askew mit sechs gewonnenen Positionen: Der US-Amerikaner arbeitete er sich von Platz 19 auf Rang 13 nach vorn. Dahinter liegen Sam Bird und Alex Sims mit fünf und Oliver Turvey sowie Robin Frijns mit je vier gewonnenen Plätzen. Am Ende der Statistik stehen die beiden ausgefallenen Fahrer Nyck de Vries mit zwölf verlorenen Rängen und Oliver Rowland (-10).

Absolvierte Rennrunden (Saison)

Es haben auch nach dem Jakarta E-Prix noch neun der 22 Fahrer alle 320 Rennrunden der bisherigen Saison zurückgelegt. Oliver Rowland liegt nach seinem erneuten Ausfall, dieses Mal bereits in Runde 1, mit weitem Abstand am Ende dieser Statistik.

Führungsrunden (Saison)

In Jakarta lagen nur zwei verschiedene Piloten in Führung. Beide konnten bereits zuvor in dieser Saison Führungskilometer sammeln. Jean-Eric Vergne (28) und Mitch Evans (12) gelang es somit, sich in dieser Statistik weiter nach vorn zu schieben. Mit insgesamt 80 Runden hat Nyck de Vries immer noch die meisten Führungsrunden der Saison, Mortara überquerte den Zielstrich jedoch nur zweimal weniger auf Platz 1.

Unter "Andere" sind zusammengefasst: Frijns (12), Lotterer (6), di Grassi (2)

Performance-Analyse der Fahrer & Teams (Jakarta E-Prix)

Der Gewinner unserer Performance-Analyse ist DS-Pilot Jean-Eric Vergne. Im 2. Freien Training stellte er den Streckenrekord auf (1:07.594 Minuten) und blieb damit als einer von nur zwei Piloten am Samstag unter der 1:08er-Marke. Ihm folgt in unserer Analyse sein Teamkollege Antonio Felix da Costa vor Jake Dennis, Mitch Evans, Edo Mortara, Dan Ticktum, Oliver Turvey und Pascal Wehrlein. Oliver Rowland und Sebastien Buemi komplettieren die Top 10.

Am Ende des Feldes zu finden sind Robin Frijns, Max Günther und Oliver Askew. Der US-Amerikaner machte im 2. Freien Training einen Fehler auf seiner einzigen 250-kW-Runde, sodass er seine Bestzeit im 1. Freien Training fuhr, in dem die Strecke noch deutlich langsamer war. Er liegt auf eine Runde betrachtet mehr als 1,6 Sekunden hinter Vergne. Alle Fahrer erzielten ihre Bestzeit im Freien Training, was darauf hindeutet, dass die hohen Temperaturen im Qualifying sich negativ auf die Performance der Reifen auswirkte.

Für die Teams bedeutet das: Das schnellste Fahrzeug auf eine Runde betrachtet hatte DS Techeetah, vor dem Kunden-BMW von Andretti und dem Jaguar. Es folgen der Kunden-Mercedes von Venturi, der Nio 333 und der Porsche. Mahindra landet vor Nissan. Dahinter kommt Dragon, noch vor dem Werks-Mercedes. Das langsamste Auto in Jakarta war jedoch der Kunden-Audi von Envision.

Rückstand auf den Führenden (Jakarta E-Prix)

In diesem Abschnitt haben wir für dich dargestellt, wie sich die Rückstände der Top-5-Fahrer auf die Spitze im Laufe des Rennens entwickelt haben. Nachträglich verhängte Strafen haben wir dabei nicht berücksichtigt.

Hinweis: Wenn du mit dem Mauszeiger über einen der Datenpunkte der Grafiken fährst, wird dir der genaue Rückstand des Fahrers in der gewählten Runde angezeigt.

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