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Toto Wolff über Mercedes-Ausstieg: "Formel E nicht groß genug"

Tobias Bluhm

Tobias Bluhm

Im Sommer 2022 beendete Mercedes sein Werksprojekt in der Formel E. Die "Silberpfeile" stellten sich damit in eine Reihe mit BMW und Audi, die bereits ein Jahr zuvor den sprichwörtlichen Stecker gezogen hatten. Mercedes-Motorsportchef Toto Wolff erklärt nun: Eine Ursache für den Rückzug seien die nicht zufriedenstellenden TV-Einschaltquoten gewesen.

Im Interview mit dem polnischen Motorsportmedium 'Swiat Wyscigow' holt der Motorsportfunktionär aus: "Ich glaube, die Formel 1 ist inzwischen so groß, dass sie alles andere übertrumpft. Wir waren auch in der DTM sehr zufrieden und erfolgreich, allerdings musste man 40 oder 50 Millionen Euro investieren, um erfolgreich zu sein. Und für dieses Investment bekamen wir relativ wenig zurück."

"Dasselbe gilt für die Formel E, in der die Zuschauerzahlen einfach nicht gut genug waren. Wir haben uns deswegen entschieden, dass wir uns vollkommen auf die Formel 1 fokussieren und alle Ressourcen in dieses Projekt stecken, statt uns von anderen Dingen ablenken zu lassen", so Wolff.

Im Jahr 2022 erreichte die Formel E international kumuliert 381 Millionen TV-Zuschauer:innen - mutmaßlich erneut weitaus weniger als die Formel 1 (2021: 1,55 Milliarden TV-Zuschauer:innen). Der am häufigsten in Deutschland geschaute E-Prix war im vergangenen Jahr das Sonntagsrennen in Rom, das 1,25 Mio. Fans bei ProSieben verfolgten.

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