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Formel E: Nissan startet 2021 mit altem Motor

Tobias Wirtz

Tobias Wirtz

Nissan e.dams wird den Saisonauftakt zur siebten Formel-E-Saison noch nicht mit dem neuen Antrieb bestreiten. Der japanische Hersteller soll einem Bericht von 'The Race' zufolge stattdessen den zweiten von drei möglichen Slots zur Homologation nutzen und damit mutmaßlich erst beim Rom E-Prix am 10. April 2021 mit dem neuen Antriebsstrang an den Start gehen.

Hintergrund ist, dass der Hersteller sich so mehr Zeit zur Entwicklung und für die Testfahrten mit dem neuen Antrieb verschaffen kann. Das homologierte Paket aus Elektromotor, Inverter und Hinterradaufhängung muss anschließend bis zum Ende von Saison 8 eingesetzt werden.

"Wir sind im September auf die Strecke gegangen und haben Testfahrten durchgeführt, um weiter zu entwickeln", so Francois Sicard, Managing Director von Nissan e.dams. "Wir haben im Oktober weitere Tests durchgeführt. Wir haben entschieden, dass wir als Slot für den neuen Antrieb das erste europäische Rennen nehmen. Wir werden ihn also nicht zum Saisonstart einführen." Dies sei "der Versuch, von den Erkenntnissen vom Ende der letzten Saison zu profitieren."

Oliver Rowland hatte durch einen souveränen Sieg beim fünften von sechs Rennen des Saisonabschlusses in Berlin die Konkurrenzfähigkeit des Nissan-Motors unter Beweis gestellt - und das, obwohl die Japaner wegen des Doppelmotor-Verbotes vor Saisonbeginn einen völlig neuen Antrieb hatten entwickeln müssen.

Tommaso Volpe, globaler Motorsportdirektor von Nissan, sagt, dass dieser Erfolg ein Grund für die Entscheidung gewesen sei. "Wir hatten zu Beginn der Saison noch nicht genug Erfahrung", so Volpe. "Es war für uns eine Lernkurve. Aber wir haben, glaube ich, einen guten Job gemacht. In gewisser Weise gab uns die Unterbrechung der Meisterschaft die Möglichkeit, uns auf bestimmte Bereiche zu konzentrieren. Ich denke, die Rennen in Berlin haben gezeigt, wo Nissan e.dams wirklich steht."

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