Formel E

Zahlen, Daten, Fakten: Statistiken zu den Formel-E-Rennen in London

Tobias Wirtz

Tobias Wirtz

Mit einem "Double-Header" ist die Formel-E-Weltmeisterschaft nach mehr als fünf Jahren in die britische Hauptstadt London zurückgekehrt. Wir haben das Geschehen im ExCeL-Messezentrum ganz genau unter die Lupe genommen und in einem ausführlichen Analyseartikel aufbereitet. Darin beleuchten wir alle statistischen Auffälligkeiten bei der Rückkehr der Elektrorennserie nach Großbritannien.

Statistische Besonderheiten beim London E-Prix

  • Alex Lynn erzielte am Samstag seine zweite Pole-Position in der Formel E. Seine erste Pole hatte er bei seinem Debüt im Rahmen des New York City E-Prix 2017 gefeiert.
  • Zwischen seinen beiden Pole-Positions lagen vier Jahre und neun Tage - so lange musste noch kein Fahrer in der Elektrorennserie auf einen weiteren ersten Startplatz warten.
  • Es war das zweite Mal in der Formel-E-Geschichte, dass es eine rein britische erste Startreihe gab. Bereits in Valencia hatten sich Dennis und Lynn die erste Startreihe geteilt, damals jedoch in umgekehrter Reihenfolge.
  • Es war das dritte Mal insgesamt, dass zwei Fahrer aus derselben Nation in Startreihe 1 standen.
  • Am Samstag gewann Jake Dennis seinen zweiten E-Prix.
  • Das gelang seit Saison 1 noch keinem Formel-E-Neuling in seiner Debütsaison.
  • Stoffel Vandoorne erzielte am Sonntag seine vierte Pole-Position. Damit liegt er in der ewigen Bestenliste auf Position 6, gleichauf mit Oliver Rowland.
  • Alex Lynn gewann am Sonntag sein erstes Formel-E-Rennen. Er ist der 20. Fahrer, dem dies gelang.
  • Es war der insgesamt sechste Formel-E-Sieg für Mahindra. Die Inder schoben sich damit in der ewigen Statistik an Jaguar und Mercedes vorbei.
  • Mit Lynn, Rowland und Sims gibt es jetzt drei Fahrer, die genau ein Formel-E-Rennen gewonnen haben. Alle drei sind Briten.
  • Jake Dennis ist mit zwei Siegen der zweiterfolgreichste Brite in der Geschichte der Elektrorennserie. Der erfolgreichste ist Sam Bird, mit dem Dennis in der Gesamtwertung 2021 aktuell punktgleich ist.
  • Alex Lynn gewann das Sonntagsrennen beim London E-Prix, ohne auch nur eine Runde des Rennens angeführt zu haben. Dies gab es in der Vergangenheit bereits sechsmal, zuletzt beim Samstagsrennen in Puebla.
  • Mitch Evans wurde zum vierten Mal in dieser Saison Dritter. Er durfte jedoch seit seinem Sieg beim Mexiko-Stadt E-Prix 2020 nicht mehr auf eine der beiden obersten Stufen des Podiums.
  • Es war sein zehntes Podium in der Formel E, damit liegt er gleichauf mit Daniel Abt.
  • Joel Eriksson erzielte am Sonntag mit Platz 10 seinen ersten Punkt in der Formel E.
  • Sollte es beim Berlin E-Prix keinen Fahrerwechsel geben, wäre es das erste Mal seit Bestehen der Meisterschaft, dass jeder Fahrer, der mindestens ein Rennen bestritten hat, auch Meisterschaftszähler gewann.
  • Mit 44 Punkten erzielte Alex Lynn die meisten Punkte beim London E-Prix.
  • Dies waren zehn Punkte mehr als in all seinen vorherigen Rennen der Saison zusammen.
  • Rene Rast und Alex Lynn überschritten am Wochenende als 25. bzw. 26. Fahrer der Geschichte die 100-Punkte-Marke in der ewigen Punktetabelle.
  • Zwei Rennen vor Saisonende stehen die ersten Fahrer fest, die mathematisch keine Chancen mehr auf den Meistertitel 2021 haben: Joel Eriksson, Tom Blomqvist, Oliver Turvey, Sergio Sette Camara, Norman Nato, Sebastien Buemi und Nico Müller.

Qualifying-Vergleich der Formel-E-Teamkollegen (Saison)

Team Fahrer 1 Stand Fahrer 2
DS Techeetah Felix da Costa 7:6 Vergne
Nissan e.dams Rowland 8:5 Buemi
Mercedes-EQ* Vandoorne 7:5 de Vries
Envision Virgin Racing Frijns 5:8 Cassidy
BMW i Andretti Motorsport Dennis 5:8 Günther
Audi Sport ABT Schaeffler di Grassi 9:4 Rast
Jaguar Racing Evans 8:5 Bird
TAG Heuer Porsche Lotterer 4:9 Wehrlein
Mahindra Racing Sims 2:11 Lynn
ROKiT Venturi Racing* Mortara 5:7 Nato
Dragon Penske Autosport
Müller 2:5 Sette Camara
Eriksson 0:6
Nio 333 FE Team Turvey 5:8 Blomqvist

* Weil die Mercedes- und Venturi-Fahrzeuge im zweiten Diriyya-Qualifying nicht antreten durften, wurde hier kein Punkt vergeben.

Durchschnittliche Qualifying-Position & Super-Pole (Saison)

Die besten Fahrer im Qualifying sind aktuell Pascal Wehrlein (durchschnittliche Position: 7,2), Alex Lynn (7,3), Oliver Rowland (8,2) und Sebastien Buemi (9,8). Diese Werte beziehen sich auf die Gruppenphase ohne Super-Pole. Am Ende des Feldes liegen Joel Eriksson (16,5), Nico Müller und Oliver Turvey (je 16,9).

In London schaffte es erneut nur ein Fahrer aus Gruppe 1 in die Super-Pole: Nyck de Vries gelang dieses Kunststück am Sonntag. In dieser Saison kamen 33 Teilnehmer aus Gruppe 3 (41,8 Prozent), 21 aus Gruppe 4 (26,6 Prozent) und 20 Teilnehmer aus Gruppe 2 (25,3 Prozent) in das Shoot-out um die ersten sechs Startplätze. Joel Eriksson ist der einzige der 25 Fahrer, der nicht mindestens einmal an der Super-Pole teilgenommen hat. Max Günther und Alex Lynn sind die Einzigen, die in den ersten 13 Rennen sieben Einzüge in die Super-Pole feiern konnten. Wehrlein liegt aktuell bei sechs Teilnahmen, Rowland und Vergne liegen bei fünf.

Durchschnittliche Rennposition (Saison)

In den Rennen schnitt Robin Frijns mit einer Durchschnittsposition von 9,6 bislang am besten ab. Auf dem zweiten Platz liegen Mitch Evans und Jean-Eric Vergne (10,5). Es folgt Nick Cassidy mit 10,8. Am Ende des Feldes: Tom Blomqvist (15,7) gleichauf mit Alexander Sims. Dahinter liegt nur noch Joel Eriksson (16,2).

Positionsveränderungen (London E-Prix)

Bei der Analyse der gewonnenen und verlorenen Plätze im Rennen schneiden naturgemäß die Fahrer am besten ab, die ein schwaches Qualifying hatten und sich im Rennen nach vorn arbeiten konnten. Besonders schwache Ergebnisse erhalten gewöhnlich die Piloten, die nach einem guten Qualifying weit zurückgefallen oder ausgeschieden sind bzw. disqualifiziert wurden.

Der Gewinner dieser Wertung in London ist Jean-Eric Vergne mit 22 gewonnenen Positionen: Am Samstag und am Sonntag startete er aus der letzten Startreihe und verbesserte sich um jeweils elf Plätze. Dahinter liegt Nick Cassidy mit 20 und Edo Mortara mit 16 gewonnenen Positionen. Am Ende der Statistik rangieren Sebastien Buemi mit 22 verlorenen Rängen hinter Norman Nato (-20) sowie Oliver Rowland (-19).

Absolvierte Rennrunden (Saison)

Nach wie vor haben noch zwei Fahrer alle 386 Rennrunden der bisherigen Saison zurückgelegt: Robin Frijns und Oliver Rowland. Am Ende der Statistik rangiert Nico Müller, der jedoch auch nur in den ersten sieben Rennen am Start war, sowie Joel Eriksson, der genau diese Rennen nicht bestritten hat. Vor diesen beiden liegt Alexander Sims.

Führungsrunden (Saison)

Jake Dennis hat in dieser Wertung durch seinen Sieg am Samstag die Führung übernommen: Ganze 55 Umläufe lag er in dieser Saison bereits vorne. Mit 48 Führungsrunden folgt Sam Bird auf dem zweiten Platz vor Nyck de Vries (38). Dahinter liegen die beiden Virgin-Fahrer Nick Cassidy und Robin Frijns mit je 31 Runden. Da Alex Lynn in London erstmals in Führung lag, haben nun insgesamt schon 16 Fahrer in dieser Saison Führungskilometer sammeln können.

Unter "andere" sind zusammengefasst: Antonio Felix da Costa, Stoffel Vandoorne je (29), Edo Mortara (27), Lucas di Grassi (24), Alex Lynn (11), Jean-Eric Vergne (9), Max Günther (8), Mitch Evans, Oliver Rowland (je 7) und Norman Nato (2).

Performance-Analyse der Fahrer & Teams (London E-Prix)

Der Gewinner unserer Performance-Analyse ist Audi-Pilot Lucas di Grassi, der im 3. Freien Training den Streckenrekord aufstellte (1:20.001 Minuten). Ihm folgt Stoffel Vandoorne vor Oliver Rowland und Jake Dennis. Alex Lynn und Mitch Evans liegen dahinter, knapp vor Nyck de Vries und Maximilian Günther.

Am Ende des Feldes zu finden sind Oliver Turvey und Joel Eriksson, dem jedoch nur wenige Tausendstelsekunden zu Alexander Sims und Norman Nato fehlten.

Für die Teams bedeutet das: Das schnellste Fahrzeug auf eine Runde in London war der Werks-Audi. Es folgen der Werks-Mercedes, der Nissan IM03 und der BMW knapp vor dem Mahindra M7Electro. Nach einer kleineren Lücke folgt der Jaguar I-Type 5 vor dem Porsche 99X Electric, dem Penske EV-5 und dem Kunden-Audi von Virgin. Erst auf dem zehnten Platz liegt der DS, unmittelbar vor dem Kunden-Mercedes von Venturi. Langsamer war nur der Nio 333 001.

Rückstand auf den Führenden (London E-Prix)

In diesem Abschnitt haben wir für dich dargestellt, wie sich die Rückstände der Top-5-Fahrer auf die Spitze im Laufe des Rennens entwickelt haben. Nachträglich verhängte Strafen haben wir dabei nicht berücksichtigt.

Samstagsrennen

Sonntagsrennen

Hinweis: Wenn du mit dem Mauszeiger über einen der Datenpunkte der Grafiken fährst, wird dir der genaue Rückstand des Fahrers in der gewählten Runde angezeigt.

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