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Extreme-E-Chef Agag kündigt neues Rennformat an & reduziert Teilnehmerzahl: "Werden mit 8 Teams starten"

Die neue Elektrorennserie Extreme E wird mit acht Teams in ihre erste Saison 2021 gehen. Das verriet Seriengründer und -CEO Alejandro Agag auf Nachfrage von 'e-Formel.de' in einer Videokonferenz. Vom ursprünglichen Ziel - zwölf Rennställe - sei man wegen eines neuen Formats abgerückt.

Ursprünglich sollten beim ersten Extreme-E-Rennen (22. bis 24. Januar 2021 im Senegal) insgesamt zwölf Teams an den Start gehen. Wie am Dienstag bekannt wurde, ruderte die neue Offroad-Serie inzwischen zurück. Grund dafür ist laut Seriengründer Agag ein überarbeitetes Rennformat für Extreme E, das mit weniger Teams auskommt.

"Wir werden in den nächsten Wochen ein neues Rennformat verkünden. In diesem Zusammenhang planen wir, die Saison mit acht Teams aufzunehmen", erklärt der Spanier. Nach dem Einstieg von Andretti Autosport vor wenigen Tagen steht Extreme E aktuell bei sechs Teams: Venturi, ABT, HWA, Veloce, QEV und eben Andretti. Das soll sich jedoch schon in Kürze ändern.

"Als kleines Geheimnis kann ich dir verraten, dass ich bereits ein siebtes Team unter Vertrag nehmen konnte. Sie haben schon unterschrieben, ich habe den Vertrag hier", verrät Agag. "Wir haben also bereits sieben Teams. Wir sind demnach nur ein Team von unserem Ziel entfernt, und ich bin zu 100 Prozent sicher, dass wir dieses Ziel erreichen werden."

Auch abgesehen von Team Nummer 7 könne sich Agag über mangelndes Interesse an der Extreme E nicht beklagen: "Wir reden darüber hinaus mit vier oder fünf weiteren Interessenten. Trotzdem werden wir Saison 1 wahrscheinlich mit acht Teams starten." Wer das siebte Team oder die übrigen Interessenten sind, ließ Agag noch nicht durchsickern. Wir erwarten jedoch eine zeitnahe Bestätigung des siebten Teams.

Kein Riesensegel für Saison 1

Überdies äußerte sich Agag zu der irrwitzigen Idee, das schwimmende Fahrerlager - ein ehemaliges Postschiff namens St. Helena - mit einem überdimensionalen Windsegel voranzutreiben. "Das ist nach wie vor eine Option, die wir uns genauso wie einige andere ansehen. Aber wahrscheinlich werden wir es in Saison 1 noch nicht so machen", erklärt Agag. "Wir wollen das erste Jahr auch nutzen, um die Winde auf der Rute genau zu untersuchen und auszurechnen, wie effizient wir mit einem Segel reisen könnten."

Aktuell sei Extreme E außerdem noch mit dem Umbau des Schiffes ausgelastet - auch finanziell. "Der Umbau kostet mehrere Millionen Euro", verrät Agag. Ein Segel wäre eine weitere sehr kostspielige Option, die wohl auch aus wirtschaftlichen Gründen erst einmal hinten anstehen muss. Davon abgesehen sei der Transport der neuen Rennserie via Schiff aber ohnehin die beste Lösung für das Klima: "Wir haben uns viele Optionen angesehen, wie wir das ganze Equipment um die Welt bewegen können. Das Schiff ist derzeit die beste."

Mit Blick auf die aktuelle Coronavirus-Pandemie nennt Agag einen weiteren Vorteil des schwimmenden Paddocks: "Wir werden komplett Corona-frei sein", freut sich der Spanier. Voraussichtlich wird Extreme E alle Passagiere vor dem Betreten des Schiffes auf das Virus testen, um eine Verbreitung an Bord ausschließend zu können. Zudem profitiert die Rennserie davon, dass ohnehin keine Fans an den Rennorten sein werden. Nach aktuellem Stand wird Saison 1 also wie geplant im kommenden Januar anlaufen.

Fotos: Extreme E

von Timo Pape  

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