Kurzmeldungen

Audi verlässt DTM, voller Fokus auf Formel E

Timo Pape

Timo Pape

Audi verlässt Ende 2020 die DTM. Das gaben die Ingolstädter am Montagnachmittag überraschend bekannt. Um seinen Weg zu "bilanziell CO2-neutraler Premiummobilität" konsequent zu verfolgen, und auch vor dem Hintergrund der wirtschaftlichen Herausforderungen infolge der Corona-Pandemie, rückt Audi sein Motorsport-Programm in der Formel E sowie im Kundensport noch stärker in den Fokus. Der DTM droht nach dem Rückzug von Mercedes (2017), Aston Martin (2019) und Audi nun das endgültige Aus.

"Audi hat die DTM geprägt, und die DTM hat Audi geprägt. Das demonstriert, welche Power im Motorsport liegt - technologisch und emotional", sagt Markus Duesmann, Vorstandsvorsitzender der AUDI AG. "Mit dieser Energie werden wir unseren Wandel zum Anbieter sportlicher, nachhaltiger Elektromobilität vorantreiben. Wir fokussieren uns deshalb auch auf der Rennstrecke und fahren konsequent um den Vorsprung von morgen. Die Formel E bietet dafür eine sehr attraktive Plattform. Ergänzend prüfen wir für die Zukunft weitere progressive Motorsport-Formate."

Audi blickt auf eine erfolgreiche Vergangenheit in der DTM zurück - nur Mercedes war noch besser. Mit 23 Meistertiteln, darunter elf Fahrertiteln sowie 114 Siegen, 345 Podiumsplatzierungen, 106 Pole-Positions und 112 schnellsten Runden hat Audi die DTM von 1990 bis 1992 und ab 2000 geprägt. 2019 war durch den Gewinn aller drei Titel die bisher erfolgreichste DTM-Saison der Audi-Unternehmensgeschichte. Nun wollen die Bayern ihr Engagement auf einem Hoch beenden.

Was das für den elektrischen Motorsport bedeutet, ist noch nicht abzusehen. Audi wird seine Prioritäten in jedem Fall noch weiter auf die Formel E verlagern und dem Projekt möglicherweise auch zusätzliches Budget zuschieben. Gleichzeitig verlieren einige hochtalentierte Audi-Werksfahrer Ende des Jahres ihr DTM-Cockpit und könnten dadurch ihr Heil in der Formel E suchen und unter Umständen auch noch attraktiver für das Audi-Werksteam werden - Robin Frijns und Nico Müller beispielsweise. Ob sich Audi weitere elektrische Rennserien anschaut, etwa die neue Pure ETCR, ist nicht bekannt.

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