Daniel-Abt-Berlin-Podium

Daniel Abt entscheidet sich gegen Formel-E-Cockpit & wird Sat.1-Experte: "Hätte 2021 fahren können"

Daniel Abt wird in der kommenden Saison nicht mehr in der Formel E starten. In einem Video auf seinem YouTube-Kanal gab er am Sonntagmittag bekannt, dass er sich gegen ein konkretes Angebot für die Saison 2021 entschieden hat und stattdessen zu Sat.1 wechselt. Beim Privatsender, der die Formel E ab Januar in Deutschland übertragen wird, tritt Abt als Experte und Co-Kommentator an.

"Ich werde im nächsten Jahr nicht im Rennauto sitzen - zumindest nicht in einer offiziellen Rennserie", erklärt der 27-Jährige im Video (siehe unten). "Ich habe zwar ein Angebot von einem Team gehabt, in Saison 7 in der Formel E zu starten, aber ich habe mich persönlich dagegen entschieden."

"Nach Berlin hatte mir Nio auch ein Angebot gemacht für die kommende Saison", erklärt Abt bei den Kollegen vom 'Motorsport-Magazin'. "Das war konkret, und ich hätte 2021 fahren können. Aber in der Form war das für mich nicht interessant, muss ich ehrlich sagen. Aus finanzieller Sicht war es nicht lukrativ, und da spielten noch ein paar andere Dinge rein, über die ich nicht sprechen möchte." Mit der zuletzt überschaubaren Konkurrenzfähigkeit des Nio-Fahrzeugs habe die Entscheidung jedoch nichts zu tun gehabt.

Allerdings sei Nio nicht Abts einzige Option gewesen. "Ich war noch mit einem anderen Team in Gesprächen und hatte den Eindruck, dass die Chancen gut für mich stehen. Das Feedback war positiv und darauf hätte ich auch Lust gehabt. Dann ist das Thema aber irgendwie im Sande verlaufen, und das Team hat einen anderen Fahrer geholt." Um welchen Rennstall es sich dabei handelte, lässt Abt offen.

Abt: "Das soll jetzt kein Abschied vom Motorsport sein"

Stattdessen ist der Kemptener aktuell bei den Vorsaison-Testfahrten in Valencia, um sich mit Sat.1 auf die kommende Saison 2021 einzuschießen. "Ich habe mich für eine andere Aufgabe entschieden, von der ich glaube, dass ich da sehr viel Spaß mit haben werde", erklärt er. "Ich werde trotzdem auch in Saison 7 in der Formel E mit dabei sein, aber nicht als Fahrer, sondern für Sat.1, die ab dieser Saison die Rennen übertragen werden. Da werde ich als Experte und Co-Kommentator am Start sein."

"Für mich ist es eine sehr schöne Aufgabe, ich freue mich enorm darauf, denn ich habe mich ja ohnehin schon immer sehr wohlgefühlt mit Medien", so Abt weiter. "Ich glaube, dass ich mit dem, was ich über die letzten sechs Jahre dort gesehen und erlebt habe, (...) hoffentlich auch euch einen Mehrwert bieten kann im TV, um die Formel E noch ansehbarer und cooler zu machen. Ich glaube, das wird sehr geil. Das soll jetzt kein Abschied vom Motorsport sein und kein 'Ich werde nie wieder Rennen fahren', aber für mich fühlt sich das jetzt gerade wie der richtige Weg an."

Parallel hat Abt noch eine weitere neue Rolle für sich entdeckt: Ab sofort repräsentiert er die Seat-Sportmarke Cupra in Deutschland. "Es hat sich noch was aufgetan, denn ich bin ja nicht mehr bei Audi, wie ihr wisst, aber im gleichen Atemzug kam ein anderer Hersteller auf mich zu, nämlich Cupra Deutschland. Ich bin jetzt für die als Markenbotschafter im Einsatz. Wir haben sehr, sehr viele coole Projekte miteinander geplant."

Abts neuer Karriereabschnitt im deutschen TV beginnt am 16. und 17. Januar 2021. Dann startet in Santiago de Chile die erste offizielle Formel-E-Weltmeisterschaftssaison - der erste E-Prix überhaupt ohne Daniel Abt am Steuer eines Formel-E-Auto.

Video: Daniel Abt erklärt neue Karriere-Entscheidung

von Timo Pape  

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Kommentar von Björn |

Glückwunsch Daniel! Mit diesem Schritt hatte ich schon lange gerechnet. ranNFL hatte bereits mit Patrick Esume & Co. dem American Football in Deutschland auf die Sprünge geholfen und nun zeichnet sich zusammen mit Daniel Abt ein ähnliches Bild in der Formel E ab. Ich denke dem Sport in Deutschland kann das nicht schaden - und der medialen Reichweite von Daniel erst recht nicht. Ich bin gespannt wie die erste Sat1 Sendung aussehen wird.

Kommentar von HWE |

Na dann halt Medienkasperl....aber auch das wird Motorsport-Deutschland überstehen.

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