Formel E

Zahlen, Daten, Fakten: Statistiken zum Formel-E-Rennen in New York City 2022

Tobias Wirtz

Tobias Wirtz

Schlussspurt in der Formel-E-Weltmeisterschaft 2022: Am Wochenende wurden in den Vereinigten Staaten bereits die Rennen 11 und 12 von insgesamt 16 Saisonläufen ausgetragen. Dabei war jede Menge los am "Big Apple". Wir haben das Geschehen im Brooklyner Viertel Red Hook ganz genau unter die Lupe genommen und in einem ausführlichen Analyseartikel aufbereitet. Darin beleuchten wir alle statistischen Auffälligkeiten beim New York City E-Prix 2022.

Statistische Besonderheiten beim New York City E-Prix

  • Beim Samstagsrennen in New York City gab es den ersten Rennabbruch in der Formel E seit dem Diriyya E-Prix 2021.
  • Mit 35:04 Minuten Länge handelte es sich dabei um das kürzeste Rennen der Formel-E-Geschichte. Es löste damit das zuvor genannte Rennen in Saudi-Arabien ab.
  • Nick Cassidy erzielte am Samstag seinen ersten Sieg in der Formel E.
  • Er wurde damit zum 23. E-Prix-Gewinner in der Geschichte der Elektroserie. Es war der erste Premierensieg seit Norman Nato beim Berlin E-Prix 2021.
  • Sein Team Envision stand erstmals seit dem Auftaktrennen von Saison 6 (Sam Bird, Diriyya 2019) wieder ganz oben auf dem Podium - damals hieß der Rennstall noch Virgin.
  • Gleichzeitig war es das erste Doppelpodium für das Team seit dem Marrakesch E-Prix 2019.
  • Lucas di Grassi erzielte am Samstag sein 37. Formel-E-Podium (Rekord)!
  • Es war sein erstes Podium seit dem Diriyya E-Prix im Januar. Di Grassi blieb somit acht Rennen in Folge ohne Podium - noch nie hatte er innerhalb einer Saison so viele Rennen nacheinander nicht auf dem Treppchen gestanden.
  • Edoardo Mortara fuhr am Samstag und Sonntag als erster Fahrer überhaupt bei einem "Double-Header" zweimal die insgesamt schnellste Rennrunde. Die Bonuspunkte für die schnellste Runde unter den ersten Zehn gingen jedoch schon mehrfach an denselben Fahrer, zuletzt an Rene Rast beim Berlin E-Prix 2021. In diesen Fällen hatte jeweils ein Pilot außerhalb der Top 10 die absolute Bestzeit gesetzt.
  • Jean-Eric Vergne und damit auch DS Techeetah blieben am Samstag zum ersten Mal seit dem Berlin E-Prix 2021 ohne Punkte.
  • Dennoch hatte das Team Grund zum Jubeln: Antonio Felix da Costa gewann am Sonntag sein erstes Rennen seit dem Monaco E-Prix 2021.
  • Es war der 15. Sieg für DS Techeetah. Damit zog das Team in dieser Statistik an ABT/Audi vorbei!
  • Vor dem Rennen am Sonntag kam es zum dritten Mal in der Formel-E-Geschichte zu einer Rückversetzung des Pole-Sitters: Nick Cassidy bekam nach einem Batterietausch eine Rückversetzungsstrafe von 30 Positionen aufgebrummt. Zuvor waren bereits Nico Prost (Putrajaya E-Prix 2015) und Oliver Rowland (Monaco E-Prix 2019) von Startplatz 1 aus strafversetzt worden.
  • Mercedes schaffte am Sonntag zum dritten Mal in Folge mit beiden Fahrzeugen den Einzug in die Duellphase.
  • Die Dragon-Piloten Sergio Sette Camara und Antonio Giovinazzi erzielten am Sonntag ihre jeweils besten Qualifying-Ergebnisse der Saison.
  • Es war das beste Qualifying-Resultat für Dragon seit dem London E-Prix 2021. Damals wurde Sette Camara Vierter, Joel Eriksson Zehnter.
  • Zwei "alte Formel-E-Hasen" erreichten nach einer langen Durststrecke wieder ein gutes Resultat: Sebastien Buemi (Platz 5) erzielte am Rennsamstag sein bestes Formel-E-Ergebnis seit dem Rom E-Prix 2021. Alexander Sims (Platz 4) gelang am Sonntag sein bestes Resultat seit dem Puebla E-Prix 2021.
  • Stoffel Vandoorne und Antonio Felix da Costa knackten in New York City die Grenze von 50 FANBOOSTs. Mehr hat sonst keiner.
  • Mit einem Gesamtalter von 32.598 Tagen oder umgerechnet 89 Jahren und drei Monaten waren die Fahrer auf dem Siegerpodest am Sonntag nur einen einzigen Tag älter als das siegreiche Trio beim Rom E-Prix 2019. Damals feierten Mitch Evans und Stoffel Vandoorne, die an diesem Sonntag ebenfalls auf dem Podium standen, gemeinsam mit Andre Lotterer. Nie waren die drei erstplatzierten Fahrer genau so alt waren wie bei einem anderen Rennen.

 

Qualifying-Vergleich der Formel-E-Teamkollegen (Saison)

Team Fahrer 1 Stand Fahrer 2
Mercedes-EQ Vandoorne 8 : 4 de Vries
Jaguar TCS Racing Evans 10 : 2 Bird
DS Techeetah Felix da Costa 6 : 6 Vergne
Envision Racing Frijns 6 : 6 Cassidy
Avalanche Andretti
Dennis 9 : 3 Askew
ROKiT Venturi Racing
di Grassi 4 : 8 Mortara
TAG Heuer Porsche Lotterer 6 : 6 Wehrlein
Mahindra Racing Sims 4 : 8 Rowland
Nissan e.dams Günther 6 : 6 Buemi
Dragon Penske Autosport
Sette Camara 8 : 4 Giovinazzi
Nio 333
Turvey 7 : 5 Ticktum

 

Durchschnittliche Qualifying-Position & Duellphase (Saison)

Der beste Fahrer im Qualifying ist in der bisherigen Saison Antonio Felix da Costa (durchschnittliche Position: 6,3). Es folgen Edo Mortara (6,5), Nyck de Vries (7,0) und Stoffel Vandoorne (7,2). Die Auswertung bezieht sich auf das finale Ergebnis nach den Qualifying-Duellen. Am Ende des Feldes liegen Oliver Turvey (18,6), Dan Ticktum (18,9) und Antonio Giovinazzi (19,4).

Da es immer je vier Fahrer pro Gruppe in die Duellphase schaffen, werten wir seit dieser Saison aus, aus welcher Gruppe die Fahrer im Halbfinale sowie im Finale stammen. Bis dato schafften es 21 Fahrer aus Gruppe A und 27 Fahrer aus Gruppe B ins Halbfinale. Im Duell um die Pole-Position standen sich auch am Sonntag beim New York City E-Prix wieder ein Fahrer aus Gruppe A und ein Pilot aus Gruppe B gegenüber. Am Samstag duellierten sich, wie zuvor allein am Rennsamstag in Rom, zwei Piloten aus Gruppe A. Insgesamt standen 14 Fahrer aus Gruppe A und zehn Fahrer aus Gruppe B in dieser Saison im Finalduell.

Stoffel Vandoorne schaffte bei zwölf Rennen zehn Duellteilnahmen, Andre Lotterer steht bei neun. Antonio Felix da Costa, Robin Frijns, Jean-Eric Vergne und Pascal Wehrlein kommen auf acht Teilnahmen an der K.-o.-Phase. Ins Halbfinale schafften es Mortara und Vergne je sechsmal, Felix da Costa und Lotterer je fünfmal. Mortara bestritt mit Abstand die meisten Finalduelle (5).

Gruppen-Verteilung Halbfinalduelle

Gruppen-Verteilung Finalduelle

Durchschnittliche Rennposition (Saison)

In den Rennen schnitt der WM-Führende Stoffel Vandoorne mit einer Durchschnittsposition von 4,5 bis dato am besten ab. Dahinter liegen Jean-Eric Vergne (6,6) und Edo Mortara (7,1) vor Mitch Evans (7,3) und Robin Frijns (7,9) . Am Ende des Feldes rangiert Dan Ticktum (16,8) vor Sergio Sette Camara (17,2). Dahinter liegt nur noch Antonio Giovinazzi (20,0).

Positionsveränderungen (New York City E-Prix)

Bei der Analyse der gewonnenen und verlorenen Plätze im Rennen schneiden naturgemäß die Fahrer am besten ab, die ein schwaches Qualifying hatten und sich im Rennen nach vorn arbeiten konnten. Besonders schwache Ergebnisse erhalten gewöhnlich die Piloten, die nach einem guten Qualifying weit zurückgefallen oder ausgeschieden sind.

Der Gewinner dieser Wertung in New York City ist Sam Bird mit zwölf gewonnenen Positionen: Der Jaguar-Fahrer verbesserte sich am Samstag um einen Rang, arbeitete sich am Sonntag aber von Platz 16 auf Rang 5 nach vorn. Dahinter liegt Edo Mortara mit elf Positionen (alle am Sonntag, als er sich von Startplatz 21 auf den zehnten Platz nach vorn schob) sowie Oliver Turvey mit neun gewonnenen Plätzen (Samstag: 6, Sonntag: 3). Am Ende der Statistik steht Sergio Sette Camara mit 15 verlorenen Rängen. Auch Antonio Giovinazzi (-12), Alex Sims und Antonio Felix da Costa (je -10) haben zweistellig Positionen eingebüßt.

Absolvierte Rennrunden (Saison)

Nach dem New York City E-Prix haben noch fünf der 22 Fahrer alle 422 Rennrunden der bisherigen Saison zurückgelegt. Wegen seiner zwei Ausfälle am Wochenende ist Antonio Giovinazzi weiter abgerutscht und bildet mit beiden Mahindra-Piloten das Ende des Feldes in dieser Statistik.

Führungsrunden (Saison)

In New York City teilten vier verschiedene Piloten die Führungskilometer unter sich auf. Nick Cassidy konnte am Samstag seine ersten Führungskilometer in dieser Saison ergattern. Antonio Felix da Costa war fleißigster Führungsrundensammler am "Big Apple". Edoardo Mortara behielt jedoch die Führung in dieser Statistik. Mit insgesamt 106 Runden liegt er vor Nyck de Vries. Felix da Costa hat als neuer Dritter in der Statistik weniger als die Hälfte der Führungsrunden des Venturi-Fahrers.

Unter "andere" sind zusammengefasst: Wehrlein (22), Frijns (12), Lotterer (6), di Grassi (4)

Performance-Analyse der Fahrer & Teams (New York City E-Prix)

Der Gewinner unserer Performance-Analyse ist Nick Cassidy. Im Finalduell am Sonntag fuhr er die schnellste Zeit des Wochenendes (1:08.584 Minuten). Ihm folgt Antonio Felix da Costa vor Andre Lotterer, Sergio Sette Camara, Sam Bird, Stoffel Vandoorne, Alex Sims und Mitch Evans. Nyck de Vries und Jake Dennis komplettieren die Top 10. Am Ende des Feldes zu finden sind Oliver Askew, Oliver Turvey und Dan Ticktum. Der junge Brite liegt auf eine Runde betrachtet mehr als eine Sekunde hinter Cassidy.

Acht der ersten neun Fahrer erzielten ihre Bestzeit in der Duellphase des Qualifyings am Sonntag, was darauf hindeutet, dass die Strecke im Qualifying deutlich besser war als im Freien Training, als die Strecke am Sonntagmorgen noch feucht war. Die meisten übrigen Piloten setzten ihre Bestzeit bereits im 2. Freien Training am Samstagmorgen.

Für die Teams bedeutet das: Das schnellste Fahrzeug auf eine Runde war der Kunden-Audi von Envision. Er lag vor dem DS und dem Porsche 99X Electric. Es folgen der Dragon, der Jaguar, der Werks-Mercedes und der Mahindra. Der Kunden-BMW von Andretti landet dahinter vor dem Kunden-Mercedes von Venturi. Dann kommen der Nissan und der Nio 333.

Rückstand auf den Führenden (New York City E-Prix)

In diesem Abschnitt haben wir für dich dargestellt, wie sich die Rückstände der Top-5-Fahrer auf die Spitze im Laufe des Rennens entwickelt haben. Nachträglich verhängte Strafen haben wir dabei nicht berücksichtigt.

Samstag

Sonntag

Hinweis: Wenn du mit dem Mauszeiger über einen der Datenpunkte der Grafiken fährst, wird dir der genaue Rückstand des Fahrers in der gewählten Runde angezeigt.

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