Erster Testtag auf der nassen Strecke von Donington Park

Erster Testtag in Donington Park abgeschlossen.

Die ersten Erkenntnisse über den Spark Renault SRT_01E sind gewonnen: Am Dienstag testeten alle Formel E - Teams auf der nassen Strecke des National Circuit in Leicestershire verschiedene Abstimmungen und führten Systemchecks mit den Fahrzeugen durch. Vor allem das Power-Management des SRT_01E war von Interesse. Die hier gesammelten Daten sind für die Rennstrategie von größter Bedeutung.

Die sieben bestätigten Fahrer – Daniel Abt und Lucas di Grassi (Team Abt), Sam Bird und Jaime Alguersuari (Virgin Racing), Bruno Senna und Karun Chandhok (Mahindra Racing) und Franck Montagny (Andretti Autosport) – waren alle auf der Strecke. Zusammen mit mehreren neuen Fahrern konnten sie sich an den Spark Renault SRT_01E gewöhnen. Unter anderem fuhr Nick Heidfeld für Venturi, wie er selbst auf Twitter bekannt gab. Auch Nicolas Prost, Jean-Carl Vernay und Katherine Legge wurden in Donington gesehen. Ob sie allerdings auch fahren durften, ist uns nicht bekannt.

Rob Arnott, Team-Manager bei Andretti Autosport, sagte: "Das Auto ist aussergewöhnlich gut gelaufen, fast schon wie am Schnürchen. Wir hatten praktisch keine Probleme und das ist für ein Rennauto, das gerade Out-of-the-Box kommt, erstaunlich. Frank war wirklich überrascht, wie gut die Balance des Autos gerade bei Nässe gewesen ist. Ich war zwar besorgt, dass die Reifen die ganze "one-stop-shop" Geschichte nicht schaffen, aber sie haben das sehr beeindruckend gemeistert. Morgen werden wir die Daten in der Nachbesprechung analysieren, aber es ist jetzt schon klar, dass das Batterie-Management der Schlüssel zum Erfolg sein wird."

"Das Benzin in den Köpfen gegen Strom ersetzen."

Dilbagh Gill, Teamchef bei Mahindra, sagte: "Wir hatten mit ein paar Kinderkrankheiten zu kämpfen, aber im Großen und Ganzen war der Test sehr positiv. Unsere Fahrer haben es genossen und Bruno hatte ein breites Lächeln auf dem Gesicht, als er aus dem Wagen stieg. Wir haben ein tolles und erfahrenes Team, aber wir müssen jetzt das Benzin, das sie in ihren Köpfen haben, gegen Strom ersetzen."

Nicolas Mauduit, Team Manager bei Venturi Automobiles, sagte: "Insgesamt war es ein guter Tag um zu lernen, wie das Auto mit den verschiedenen Leistungseinstellungen läuft. Wir müssen jetzt die Daten auswerten und uns im Detail ansehen, wie das ganze Energie-Rückgewinnungssystem funktioniert um die Reichweite des Akkus zu erhöhen."

Alejandro Agag, CEO der Formel E, fügte hinzu: "Heute war ein großer Moment für alle, die an der Formel E Meisterschaft beteiligt sind. Zu sehen, wie alle Teams auf der Strecke ihre Autos testen, ist fantastisch zu sehen. Endlich wird die Formel E Realität. Dieses ist der Beginn einer neuen Ära im Motorsport."

Das erste Rennen der Formel E findet am 13. September in Peking statt. Bis dahin sind noch zwei weitere Testtage vorgesehen, zu denen sich interessierte Fans kostenfrei anmelden können. Weitere Infos zu den Testtagen unter:

http://www.donington-park.co.uk/events/formula-e-testing/

 

 

Zurück

Einen Kommentar schreiben

NEUESTE NACHRICHTEN

Porsche-Formel-E-Auto-unter-Tuch-Enthüllung

"Formula E Unlocked": Porsche enthüllt Formel-E-Auto über Live-Videospiel

Das neue deutsche Porsche-Team geht bei der Präsentation seines ersten Formel-E-Fahrzeugs für die Saison 2019/20 neue Wege. Der Sportwagenhersteller plant am 28. August ab 18 Uhr eine interaktive Auto-Enthüllung über ...
von Timo Pape
Venturi-Car-from-behind

FIA geht gegen vermeintliche Traktionskontrolle in Formel E vor

Die FIA hat mit der Veröffentlichung des Technischen Reglements für die kommende Saison auf mögliche Traktionskontrollen in der Formel E reagiert. Gerüchte besagen, dass gleich neun der elf Teams in Saison ...
von Tobias Wirtz
Max-Günther-climbs-Formula-E-Car

Thema Impfen: So schützt sich die Formel E auf ihrer Welttournee

Die Formel E bewegt sich seit ihrer Premierensaison 2014/2015 auf unterschiedlichen Kontinenten. Europa, Afrika, Asien, Nord- und Südamerika stehen dabei fast jede Saison im Rennkalender der Elektrorennserie. In der derzeitigen ...
von Erich Hirsch
Sam-Bird-Monaco

Formel-E-Fahrer wünschen sich Rückkehr zu fester Rundenzahl

Mit der vergangenen Saison 2018/19 führte die Formel E eine neue Regel zur Dauer eines E-Prix ein: Ab sofort gingen die Elektrorennen nicht mehr über eine fixe, im Vorfeld definierte ...
von Timo Pape