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Buemi beendet Sieglos-Serie, BMW gesteht Stallorder: Die Podiums-Stimmen zum Formel-E-Samstag

Der Knoten ist geplatzt: In einem überaus ereignisreichen Samstagsrennen beim New York E-Prix 2019 hat Formel-E-Fahrer Sebastien Buemi seine über zwei Jahre andauernde Sieglos-Serie beenden können. Der Schweizer, der sich in dieser Saison schon mehrmals auf dem Podium feiern lassen konnte, siegte nach 36 Runden im Red-Hook-Hafen von Brooklyn vor Mitch Evans (Jaguar) und Antonio Felix da Costa (BMW).

"Es ist viel zu lange her. Das ist ein sehr emotionaler Moment für mich. Ich bin einfach überglücklich", freut sich der Schweizer nach dem Rennen. Für Buemi ist die Siegertrophäe von New York die erste seit seinem Sieg beim Berlin E-Prix 2017, als er vor Felix Rosenqvist im Mahindra gewann. Obwohl Buemi in der Zwischenzeit sieben Mal auf dem Podium und immer wieder knapp vor Rennsiegen stand, war der Berlin-Triumph sein bislang letzter in der Formel E. Nun, 762 Tage und 25 Rennen später, schaffte der Schweizer endlich den Sprung zurück auf das oberste Treppchen.

"Dieser Sieg ist für unseren Teamchef, der eine wirklich schwere Zeit hinter sich hat. Das ist für dich, Jean-Paul", fügt Buemi an. Jean-Paul Driot ist der Besitzer und Chef des e.dams-Teams, das hinter der Nissan-Operation an der Rennstrecke steht. Der Franzose hatte sich infolge einer schweren Krankheit in den vergangenen Monaten größtenteils aus der Öffentlichkeit zurückgezogen, ehe er beim letzten Rennen in Bern erstmals ins Fahrerlager der Formel E zurückkehrte.

Evans: "Das Podium war unerwartet"

Auch bei Jaguar Racing war die Freude nach dem New-York-Rennen groß. "Es fühlt sich richtig gut an", erklärt der Zweitplatzierte Mitch Evans strahlend nach dem Rennen. "Nachdem wir uns nur auf Platz 13 qualifiziert hatten, hätte ich nicht gedacht, derartig durch das Feld zu pflügen. Umso unerwarteter war es, dass ich es in der Schlussphase noch aufs Podium geschafft habe."

Der Neuseeländer weiter: "Sicherlich habe ich mir heute nicht viele Freunde gemacht. Aber in der Formel E muss man einfach alles geben. Schade ist es natürlich auch um Alex (Lynn), der dieses Podium ebenso verdient hätte." Der Teamkollege von Evans war, nachdem er als Zweiter rundenlang den Anschluss zu Buemi halten konnte, mit einem technischen Problem kurz nach der Rennhalbzeit ausgefallen. Den ersten Anzeichen nach ist sein Ausfallgrund auf eine Sensormeldung zurückzuführen, die das Auto infolge von offenbar zu hohen Kühlflüssigkeitstemperaturen abschaltete.

Felix da Costa dank Teamorder auf dem Podium

Hinter Evans komplettierte BMW-Fahrer Antonio Felix da Costa das Podium. Der Portugiese zog erst kurz vor Rennende an seinem Teampartner Alexander Sims vorbei, der den E-Prix auf Platz 4 beendete. "Er hat mir sehr geholfen, dafür muss ich ihm wirklich danken", erklärt Felix da Costa nach dem E-Prix und gesteht dabei - wie schon in Monaco - eine Teamorder ein. "Er hätte dieses Podium verdient, aber all diese Punkte sind gut für die Meisterschaft. Danke an das Team für die Hilfe."

Auch abgesehen vom Platztausch der BMW-Fahrer ist der 27-Jährige zufrieden mit seinem Rennsamstag: "Wir sind clever gefahren. Zu Beginn habe ich gut Energie sparen können, die mir dann am Ende geholfen hat. Es ist wirklich schön, BMW Andretti bei unserem 'zweiten Heimspiel' ein Podium bescheren zu können."

Sebastien Buemi hält sich dank seines Sieges weiterhin im Spiel um den Titel der Formel E. Dennoch braucht der Schweizer im Sonntagsrennen ein kleines Wunder: Selbst wenn Vergne keine Punkte erzielen sollte, würden Buemi ausschließlich ein Sieg und eine Pole-Position, die exakte Wiederholung seines Samstags-Ergebnisses also, zur Meisterschaft verhelfen. Vergne reicht hingegen ein achter Platz (oder Platz 7 plus Extra-Punkt) zur Meisterschaft. Der Sonntags-Lauf des New York E-Prix beginnt am 14. Juli um 22 Uhr deutscher Zeit. Das Rennen kannst du bei Eurosport, zdf.de oder in unserem Live-Ticker verfolgen.

Foto: Shivraj Gohil / Spacesuit Media

Die Höhepunkte der Formel E in New York (Samstag)

von Tobias Bluhm 

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Kommentar von EffEll |

Als Abt außen ansetzt war mir klar, dass das ein Fehler war. Vom hero to zero innerhalb weniger Sekunden. Das hätte er aufgrund seiner Erfahrung eigentlich besser wissen müssen. Mit 3% mehr Akkukapazität und ein wenig mehr Geduld hätte er sich selbst und Audi wesentlich höher belohnt.
Auch Vergne gehen die Nerven durch.
Ansonsten muss man sich langsam an das Streckenlayout machen. Für Gen1 Cars waren die verwinkelten, engen Strecken perfekt. Aber mit der Leistung und den Geschwindigkeiten der neuen Generation ist es einfach zu eng. Auch sind die Kameras dadurch viel zu nah am Geschehen. Die Autos fliegen so schnell vorbei, man kann dem Rennen kaum mehr folgen. Auch kam es mir so vor, als hätten alle Fahrer das Rennen zu verhalten angegangen, was den Energieverbrauch angeht. Nach dem kurzen Safetycar schien Energie im Überfluss da zu sein.

Kommentar von H.-W.E... |

Dem Kommentar von EffEll kann ich uneingeschränkt beipflichten!

Das der Tittel erst im letzten Rennen vergeben wird macht's heute noch mal zusätzlich Spannend.
Hoffentlich mal ohne Safetycar.....

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