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Indoor-Strecke, Doppel-Rennen & Saisonfinale: Formel E beschließt London-Rückkehr 2020

Die Formel E kehrt nach Großbritannien zurück. Wie die Elektroserie am Dienstagmorgen offiziell bestätigte, wird die britische Hauptstadt London am 25. und 26. Juli 2020 mit einem "Double-Header" Schauplatz des Finalwochenendes der Formel-E-Saison 2019/20. Die jahrelangen Bemühungen der Rennserie um ein Comeback des London-Laufs nach dem zwischenzeitlichen Aus im Sommer 2016 finden damit ein Ende. Das Rennen wird erstmals auf dem ExCeL-Messegelände im Osten der Stadt stattfinden und zum Teil durch eine Messehalle führen.

Die Streckenführung des neuen Kurses wurde am Dienstag bereits veröffentlicht, wenngleich die finale Abnahme durch die FIA wie immer noch aussteht. Zudem muss der Automobilweltverband London im Rahmen des nächsten Treffens des Welt-Motorsportrates (WMSC) am 14. Juni 2019 noch offiziell in den Rennkalender aufnehmen. Die spektakuläre Idee hinter dem neuen Layout: Die Strecke wird teilweise überdacht und mit einer Indoor-Sektion durch eine Messehalle auf dem ExCeL-Gelände führen.

Der neue Formel-E-Kurs wird 2,4 Kilometer lang sein und über 23 Kurven verfügen, die im Uhrzeigersinn durchfahren werden. Ein Teil der Strecke am Royal Victoria Dock sowie die Boxengasse wird direkt am Ufer der Themse errichtet. Erwartet werden mehr als 50.000 Zuschauer über beide Tage des Events, das wie beim New-York-Finale der laufenden Saison mit zwei eigenständigen Rennen an zwei Tagen angesetzt wird. Formel-E-Chef Alejandro Agag bestätigte auf dem Genfer Autosalon eine Vertragslaufzeit von fünf Jahren - London dürfte diesmal also länger im Rennkalender der Formel E bleiben als seinerzeit in Battersea.

"Ich bin extrem glücklich, dass wir die ABB FIA Formula E Championship zurück ins Vereinigte Königreich holen konnten", sagt Agag. "Jede Rennserie würde gern ein Rennen in London austragen - das war auch unser Wunsch seit einer ganzen Weile. Nun freuen wir uns sehr, dass wir mit ExCel eine neue Heimat gefunden haben. Die Rückkehr der Formel E nach Großbritannien übersteigt reines Motorsportvergnügen - sie sendet auch ein starkes Signal aus, dass London die Luftverschmutzung in der Stadt bekämpft, indem man saubere Technologien und nachhaltige Elektromobilität promotet. Dieses Rennen trägt als Weltklasse-Event zu einem fantastischen Sport-Sommer bei, auf den die Londoner stolz sein können."

Bereits 2015 und 2016 gastierte die FIA-Elektroserie, die auch ihr Hauptquartier in London hat, in der britischen Metropole. Nach vier Läufen im Battersea Park musste die Formel E infolge von Anwohnerbeschwerden jedoch die Parkanlage verlassen und trug ihr Saisonfinale im Jahr darauf im kanadischen Montreal aus. Immer wieder tauchten in den folgenden Monaten und Jahren Gerüchte über Verhandlungen über eine Rückkehr nach Großbritannien auf, die nun mit dem Beschluss des London-Comebacks ein besonders für britische Fans erfreuliches Ende finden.

Zusätzliche Berichterstattung durch Timo Pape

von Tobias Bluhm 

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Kommentar von Derbe_klopp_te |

Hier muss ich ml anmerken, dass ich den Artikel für nicht so gelungen halte.
"des bei Fans, Fahrern und Teams beliebten E-Prix finden damit ein Ende"
Das hier kann man nur als Floskel betrachten. Ich habe jetzt keine besonderen erfahrungen mit dem E-Prix dort gemacht. Es war natürlich ein bisschen würze drin, weil es jeweils das Saisonfinale war, aber von der Strecke her wars eher langweilig. Man hätte doch viel eher auf die Motorsporttradition in England verweisen können, die es einer Rennserie fast zur Pflicht machen, dort ein Rennen zu organisieren.
Ich weiß, es ist ein bisschen kleinlich, aber "ihr Saisonfinale jedoch nach der Saison 2015/16 ins kanadische Montreal verlegen" ist auch ein bisschen an der Sache vorbeigeschrieben. Das klingt so, als ob die Promoter kurzfristig gesagt hätten:'ach dann fahren wir in zwei wochen einfach in .....Montreal'.Außerdem hats da ja auch nur einmal stattgefunden.
Ich weiß es ist kleinlich und es soll keinesfalls böse gemeint sein. An und für sich finde ich die Atikel auf dieser Website sehr gut geschrieben und recherchiert/zusammengetragen, was man von anderen Motorsportseiten nicht gerade behaupten kann.

Kommentar von Timo |

Danke für dein Feedback! Gebe dir vollkommen recht, und tatsächlich sind die beiden genannten Passagen bei der Redaktion rausgeflogen, bevor ich deinen Kommentar gelesen habe. Daumen hoch für dein Feingefühl - danach streben wir auch. :)

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