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Wolff: Mercedes "wenn dann als Kundenteam"

Timo Pape

Timo Pape

Der deutsche Hersteller Mercedes muss sich bekanntlich bis Oktober entscheiden, ob er zur fünften Saison (ab Ende 2018) in die Formel E einsteigt. Ebenfalls wissen wir, dass die Stuttgarter die Einschreibungsfrist für eine Herstellerlizenz in Saison fünf haben verstreichen lassen. Mit eigenem Antrieb kann Mercedes also frühstens ab Saison sechs antreten. Nichtsdestotrotz ist ein potenzieller Einstieg nächstes Jahr nach wie vor ein Thema. Schließlich hatte sich Mercedes im vergangenen Herbst die Option auf einen zusätzlichen Teamslot gesichert.

"Wenn wir uns entscheiden, in die Formel E einzusteigen, werden wir ein Kundenteam sein", sagte Mercedes-Motorsportchef Toto Wolff im Rahmen der FIA-Sportkonferenz gegenüber 'Motorsport-Total.com'. "Die Regeln sind nun einmal, wie sie sind. Es gibt keine andere Lösung." Mercedes könnte demnach also seinen reservierten Slot wahrnehmen und ein eigenes Team stellen, müsste jedoch für mindestens eine Saison Kundenmotoren von der Konkurrenz beziehen. Am realistischsten erscheint derzeit eine Kundenbeziehung zu Venturi mit Technologiepartner ZF, die in diesem Jahr allerdings nicht zu den Spitzenteams der Formel E zählen.

Nach wie vor hat Mercedes keine endgültige Entscheidung bezüglich Serieneinstieg getroffen: "Im Moment erkunden wir die Formel E noch und versuchen, uns eine fundierte Meinung zu bilden", erklärt Wolff. "Es ist etwas komplett anderes, aber sie haben großartige Arbeit geleistet, die Serie innerhalb weniger Jahre zu etablieren." Wir sind gespannt, wie sich Mercedes in den kommenden drei Monaten entscheidet. Sollten Wolff und Co. ihre Reservierung ebenfalls verstreichen lassen, würde aller Voraussicht nach ein anderer Hersteller den Slot übernehmen. Dann dürfte es für Mercedes in Zukunft schwierig (oder teuer) werden, doch noch in die Formel E zu kommen.

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