Formel E

Zahlen, Daten, Fakten: Statistiken zum Formel-E-Rennen in Puebla

Tobias Wirtz

Tobias Wirtz

Mit dem "Double-Header" in Mexiko hat sich die Formel-E-Weltmeisterschaft am vergangenen Wochenende aus ihrer sechswöchigen "Sommerpause" zurückgemeldet. Wir haben das Geschehen auf dem Autodromo Miguel E. Abed ganz genau unter die Lupe genommen und in einem ausführlichen Analyseartikel aufbereitet. Darin beleuchten wir alle statistischen Auffälligkeiten beim ersten E-Prix der Elektrorennserie in Puebla.

Statistische Besonderheiten beim Puebla E-Prix

  • Mexiko ist das vierte Land, das Formel-E-Rennen in mehr als einer Stadt durchführte. Auch in China (Hongkong, Peking und Sanya), der Schweiz (Bern und Zürich) und den USA (Long Beach, Miami, New York City) gab es schon mehrere Austragungsorte.
  • Lucas di Grassi sicherte sich am Samstag seinen elften Sieg in der Formel E. In der ewigen Siegstatistik liegt er damit nun allein auf Position 2 hinter Sebastien Buemi (13).
  • Seinen letzten Rennsieg holte er beim Berlin E-Prix 2019. Somit musste di Grassi 756 Tage auf einen weiteren Sieg warten - so lange wie noch nie zuvor in der Elektrorennserie. Gleiches gilt auch für Audi.
  • Gleichzeitig erzielte er seinen 33. Podestplatz in der Elektrorennserie. Di Grassi führt diese Statistik an.
  • Lucas di Grassi ist der einzige Pilot der Formel E, der in zwei verschiedenen Städten desselben Landes Rennsiege feiern konnte, und das gleich zweimal: In den USA (Long Beach und New York City) und Mexiko (Mexiko-Stadt und Puebla).
  • Für Audi war es der dritte Doppelsieg in der Formel E nach Berlin 2018 und New York City 2018.
  • Zudem stehen die Ingolstädter, wenn man auch die Podien des Vorgängerteams ABT berücksichtigt, nun bei 45 Podestplätzen in der Rennserie - Rekord. e.dams folgt auf Position 2 mit 38 "Treppchen".
  • Edoardo Mortara gewann am Sonntag sein zweites Rennen in der Formel E. Es war jedoch das erste Mal, dass er als Sieger abgewunken wurde. Beim Hongkong E-Prix 2019 profitierte er von einer nachträglich gegen Sam Bird ausgesprochenen Zeitstrafe, nachdem dieser mit Andre Lotterer kollidiert war.
  • Gleichzeitig war es der zweite Rennsieg für Venturi. Mortara und Venturi mussten somit 833 Tage auf ihren nächsten Sieg warten.
  • Damit ließ das Team in dieser Statistik e.dams hinter sich - das französische Team musste zwischen dem Berlin E-Prix 2017 und dem New York City E-Prix 2019 ganze 762 Tage auf einen Sieg warten.
  • Nick Cassidy erzielte sein erstes Podium in der Elektrorennserie.
  • Damit haben nun schon 31 Fahrer bei der Siegerehrung einen Pokal übergeben bekommen.
  • Mit Joel Eriksson ging zum ersten Mal seit Felix Rosenqvist ein Schwede in der Formel E an den Start.
  • Oliver Rowland und Pascal Wehrlein belegten zweimal hintereinander die erste Startreihe. Dies gab es in der Formel E bislang nur ein einziges Mal: 2016 beim Long Beach E-Prix und beim darauffolgenden Paris E-Prix teilten sich Bird und di Grassi die erste Startreihe.
  • Es war jedoch das erste Mal, dass beide Piloten sich die erste Startreihe in zwei Rennen hintereinander in umgedrehter Reihenfolge teilten.
  • Oliver Rowland erzielte am Sonntag die 20. Pole-Position für e.dams.
  • Die zwölf Plätze in den beiden Super-Pole-Sessions in Puebla gingen an nur sieben verschiedene Fahrer. Dennis, Mortara, Rowland, Vergne und Wehrlein erreichten jeweils zweimal das Shoot-out, Günther und Lynn jeweils einmal.
  • Damit nahmen zum ersten Mal in der Geschichte der Formel E fünf Piloten zweimal hintereinander an der Super-Pole teil.

Qualifying-Vergleich der Formel-E-Teamkollegen (Saison)

Team Fahrer 1 Stand Fahrer 2
DS Techeetah Felix da Costa 4:5 Vergne
Nissan e.dams Rowland 7:2 Buemi
Mercedes-EQ* Vandoorne 5:3 de Vries
Envision Virgin Racing Frijns 4:5 Cassidy
BMW i Andretti Motorsport Dennis 3:6 Günther
Audi Sport ABT Schaeffler di Grassi 6:3 Rast
Jaguar Racing Evans 5:4 Bird
TAG Heuer Porsche Lotterer 3:6 Wehrlein
Mahindra Racing Sims 2:7 Lynn
ROKiT Venturi Racing* Mortara 3:5 Nato
Dragon Penske Autosport
Müller 2:5 Sette Camara
Eriksson 0:2
Nio 333 FE Team Turvey 3:6 Blomqvist

* Weil die Mercedes- und Venturi-Fahrzeuge im zweiten Diriyya-Qualifying nicht antreten durften, wurde hier kein Punkt vergeben.

Durchschnittliche Qualifying-Position & Super-Pole (Saison)

Die besten Fahrer im Qualifying sind aktuell Oliver Rowland (durchschnittliche Position: 6,4), Pascal Wehrlein (7,7), Max Günther (8,3) und Alex Lynn (8,7). Diese Werte beziehen sich auf die Gruppenphase ohne Super-Pole. Am Ende des Feldes liegen Oliver Turvey (16,2), Nico Müller (16,9) und Joel Eriksson (18,5).

Erneut schaffte es kein Fahrer aus Gruppe 1 in die Super-Pole. In beiden Qualifyings hielten sich die Toppiloten der Meisterschaft lieber mit Taktikspielchen auf, als schnelle Runden zu fahren. In dieser Saison kamen 19 Teilnehmer aus Gruppe 3 (35,2 Prozent) und jeweils 15 Teilnehmer aus den Gruppen 2 und 4 (29,6 Prozent) in das Shoot-out um die ersten sechs Startplätze. Joel Eriksson ist der einzige der 25 Fahrer, der nicht mindestens einmal an der Super-Pole teilgenommen hat. Max Günther ist der einzige von ihnen, der in den ersten neun Rennen fünf Einzüge in die Super-Pole feiern konnte. Lynn, Rowland und Vergne liegen aktuell bei vier Teilnahmen.

Durchschnittliche Rennposition (Saison)

In den Rennen schnitt Mitch Evans mit einer Durchschnittsposition von 9,3 bislang am besten ab. Auf dem zweiten Platz liegt Jean-Eric Vergne mit 9,6 vor Edo Mortara (10,0). Es folgen Robin Frijns und Rene Rast mit 10,6. Am Ende des Feldes: Sergio Sette Camara mit 15,1 vor Alexander Sims (15,6) und Joel Eriksson (17,0).

Positionsveränderungen (Puebla E-Prix)

Bei der Analyse der gewonnenen und verlorenen Plätze im Rennen schneiden naturgemäß die Fahrer am besten ab, die ein schwaches Qualifying hatten und sich im Rennen nach vorn arbeiten konnten. Besonders schwache Ergebnisse erhalten gewöhnlich die Piloten, die nach einem guten Qualifying weit zurückgefallen oder ausgeschieden sind bzw. disqualifiziert wurden.

Der Gewinner dieser Wertung in Puebla ist Rene Rast mit 21 gewonnenen Positionen: Am Samstag verbesserte er sich um sieben Plätze, am Sonntag sogar um 14. Dahinter liegen Stoffel Vandoorne mit 18 und Joel Eriksson sowie Robin Frijns mit je 14 gewonnenen Positionen. Am Ende der Statistik rangieren Oliver Rowland mit 24 verlorenen Rängen hinter Pascal Wehrlein (-22) sowie Andre Lotterer und Jean-Eric Vergne mit je 19 verlorenen Plätzen.

Absolvierte Rennrunden (Saison)

Durch das Nichtantreten von Nico Müller und die Ausfälle von Jean-Eric Vergne am Samstag und Tom Blomqvist am Sonntag haben nur noch zwei Fahrer alle 248 Rennrunden der bisherigen Saison zurückgelegt: Robin Frijns und Oliver Rowland. Am Ende der Statistik rangiert Joel Eriksson, der jedoch auch nur die beiden Puebla-Rennen bestritten hat, sowie Nico Müller, der diese beiden Rennen ausgelassen hat. Alexander Sims hat jedoch nur eine Runde mehr gefahren als der Schweizer.

Führungsrunden (Saison)

Nyck de Vries konnte Platz 1 in dieser Statistik beim Puebla E-Prix mit 34 Führungsrunden in der Saison 2021 behaupten. Den zweiten Platz hat mit 33 Runden nun Jake Dennis übernommen, der sich vor Robin Frijns (31 Umläufe) geschoben hat. Es haben insgesamt schon 14 Fahrer in dieser Saison Führungskilometer sammeln können.

Unter "andere" sind zusammengefasst: Sam Bird (11), Lucas di Grassi, Jean-Eric Vergne (je 9), Mitch Evans, Oliver Rowland (je 7), Norman Nato (2) und Nick Cassidy (1).

Performance-Analyse der Fahrer & Teams (Puebla E-Prix)

Der Gewinner unserer Performance-Analyse ist Mercedes-EQ-Pilot Nyck de Vries, der im 3. Freien Training den Streckenrekord aufstellte (1:21.492 Minuten). Ihm folgt Jean-Eric Vergne, bevor nach einer mehr als zwei Zehntelsekunden großen Lücke Oliver Rowland, Nick Cassidy, Mitch Evans und Edo Mortara kommen.

Am Ende des Feldes zu finden sind Sam Bird und Sergio Sette Camara. Der Dragon-Pilot konnte im 3. Freien Training, als die meisten Piloten ihre beste Rundenzeit fuhren, keine fehlerfreie Runde hinlegen.

Für die Teams bedeutet das: Das schnellste Fahrzeug in Puebla auf eine Runde war der Werks-Mercedes. Es folgt der DS E-Tense FE21 vor dem Nissan IM03 und dem Kunden-Audi von Virgin. Dahinter reihen sich der Jaguar I-Type 5, der Kunden-Mercedes von Venturi sowie der BMW, der Werks-Audi und der Porsche 99X Electric ein.

Rückstand auf den Führenden (Puebla E-Prix)

In diesem Abschnitt haben wir für dich dargestellt, wie sich die Rückstände der Top-5-Fahrer auf die Spitze im Laufe des Rennens entwickelt haben. Nachträglich verhängte Strafen haben wir dabei nicht berücksichtigt.

Hinweis: Wenn du mit dem Mauszeiger über einen der Datenpunkte der Grafiken fährst, wird dir der genaue Rückstand des Fahrers in der gewählten Runde angezeigt.

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