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Agag strebt künftig nach stabilerem Formel-E-Kalender

Formel-E-Fans können auf einen stabileren Rennkalender ab Saison vier hoffen. Das legen Aussagen von Geschäftsführer Alejandro Agag nahe, die er im Rahmen des Las Vegas eRace in einem Facebook-Livestream tätigte. Der Spanier geht damit die enorm langen Leerlaufzeiten an - aktuell fast 100 Tage ohne Rennen -, die wir kürzlich in einem Kommentar als "größte Schwäche der Formel E" abgehandelt haben. Er will mit der Elektroserie in Zukunft mehr Länder bereisen, darunter China, Brasilien und Australien sowie den Nahen Osten.

"Wichtig ist vor allem, dass der Kalender stabilisiert wird", sagt Agag mit Bestimmtheit. "Wir sind noch eine junge Rennserie, da gibt es gewisse Variablen, die wir managen müssen. Es ist ein Stück weit normal, dass es im Rennkalender noch Verschiebungen gibt. Aber allmählich stabilisieren wir uns immer mehr."

"Wir wollen den Horizont der Formel E erweitern, um eine noch globalere und stabilere Meisterschaft zu schaffen", führt Agag weiter aus und erkennt eine wichtige Voraussetzung: "Wir brauchen unbedingt Langzeit-Deals mit den Städten. Dabei haben wir glücklicherweise die vollste Unterstützung der FIA."

Dem 46-Jährigen geht es allerdings nicht nur darum, die Löcher im Kalender zu stopfen: "Natürlich wünschen wir uns noch viel mehr Austragungsstätten für unsere Rennen", antwortet Agag auf die Frage eines Fans. "Beispielsweise steht derzeit ein weiteres Rennen in China auf der Warteliste. Wir haben mit dem Hong Kong ePrix zwar bereits eines auf chinesischem Territorium, aber wir würden gern zusätzlich nach Peking zurückkehren, wo wir schon im ersten Jahr waren."

Mit einem zweiten ePrix in China ist Agag aber noch nicht zufrieden: "Uns würde auch ein Rennen in Australien gefallen, sodass wir mindestens eines auf jedem der fünf Kontinente haben. Wir sind bereits im Gespräch mit ein paar Städten. Aber das ist noch nicht alles: Wir streben Rennen im Nahen Osten, den USA und Brasilien an." Erst im November hatte Agag eine mögliche Location in Chicago unter die Lupe genommen. Zu einem möglichen Rennen in Japan äußert sich der ehemalige EU-Parlamentsabgeordnete nicht.

"Natürlich wollen wir in so vielen Städten wie möglich fahren, aber diese Orte sind in der engeren Auswahl", resümiert Agag. "Wir haben eine Art Wunschliste, aber den endgültigen Kalender stellt natürlich die FIA zusammen." Hoffen wir mal, dass die FIA die Dringlichkeit eines stabileren Rennkalenders ebenso erkannt hat wie Alejandro Agag.

von Tobias Bluhm 

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