Kurzmeldungen

London E-Prix: Alle Formel-E-Strafen vom Samstag im Überblick

Tobias Wirtz

Tobias Wirtz

Die Formel E kehrt nach Großbritannien zurück. Auch in der Stadt an der Themse haben die Rennkommissare wieder die Aufgabe zu prüfen, ob alle Teilnehmer das Technische und Sportliche Reglement einhalten. Sollte es zu einem Verstoß kommen, obliegt es ihnen, das Strafmaß festzulegen.

Beim London E-Prix übernehmen Eric Barrabino, Eric Cowcil und Michael Schwägerl diese Aufgabe. Unterstützt werden sie dabei von Ex-Rennfahrer Paul Belmondo. Der 59-jährige Franzose hat zwar nie ein Formel-E-Rennen bestritten, war in seiner Karriere aber nach fünf Jahren in der Formel 3000 auch mehrere Jahre in der Formel 1 aktiv. Er fuhr für die Teams March und Pacific Racing. 1993 war er zudem Benetton-Testfahrer.

Unten findest du wie gewohnt eine Auflistung aller Entscheidungen der Kommissare im Rahmen des ersten Rennens beim London E-Prix 2022.

Strafen im Freien Training

  • Edoardo Mortara erhielt eine Geldstrafe von 1.400 Euro, da er im 1. Freien Training zu schnell in der Boxengasse gefahren war. Statt mit den erlaubten 50 km/h wurde der Venturi-Pilot mit 64 km/h gemessen.
  • Dan Ticktum erhielt eine Verwarnung, da er nach seinem Unfall im 2. Freien Training aus dem Auto gestiegen war, ohne dafür die Erlaubnis von Rennleiter Scot Elkins erhalten zu haben. Ticktum entschuldigte sich und gab an, nur seinen Renningenieur um Erlaubnis gefragt zu haben und anschließend ausgestiegen zu sein.

Strafen im Qualifying

  • Alle Rundenzeiten von Lucas di Grassi wurden gestrichen, da der Brasilianer nach Ansicht der Rennkommissare zuerst Mitch Evans und danach Robin Frijns behindert hat. Der Venturi-Pilot erhielt zudem zwei Strafpunkte und muss vom Ende des Feldes aus ins Rennen gehen. Sonst hätte er als Gruppenvierter an den Duellen teilgenommen.
  • Porsche erhielt eine Geldstrafe von 5.000 Euro, von denen 3.500 Euro bis zum Saisonende auf Bewährung ausgesprochen wurden, weil das Team elektromagnetische Frequenzen im Bereich zwischen 5 und 6 GHz nutzte. Diese Frequenzen sind in der Formel E für die Verwendung durch die FIA reserviert. Im Falle einer weiteren Verwendung der Frequenzen drohten die Rennkommissare gar eine Disqualifikation an. Diese Strafe wurde nach dem Rennen zurückgenommen, da ein Bericht des Technischen Delegierten zeigte, dass es keinen Verstoß seitens Porsche gegeben habe.
  • Dragon Penske Autosport erhielt eine Geldstrafe von 5.000 Euro für das identische Vergehen. Auch das US-amerikanische Team musste 1.500 Euro sofort zahlen, der Rest würde erst bei einem erneuten Verstoß bis zum Ende der laufenden Saison fällig.

Strafen im und nach dem Rennen

  • Sebastien Buemi bekam für das Verursachen einer Kollision mit Jean-Eric Vergne eine Zeitstrafe von fünf Sekunden, die ihn am Ende auf Position 11 hinter Pascal Wehrlein zurückwarf. Zusätzlich wurde dem Nissan-Fahrer ein Strafpunkt auf seine Rennlizenz erteilt.
  • Antonio Giovinazzi erhielt eine Zeitstrafe von fünf Sekunden für das Verursachen einer Kollision mit Robin Frijns. Da er ausschied, blieb diese Strafe ohne Folge. Außerdem bekam der Italiener einen Strafpunkt auf seine Rennlizenz.
  • Robin Frijns erhielt eine Zeitstrafe von fünf Sekunden, da der Niederländer einen Spurwechsel beim Bremsen durchgeführt und somit Andre Lotterer unfair geblockt hatte. Auch hier vergaben die Rennkommissare einen Strafpunkt.
  • Auch Lucas di Grassi erhielt eine Zeitstrafe von fünf Sekunden für das Verursachen einer weiteren Kollision mit Robin Frijns. Da er vor Sebastien Buemi ins Ziel kam, der ebenfalls bestraft wurde, verlor er keine Position. Außerdem bekam di Grassi einen weiteren Strafpunkt auf seine Rennlizenz. Der Brasilianer liegt damit nun schon bei neun Zählern. Bei zwölf Punkten würde er eine Rennsperre erhalten.
  • Die nächste Zeitstrafe von fünf Sekunden ging an Jean-Eric Vergne für das Verursachen einer Kollision mit Alexander Sims. Der Franzose fiel somit nachträglich wieder hinter Sims zurück. Auch hier wurde ein Strafpunkt ausgesprochen, es war allerdings Vergnes erster.
  • Edoardo Mortara erhielt nachträglich eine Zeitstrafe von zehn Sekunden, da in der Boxengasse an seinem Fahrzeug gearbeitet wurde, während der Wagen noch im fahrbereiten Zustand war. Aus Sicherheitsgründen muss dieser Modus immer zuerst ausgeschaltet werden, bevor Mechaniker:innen das Auto anfassen dürfen.
  • Nyck de Vries erhielt nachträglich eine Zeitstrafe von fünf Sekunden, da er in der vorletzten Runde des Rennens mehrfach die Linie gewechselt hatte, um sich gegen Nick Cassidy zu verteidigen. Dies warf den Niederländer vom dritten auf den sechsten Platz zurück. Cassidy erbte somit die Podestplatzierung. Außerdem erhielt de Vries einen Strafpunkt auf seine Rennlizenz.

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