Buemi-di-Grassi-Formula-E-Monaco-Finish

Buemi & di Grassi fordern lange Monaco-Variante für Formel E

Am vergangenen Wochenende fuhr die Formel E zum zweiten Mal in den Straßen von Monaco. Allerdings nicht auf der berühmten Grand-Prix-Strecke (3,3 Kilometer) ums Kasino herum, sondern auf einer 1,765 Kilometer kurzen Hafenvariante. Hintergrund: Die Formel E plädiert stets für kurze Strecken, weil die Rennen mit rund 50 Minuten eher kurz sind, und die Autos auf diese Weise häufiger an den Tribünen vorbeifahren. Nach dem Monaco ePrix 2017 fordern die beiden Topfahrer der Elektroserie nun allerdings, dass die Formel E künftig den ganzen Kurs von Monte Carlo unter die Räder nehmen sollte.

"Es wäre sehr wichtig, dass wir die Formel-1-Strecke nutzen, denn das würde die Entwicklung der Technologie abermals unterstreichen", sagt Sebastien Buemi, der bisher beide Monaco ePrix gewonnen hat, gegenüber 'Motorsport.com'. "Ich denke, das wäre für die gesamte Meisterschaft, die Technologie und die Fahrer eine großartige Sache. So gäbe es ein echtes Ziel, wenn wir wiederkommen und dann auf der großen Variante fahren."

Buemis Meisterschaftsrivale Lucas di Grassi sieht es ähnlich. Für ihn passe der Grand-Prix-Kurs sogar noch besser zur Formel E als zur "Königsklasse": "Für die Formel 1 ist er sehr kurz und eng, für uns hingegen wäre der Kurs perfekt. Es gibt eine lange Gerade zum Gleiten und Rekuperieren, und die Strecke ist für uns breit genug zum Überholen. Die Chancen auf ein cooles Rennen stehen in der Formel E besser als in der Formel 1."

Bis sich der Veranstalter die Frage stellen muss, auf welcher Kursvariante gefahren werden soll, ist es allerdings noch eine Weile hin. Denn wie gehabt fährt die Formel E nur alle zwei Jahre im Fürstentum. Grund ist ein Traditionsevent mit historischen Rennwagen, das nur in Jahren mit gerader Zahl stattfindet. Nach 2015 und 2017 wäre Monaco also erst wieder 2019 am Zug. Dann - in Saison fünf - wird die Formel E mit neuer Batterie (54 kWh) und mehr Power (250 kW) unterwegs sein - vielleicht ja genug, um die 3,3 Kilometer Grand-Prix-Kurs in Angriff zu nehmen...

von Timo Pape 

Zurück

Einen Kommentar schreiben

NEUESTE NACHRICHTEN

Jean-Todt-Grid-Monaco-Formula-E

Jean Todt sauer über Termin-Überschneidungen mit WEC, Änderungen noch möglich

Am Freitag stellte die Formel E ihren provisorischen Rennkalender für die kommende Saison 2019/20 vor. Viel Freude kam dabei allgemein nicht auf. Der Schweizer E-Prix musste nach unseren Informationen sehr kurzfristig gestrichen ...
von Timo Pape
voestalpine-Formel-E-Auto-im-Werk

Elektroband & Leichtbau: Wie voestalpine die E-Mobilität weiterentwickelt

Anzeige | Bis zu 14 Millionen Elektroautos könnten bis 2025 auf den Straßen unterwegs sein, Das prophezeit die Handelsblatt-Studie "Die Rolle von Stahl in der Elektromobilität" im Auftrag von voestalpine. Mit ...
von Timo Pape
Gary-Paffett-HWA-Garage

Neue Formel-E-Regeln für Saison 6: Mehr Attack-Mode-Power & Punkte für Bestzeit in Quali-Gruppen

Mit dem Start in die Formel-E-Saison 2019/20 ändert sich jede Menge in der Formel E. Im Rahmen eines Treffens des FIA-Welt-Motorsport-Rates (WMSC) am Freitag in Paris wurde, neben dem neuen Rennkalender, auch ...
von Tobias Bluhm
Formula-E-Cars-Berlin

Schweiz-Rennen raus! Formel E veröffentlicht provisorischen Rennkalender für Saison 6

Die Formel E hat den Rennkalender für die Saison 2019/20 veröffentlicht. Die Termine - wenngleich noch nicht alle feststehen - wurden am Freitag bei einer Sitzung des FIA-Welt-Motorsport-Rates (WMSC) in Paris beschlossen. ...
von Tobias Wirtz