Kurzmeldungen

Le-Mans-Debüt von Wasserstoff-Prototyp "Mission H24" auf 2025 verschoben

Tobias Bluhm

Tobias Bluhm

Die Teilnahme des ersten Wasserstoff-Prototypen bei den 24 Stunden von Le Mans verzögert sich. Wie der Automobile Club de l'Ouest (ACO) am Freitag bestätigte, kann der Rennwagen von "Mission H24" durch Entwicklungsverzögerungen erst 2025 in das Hauptprogramm des Langstreckenklassikers aufgenommen werden.

Die "Mission H24" soll eine neue Fahrzeugklasse in der Langstrecken-WM vorbereiten, in der ausschließlich Prototypen mit Wasserstoff-Brennstoffzellen antreten. In diesem Jahr waren die ersten Renneinsätze mit Stephane Richelmi im Le-Mans-Cup vorgesehen. Bislang schaffte es das Fahrzeug jedoch bei keinem der ersten drei Saisonrennen in Barcelona, Le Castellet und Monza an den Start.

"Wie bei allen technologischen Innovationen ist auch diese Entwicklung keine leichte", erklärt ACO-Präsident Pierre Fillon die Verschiebung des Le-Mans-Debüts auf einer Pressekonferenz. Zuerst berichtete 'Motorsport-Total.com' über die Verlegung der Wasserstoff-Premiere.

"Wegen der Coronavirus-Pandemie kommt es zu Verzögerungen, gerade bei den Rohstoffen und Materialien", sagt Fillon, der mit Blick auf 2025 allerdings betont: "Unser Ziel ist es, eine eigene Kategorie für Wasserstoff-betriebene Fahrzeuge am Start zu haben."

Formel-E-Fahrer Vandoorne & Nato werden Stammfahrer

Das Mission-H24-Team, das trotz der Planänderung an diesem Wochenende einen Demolauf in Le Mans absolvieren will, wird die kommenden Monate zur Entwicklung des Antriebsstrangs nutzen. Unterstützung erhält der Renneinsatz nun auch offiziell von zwei Formel-E-Fahrern, die bereits in der Vergangenheit das Testprogramm begleiteten: Norman Nato (Venturi) und Stoffel Vandoorne (Mercedes). Die beiden werden die Mission H24 fortan als offizielle Stammfahrer unterstützen.

"Ich habe bereits Erfahrungen mit Hybrid-Systemen in der Formel 1 und mit Elektro-Antrieben in der Formel E gesammelt. Aber die Wasserstoff-Technologie ist bisher noch relativ wenig erforscht. Ich bin gespannt, was die Zukunft für uns bringen wird", freut sich Vandoorne.

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