Kurzmeldungen

Darum spielte für BMW die britische Hymne

Timo Pape

Timo Pape

Viele Zuschauer staunten nicht schlecht, als nach dem ersten BMW-Sieg beim Formel-E-Start in Saudi-Arabien die britische Hymne für das Team gespielt wurde. Gerechnet hatten die meisten mit der deutschen Nationalhymne für den bayrischen Hersteller. Auch die US-amerikanische Hymne für das Andretti-Team, das weiterhin die Einsätze an der Strecke durchführt, wäre nachvollziehbar gewesen. Aber die britische Hymne? Wir sind der Sache auf den Grund gegangen.

"Die Andretti Formula E Limited hat ihren Sitz in Großbritannien, dort ist auch die Werkstatt", erklärt ein BMW-Sprecher gegenüber 'e-Formel.de'. Auf unsere verwunderte Nachfrage, ob denn BMW gar nicht die Lizenz für den Formel-E-Einsatz halte, erhielten wir folgende Aussage: "Wir als BMW sind der Hersteller des Fahrzeugs, Andretti hat die Entry-Lizenz, um das Fahrzeug einzusetzen."

Heißt im Klartext: Das Andretti-Team hat seine Starterlizenz, die es schon seit der ersten Formel-E-Saison besitzt, nicht an BMW verkauft, sondern nur die Herstellerlizenz. Was das für das Machtgefüge im Team bedeutet, und wer schließlich das letzte Wort bei wichtigen Entscheidungen hat, können wir nicht abschätzen. Audi hatte vor seinem Werkseinstieg Ende 2017 seinerseits die Herstellerlizenz von ABT abgekauft - Gerüchten zufolge für einen satten Millionenbetrag.

Zusätzliche Berichterstattung durch Erich Hirsch

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