Kurzmeldungen

Seoul E-Prix: Alle Formel-E-Strafen vom Sonntag im Überblick

Tobias Wirtz

Tobias Wirtz

Ein letztes Mal in dieser Formel-E-Saison müssen die FIA-Rennkommissare die Einhaltung des Technischen und Sportlichen Reglements überwachen. Bei einem Regelverstoß ist es ihre Aufgabe, das Strafmaß festzulegen.

Auch beim zweiten Rennen des Seoul E-Prix übernehmen Achim Loth, Michael Schwägerl und Sung-Kuk Jang diese Aufgabe. Unterstützt werden sie dabei wie am Vortag von Ex-Rennfahrer Paul Belmondo. Unten findest du wie gewohnt eine Auflistung aller Entscheidungen der Kommissare am Sonntag.

Strafen vor dem Renntag

  • Alexander Sims erhielt eine Rückversetzung um 60 Startpositionen, da an seinem Mahindra der Elektromotor, das Getriebe und der Inverter getauscht wurden. Sims muss daher vom Ende des Feldes starten und zusätzlich eine 10-Sekunden-Stop-and-Go-Strafe antreten, weil er keine 60 Positionen zurück kann. Am Ende der ersten Runde muss er folglich an die Box fahren und dort für zehn Sekunden anhalten.

Strafen im Freien Training

  • Nio 333 erhielt eine Geldstrafe von 500 Euro, da ein Mechaniker des Teams das gelbe Armband nicht - wie vorgeschrieben - gut sichtbar am Oberarm trug, als er am Fahrzeug arbeitete.

Strafen im Qualifying

  • Zwei Rundenzeiten von Sergio Sette Camara im Qualifying wurden gestrichen, da der Brasilianer auf seiner ersten gezeiteten Runde mehr als die maximal erlaubten 220 kW Energie aus der Batterie abgerufen hatte. Da er im späteren Verlauf des Qualifyings ohne Leistungsüberschreitung eine noch schnellere Runde fuhr, blieb dies jedoch ohne Auswirkungen auf die Startaufstellung.
  • Andre Lotterer erhielt eine Verwarnung, da er in der Gruppenphase zu früh aus der Box losgefahren war. Die Fahrer müssen in ihren Boxen bleiben, bis die Ampel am Ende der Boxengasse auf Grün schaltet.
  • Mercedes erhielt eine Geldstrafe in Höhe von 5.000 Euro, da im Fahrzeugpass von Stoffel Vandoornes Wagen die falsche Nummer eines von einem Drittunternehmen gelieferten Teils aufgeführt wurde. Um welches Teil und welches Drittunternehmen es sich handelte, geht aus der Entscheidung der Rennkommissare nicht hervor.

Strafen im Rennen

  • Andre Lotterer erhielt eine Durchfahrtsstrafe, da er sich in der Startaufstellung nicht an das vorgeschriebene Prozedere gehalten hatte. Der Porsche-Fahrer hatte sich zuerst auf der falschen Fahrbahnseite eingeordnet und anschließend nicht korrekt in seiner Startbox geparkt. Da er in der ersten Runde bereits ausschied, blieb die Strafe ohne Auswirkungen. Außerdem erhielt Lotterer einen Strafpunkt auf seine Rennlizenz.
  • Nyck de Vries erhielt eine Zeitstrafe von fünf Sekunden für das Verursachen einer Kollision mit Pascal Wehrlein. Da de Vries infolge der Kollision ausschied, blieb auch diese Strafe ohne Konsequenz. Dem Niederländer wurden zwei Strafpunkte auf seine Rennlizenz erteilt.
  • Auch Jake Dennis wurde eine 5-Sekunden-Zeitstrafe aufgebrummt, da er eine Kollision mit Antonio Felix da Costa verursacht hatte. Diese warf ihn vom zweiten auf den dritten Platz zurück. Dennis erhielt im Gegensatz zu de Vries jedoch nur einen Strafpunkt.
  • Eine weitere Zeitstrafe von fünf Sekunden wurde gegen Sergio Sette Camara ausgesprochen. Der Dragon-Pilot hatte im Zweikampf mit Norman Nato die Linie mehr als einmal gewechselt. Durch die Strafe fiel er von Platz 11 auf Rang 13 zurück. Der Brasilianer erhielt ebenfalls zwei Strafpunkte für diese Aktion.
  • Und noch eine nachträgliche 5-Sekunden-Strafe: Oliver Turvey hatte eine Kollision mit Sacha Fenestraz verursacht und fiel daher von Platz 13 auf Position 15 zurück. Der Nio-Pilot erhielt zudem einen Strafpunkt.
  • Pascal Wehrlein erhielt eine Geldstrafe von 2.500 Euro, da er seinen am Streckenrand abgestellten Wagen verlassen hatte, ohne dafür die Erlaubnis der Rennleitung zu haben.
  • Eine weitere Geldstrafe in Höhe von 1.000 Euro wurde gegen Pascal Wehrlein ausgesprochen, weil er nach dem Verlassen des Fahrzeugs das Lenkrad nicht wieder aufgesteckt hatte. Dies ist in einem solchen Fall vorgeschrieben.

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