Felix-da-Costa-Sunglasses-Techeetah

Antonio Felix da Costa: "Keine Angst" vor Teamkollegen-Duell mit Vergne

Der Wechsel des bisherigen BMW-Piloten Antonio Felix da Costa zu DS Techeetah ist der wohl prominenteste Transfer der Formel-E-Sommerpause 2019. Immerhin wechselt der Portugiese nicht nur an die Seite eines zweifachen Champions in der Elektroserie, sondern auch zum amtierenden Meisterteam. Vor dem Duell mit seinem neuen Stallkollegen Jean-Eric Vergne fürchtet sich Felix da Costa jedoch nicht.

"Viele haben mich gefragt, ob ich Angst habe. Aber ich habe keine Angst - ich finde, dass dieser Wechsel eine gute Sache für mich ist", erläutert der 28-Jährige bei 'Autosport'. "Er ist Franzose und fährt für einen französischen Hersteller, der gerade mit ihm die Meisterschaft gewonnen hat. Ich komme gewissermaßen also direkt in sein Zuhause - in sein Wohnzimmer."

Felix da Costa fuhr seit 2016 für das US-amerikanische Andretti-Team, das vor der Saison 2018/19 schließlich ins Werksteam von BMW überging. Nach seinem Sieg beim Auftaktrennen in Diriyya erreichte er in der abgelaufenen Saison noch zweimal das Podium. Felix da Costa beendete das Jahr mit 99 Punkten hinter Mitch Evans (Jaguar) und Robin Frijns (Virgin) auf Gesamtplatz 6 - Vergne wurde mit 136 Zählern Meister.

Seinen Abgang von BMW begründet Felix da Costa mit dem "Wunsch, aus (meiner) Komfortzone herauszukommen und neue Ziele zu verfolgen." Er erklärt: "Es ist nicht so, als hätte ich das Team unbedingt verlassen wollen. Aber ich bin in meiner Karriere nun an einem Punkt, an dem ich nicht mehr superjung bin. Ich bin zwar nicht alt, aber auch nicht der Jüngste. Und wenn es einen Zeitpunkt gibt, um etwas Großes zu verändern und ein neues Projekt zu suchen, bei dem ich mehr Möglichkeiten zum Gewinnen habe, dann ist das jetzt. Ich will diesen Wechsel nicht mit 30 vollziehen und auch nicht, wenn ich fast 40 bin. Ich bin gerade 28 geworden und glaube, dass jetzt die ideale Zeit ist, um ein kleines Risiko einzugehen."

Jean-Eric Vergne und Antonio Felix da Costa starten in gut einer Woche gemeinsam in die offiziellen Vorsaison-Testfahrten der Formel E in Valencia. Dann wird sich erstmals zeigen, wer von beiden der Schnellere auf eine Runde ist. Anschließend steht für die neuen Techeetah-Teamkollegen am 22./23. November in Saudi-Arabien der Auftakt in die Formel-E-Saison 2019/20 an. Andre Lotterer, der bisherige Teamkollege von Vergne, startet dort für das neue Team von Porsche - neben Mercedes einer von zwei neuen Rennställen in der Formel E.

Foto: DS Techeetah

von Tobias Bluhm  

Zurück

Einen Kommentar schreiben

NEUESTE NACHRICHTEN

Daniel-Abt-Helmet

Nach E-Sports-Eklat: Audi suspendiert Formel-E-Fahrer Daniel Abt

Das deutsche Formel-E-Team Audi Sport ABT Schaeffler hat seinen Stammfahrer Daniel Abt mit sofortiger Wirkung suspendiert. Das gab der Hersteller aus Ingolstadt am Dienstagmittag in einer Erklärung bekannt. Abt, der ...
von Timo Pape
Scuderia-E-Formula-E-Concept-Livery-Red

Scuderia-E: Pizzuto spricht mit 3 Formel-E-Teams & will 50 Mio. Euro für 3 Jahre sammeln

Ende April machte der Name Scuderia-E erstmals Schlagzeilen im Umfeld der Formel E. Der italienische Unternehmer Gianfranco Pizzuto verkündete, gemeinsam mit der türkischen Firma Imecar Elektronik im Jahr 2022 in ...
von Timo Pape
James-Calado-Santiago-E-Prix-jaguar

Vor Beginn der letzten Brexit-Verhandlungsrunde: Formel E fürchtet "No Deal"

Wenige Wochen vor der letzten geplanten Brexit-Verhandlungsrunde gibt es noch immer keine Aussicht auf ein gemeinsames Handelsabkommen zwischen Großbritannien und der Europäischen Union. Die Briten traten Ende Januar aus der ...
von Tobias Bluhm
Daniel-Abt-Chile-Audi-Formula-E

Race-at-Home-Schwindel: Disqualifikation & deftige Geldstrafe für Daniel Abt

Audi-Pilot Daniel Abt wurde nach dem fünften Formel-E-Lauf der E-Sports-Serie "Race at Home Challenge" für ein bemerkenswertes Vergehen bestraft. Weil der Deutsche das virtuelle Rennen in Berlin-Tempelhof nicht selbst bestritt, sondern einen Simracer ...
von Tobias Bluhm