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Kurios: Extreme E will weiteste Sprünge mit neuem "Hyperboost" belohnen

Alejandro Agag, CEO der elektrischen Offroad-Serie Extreme E, gab weitere Details zum neuen Rennformat bekannt und kündigte zusätzliche Features an. Ein neues Konzept nennt sich "Hyperboost" und ist vergleichbar mit dem Attack-Mode in der Formel E, der vor der offiziellen Einführung ebenfalls den diesen Arbeitstitel trug.

In einer Videokonferenz mit Nico Rosberg, die der Formel-1-Weltmeister von 2016 auf seinem YouTube-Kanal veröffentlichte, erklärt Seriengründer Agag erstmals seine neueste Idee: Innerhalb eines Turnierformats soll es in jedem Rennen eine Möglichkeit geben, mit dem "Odyssey 21" zu springen. Wer den weitesten Sprung in seiner Gruppe schafft, soll - wie beim Attack-Mode in der Formel E - zusätzliche Leistung freischalten und sich so einen Vorteil verschaffen können.

"Du weißt, dass wir uns immer etwas Interessantes einfallen lassen", sagt Agag im Interview mit Rosberg (siehe Einbettung unten). "Es wird am Start von jedem Rennen einen Sprung geben, und wer am weitesten springt, bekommt den Hyperboost und wird dann super schnell."

Außerdem verrät der Spanier, dass durch die geringere Anzahl von Teams in der ersten Saison immer vier statt wie geplant sechs Autos in einem Rennen gegeneinander antreten werden. Dadurch müsste das ursprünglich geplante Turnierformat nur minimal angepasst werden. Ein Lauf soll über zwei Runden gehen.

Agag über TV-Grafiken: "Arbeiten daran, Rennen wie Videospiele aussehen zu lassen"

Durch die aktuelle Corona-Pandemie können derzeit keine Rennen ausgetragen werden. E-Sports sind daher in aller Munde. Mit der "Race at Home Challenge" hat die Schwesterserie Formel E bereits ihre eigene E-Sports-Serie ins Leben gerufen. Laut Extreme-E-Chef Agag will sein neues "Baby" in Zukunft ebenfalls virtuelle Rennen veranstalten. Zuerst einmal sollen allerdings die richtigen Rennen wie ein Videospiel anmuten.

"Da die Extreme E keine Zuschauer hat, sondern ein reines Medien-Produkt ist, denken wir natürlich über virtuelle Rennen nach", sagt Agag. "Aber daran arbeiten wir weiter, wenn die eigentlichen Rennen angelaufen sind. Was wir momentan versuchen, ist, die Rennen wie ein Videospiel aussehen zu lassen."

Nico Rosberg interviewt Alejandro Agag & Jaimie Reigle

Demnach soll es in der Fernsehübertragung Virtual- und Augmented-Reality-Elemente geben, die das reale Bild erweitern. Auf diese Weise blendet etwa die Formel E bereits heute ihre Attack-Zones ein. Agag plant mit diversen Einblendungen: "Wir werden Zahlen, Linien, Pfeile und so weiter in die Landschaft einbetten. Und wir werden natürlich auch keine Schilder mit unseren Sponsoren in den Amazonas-Regenwald stellen. Das wird alles digital sein."

Erst in der vergangenen Woche hatte Alejandro Agag mit der Gleichstellung von Fahrern und Fahrerinnen in der Extreme E ein im Motorsport revolutionäres Konzept vorgestellt. Einige Tage später verkündete die Serie am Montagmittag, dass sich Porsche-Testfahrerin Simona de Silvestro dem "Drivers' Programme" anschließt und somit gute Chancen auf ein Cockpit in der Debütsaison haben wird. In Kürze sollen zudem ein siebtes Team sowie das neue Rennformat vorgestellt werden.

Foto: Extreme E

von Svenja König  

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