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Diriyya E-Prix (1/2): Alle Formel-E-Strafen im Überblick

Tobias Wirtz

Tobias Wirtz

Auch die Rennkommissare der Formel E sind nach der langen Saisonpause beim Auftaktwochenende in Saudi-Arabien wieder aktiv und dafür zuständig, über die Einhaltung der Regeln zu wachen. Im Falle eines Verstoßes gegen das Technische oder Sportliche Reglement müssen Michael Schwägerl (Chairman of the Panel), Achim Loth (International Steward) und Hasan Abdali (National Steward) das Strafmaß festlegen. In diesem Artikel findest du eine Auflistung aller Entscheidungen der Rennleitung im Rahmen des ersten Rennens beim Diriyya E-Prix 2021.

Strafen im Vorfeld des Diriyya E-Prix

  • Dragon Penske Autosport wurde zu einer Geldstrafe von 1.500 Euro verurteilt, da der Teammanager am Mittwoch nicht zum (virtuellen) Teammanager-Meeting erschienen war.
  • BMW ging hingegen straffrei aus. Der Teammanager der Münchner fehlte zwar auch, konnte aber nachweisen, dass eine zusammengebrochene Internetverbindung die Teilnahme verhinderte.

Strafen im Shakedown

  • Oliver Rowland nutzte auf seinen ersten Metern auf der Strecke zu viel Leistung: Die Bordelektronik übermittelte 114,23 kW an die FIA. Da beim Shakedown maximal 110 kW verwendet werden dürfen, zog dieses Vergehen eine Geldstrafe von 1.000 Euro nach sich.
  • Übertroffen wurde Rowland nur von seinem Teamkollegen Sebastien Buemi. Der Schweizer verwendete 114,48 kW, sodass auch in diesem Fall 1.000 Euro Geldstrafe verhängt wurden.

Strafen im Freien Training

  • Lucas di Grassi erhielt eine Verwarnung, da er im 1. Freien Training während der obligatorischen Full-Course-Yellow-Übung 55 km/h statt der erlaubten 50 km/h fuhr.
  • Nick Cassidy erhielt ebenfalls eine Verwarnung, da er 59 km/h während der Full-Course-Yellow-Übung fuhr.
  • Rene Rast erhielt eine Verwarnung, weil er 53 km/h während der Full-Course-Yellow-Übung fuhr.
  • Auch Edoardo Mortara wurde für eine Geschwindigkeitsüberschreitung (66 km/h) während der Full-Course-Yellow-Übung verwarnt.
  • Beim Dragon von Nico Müller wurde zu viel Energie rekuperiert, während die Batterie fast vollständig aufgeladen war. Dieser Verstoß gegen den "Battery Software Implementation Guide" wurde mit einer Geldstrafe von 1.000 Euro belegt.
  • Gleiches Vergehen auch bei seinem Teamkollegen Sergio Sette Camara: Weitere 1.000 Euro wandern von Dragon auf das Konto der FIA.
  • Auch bei Tom Blomqvist wurde gegen den "Battery Software Implementation Guide" verstoßen. Nio 333 erhielt daher ebenfalls eine Geldstrafe in Höhe von 1.000 Euro.

Strafen im und nach dem Qualifying

  • Die Rundenzeit von Nick Cassidy wurde gestrichen, da dieser in Qualifying-Gruppe 4 doppelt geschwenkte gelbe Flaggen ignorierte. Zusätzlich erhielt er einen Strafpunkt auf seine e-Lizenz.
  • Auch Nico Müller wurde bestraft, da er in derselben Situation nicht verlangsamte. Auch ihm wurde die Rundenzeit gestrichen, und er erhielt einen Strafpunkt.
  • Tom Blomqvist erhielt eine Strafe wegen desselben Vergehens - ebenfalls eine Streichung der Rundenzeit sowie ein Strafpunkt für den Nio-Piloten.
  • Robin Frijns erhielt von den Rennkommissaren die Erlaubnis, am Rennen teilzunehmen. Nach einem Unfall im 2. Freien Training konnte der Niederländer nicht zum Qualifying antreten und qualifizierte sich somit nicht für den E-Prix. Er muss das Rennen vom Ende des Feldes, also von Startplatz 24 in Angriff nehmen.

Strafen im und nach dem Rennen

  • Sergio Sette Camara erhielt eine Durchfahrtsstrafe, da die erlaubte Mindesttemperatur der Batteriekühlung an seinem Wagen unterschritten wurde. Diese ist vom Batteriehersteller vorgegeben.
  • Tom Blomqvist erhielt ebenfalls eine Durchfahrtsstrafe, da an seinem Nio - wie bereits im 1. Freien Training - bei fast voller Batterie zu viel Energie rekuperiert wurde.
  • Alex Lynn erhielt eine Strafversetzung um drei Positionen für das nächste Rennen sowie einen Strafpunkt, da er eine Kollision mit Sam Bird verursacht hatte. Die Rennkommissare entschieden anhand von Videoaufnahmen, dass Lynn unzulässigerweise zweimal die Richtung gewechselt habe (zuerst nach rechts, dann nach links) und darüber hinaus auf der Innenseite zu wenig Platz für Bird gelassen habe. Der Jaguar-Pilot wurde zwischen Lynn und der Mauer eingeklemmt, beide Fahrzeuge kollidierten und schieden in der Folge aus.

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