Formel E

Zane Maloney sieht mit dem Gen4-Start seine große Formel-E-Chance: "Alles wird auf 0 gestellt"

Thomas Grüssmer

Thomas Grüssmer

Der britische Hersteller Lola feierte mit dem Einstieg in die Formel-E-Weltmeisterschaft im Vorfeld der vergangenen Saison seine große Rückkehr in den internationalen Motorsport. Diese verlief erwartungsgemäß schwierig. Aufgrund der fehlenden Erfahrung mit der Technik fand sich Lola Yamaha ABT meistens im hinteren Teil des Feldes wieder. Obwohl noch eine Saison mit dem Gen3-Evo-Fahrzeug bevorsteht, scheint der Neueinsteiger den Fokus schon voll auf die Entwicklung für die Gen4 legen zu wollen. Auch Zane Maloney fühlt sich bereit, sein Team bei der Entwicklungsarbeit voll zu unterstützen.

Bevor Lola Yamaha ABT den Barbardier als Stammfahrer verpflichtete, konnte er bei Andretti bereits erste Formel-E-Erfahrung sammeln. In der Saison 2023/24 war er für den amerikanischen Rennstall als Reserve- und Entwicklungsfahrer tätig und nahm sowohl 2023 als auch 2024 am Rookie-Test in Berlin teil. Weiterhin bestritt er die beiden Rookie-Trainings in Rom 2023 und Misano 2024. Für Saison 11 fand Maloney dann ein festes Cockpit bei ABT. Nach dem Saisonende sprach er selbst von einem langfristigen Projekt und bestätigte seinen Verbleib beim Team.

"Befinden uns bei Gen3 ein bisschen im Dunkeln"

Nicht nur Maloneys Verpflichtung brachte einen Umbruch in das deutsche Team. Nach dem Ende von Saison 10 trennte man sich von Antriebslieferant Mahindra und schloss eine Partnerschaft mit Lola ab, die gleichzeitig ihre Rückkehr in den internationalen Motorsport feierten und vom technischen Partner Yamaha unterstützt wurden. Für alle Beteiligten war jedoch von Beginn an klar, dass der Einstieg in die Meisterschaft nicht einfach wird: "Jedes Team ist bezüglich des Antriebsstrangs schon etwas besser abgestimmt. Was Gen3 angeht, befinden wir uns daher noch ein bisschen im Dunkeln", so Maloney bei RacingNews365.

Seine Aussage spiegelt sich auch in den Ergebnissen des Teams wieder. Man befand sich während der Saison meistens im hinteren Teil des Feldes. Während Maloney die Saison sogar ganz ohne Punkte abschloss, holte Teamkollege und Formel-E-Veteran Lucas di Grassi die Kohlen aus dem Feuer und bescherte dem Team sogar ein Überraschungspodium beim Miami E-Prix. Dennoch belegte man in der Teamwertung mit nur 32 gesammelten Punkten abgeschlagen den letzten Platz.

"Können versuchen, etwas zu bewegen"

Da davon auszugehen ist, dass sich an der Situation auch für die kommende Saison nicht viel ändern wird, sieht der 21-Jährige seine große Gelegenheit mit Einführung der Gen4-Boliden in der Saison 2026/27. "Jeder wird die gleichen Wettbewerbsbedingungen haben. Alles geht von vorne los. Wir können mit den sehr cleveren Ingenieuren des Teams also wirklich versuchen, etwas zu bewegen", so Maloney weiter.

Die Hersteller-Testfahrten mit den neu entwickelten Antrieben für die Gen4-Boliden sollen bereits im kommenden November beginnen. Gleichzeitig bietet sich für Maloney die Herausforderung, noch eine Saison mit dem Gen3-Evo-Fahrzeug zu bestreiten. Diese scheut er keinesfalls: "Dafür bin ich wirklich bereit! Ich denke, sowohl von meiner Seite als auch von der des Teams kann das nur als Gelegenheit gesehen werden."

Die neue Saison beginnt mit dem Sao Paulo E-Prix am 6. Dezember. Zuvor stehen noch die Vorsaison-Testfahrten auf dem Plan, die vom 27. bis 31. Oktober auf dem Circuit Ricardo Tormo in Valencia angesetzt sind.

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