Kurzmeldungen

Hankook London E-Prix: Alle Formel-E-Strafen im Überblick

Tobias Wirtz

Tobias Wirtz

Wie bei jedem Formel-E-Event haben die Rennkommissare des Automobil-Weltverbandes FIA auch beim Saisonfinale 2023 die Aufgabe, auf die Einhaltung des Technischen und Sportlichen Reglements zu achten. Falls dabei ein Regelverstoß festgestellt werden sollte, obliegt es ihnen, Strafen festzulegen. In diesem Artikel findest du wie gewohnt eine Auflistung aller Entscheidungen der Rennkommissare.

Beim Hankook London E-Prix übernehmen Xavier Bone, Eric Cowcil und Michael Schwägerl diese Aufgabe. Unterstützt werden sie dabei erneut von Ex-Rennfahrer Paul Belmondo. Der 60-jährige Franzose war in seiner Karriere nach fünf Jahren in der Formel 3000 auch mehrere Jahre in der Formel 1 aktiv.

Strafen vor dem London E-Prix

  • Mitch Evans erhielt eine Strafversetzung um fünf Plätze für das Samstagsrennen, da er in Rom eine Kollision mit Nick Cassidy verursacht hatte. Außerdem bekam der Jaguar-Pilot einen Strafpunkt auf seine Rennlizenz (Strafpunkte-Übersicht für alle Formel-E-Fahrer).

Strafen zum Freien Training am Samstag

  • Jean-Eric Vergne nutzte seinen Joker, um nach dem 1. Freien Training einen beschädigten Vorderreifen ohne Strafe tauschen zu dürfen. Jeder Fahrer hat pro Saison jeweils einen Joker für Vorder- und Hinterreifen, sollte im Training ein Reifen beschädigt werden.

Strafen zum Qualifying am Samstag

  • Andre Lotterer erhielt eine Geldstrafe von 1.500 Euro, da er in der Gruppenphase des Qualifyings zweimal über die Ziellinie gefahren war, als die Session bereits beendet war. Beim ersten Mal fuhr er jedoch nur 0,8 Sekunden nach Ablauf der Zeit über die Linie. Zudem wurde zu dem Zeitpunkt weder die schwarz-weiß-karierte Flagge geschwenkt, noch informierte ihn sein Team darüber. Daher wurde kein Strafpunkt ausgesprochen.

Strafen zum Rennen am Samstag

  • Andre Lotterer erhielt eine Zeitstrafe von fünf Sekunden, da er eine Kollision mit Dan Ticktum verursacht hatte. Außerdem erhielt Lotterer einen Strafpunkt auf seine Rennlizenz.
  • Maximilian Günther erhielt eine Zeitstrafe von fünf Sekunden für das Verursachen einer Kollision mit Antonio Felix da Costa. Dies warf den Deutschen aus den Punkterängen, sodass er am Ende Platz 12 belegte. Auch der Maserati-Pilot erhielt einen Strafpunkt.
  • Eine weitere Zeitstrafe von fünf Sekunden erhielt Rene Rast für die Kollision mit Pascal Wehrlein. Auch der McLaren-Pilot fiel somit aus den Top 10 und belegte am Ende Platz 14. Rast bekam dazu noch einen Strafpunkt gutgeschrieben.
  • Auch Norman Nato erhielt eine Zeitstrafe von fünf Sekunden für das Verursachen einer Kollision mit Sebastien Buemi. Der Nissan-Pilot fiel somit vom vierten auf den achten Platz zurück. Auch Nato erhielt für die Aktion einen Strafpunkt.
  • Roberto Merhi bekam eine Zeitstrafe von zehn Sekunden für das Verursachen einer Kollision mit Jake Hughes, die an seiner Platzierung hingegen nichts änderte. Für die Kollision wurde er zudem mit zwei Strafpunkten belegt.
  • Robin Frijns erhielt eine Rückversetzungsstrafe um drei Positionen für die Startaufstellung des nächsten Rennens, da er einen Unfall mit Lucas di Grassi verursacht hatte. Auch bei Frijns wurde ein Strafpunkt auf der Rennlizenz notiert.
  • Antonio Felix da Costa erhielt eine Zeitstrafe von drei Minuten, da am rechten Vorderreifen seines Porsche der Mindestreifendruck ab der 33. Runde unterschritten wurde. Diese Strafe kostete ihn seinen zweiten Platz. Da der Verstoß aus der Sicht von Porsche durch ein Trümmerteil verursacht wurde, das einen Schnitt in der Lauffläche des Reifen hinterließ, kündigte Porsche an, Einspruch gegen diese Strafe einzulegen.
  • Sacha Fenestraz erhielt eine Verwarnung, weil er eine Kollision mit Sergio Sette Camara ausgelöst hatte. Die Rennkommissare hätten diese Strafe nach der Anhörung des Piloten für angemessen gehalten.
  • Nico Müller erhielt ebenfalls eine Verwarnung, weil er beim Bremsen verbotenerweise die Fahrlinie gewechselt hatte. Er hatte dabei keinen ausreichenden Platz für Mahindra-Pilot Roberto Merhi gelassen.
  • Sergio Sette Camara wurde nachträglich disqualifiziert. Der stellvertretende Technische Delegierte hatte das Team während der ersten Rennunterbrechung aufgefordert, den defekten Frontflügel auszutauschen, was eine Rückversetzung ans Ende des Feldes zur Folge gehabt hätte. Das Team kam dieser Aufforderung jedoch nicht nach. Der Brasilianer verlor somit den fünften Platz, Nio 333 eine Position in der Team-WM gegen Mahindra. Das Team kündigte an, Rechtsmittel gegen die Entscheidung einzulegen.

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