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Felipe Massa gesteht Fehler in Formel E ein: "Hätte mehr Erfolge erwartet"

Die hohen Erwartungen vom Wechsel Felipe Massas in die Formel E sind nach eineinhalb Jahren abgeklungen. Der einstige Formel-1-Vizeweltmeister muss sich bei Venturi immer wieder seinem meist schnelleren Teamkollegen Edoardo Mortara unterordnen und konnte bisher - abgesehen von einem Podium im vergangenen Jahr - noch keine nennenswerten Erfolge verbuchen.

Die andauernde Corona-Zwangspause in der Elektroserie nutzt der Brasilianer, um die vergangenen Monate zu reflektieren. "Natürlich hätte ich mehr Erfolge erwartet, als ich bisher gesammelt habe", gibt Massa bei 'City A.M.' zu. "Ich mache mir weniger Sorgen um meinen Speed. Ich glaube, ich verstehe das Auto und kann auf einem guten Level fahren. Meine Sorge ist, dass ich zu viele Fehler gemacht habe, wodurch einige Dinge nicht richtig gelaufen sind."

Der 36-Jährige findet: "Ich bin nicht so in die Saison gestartet, wie ich wollte, und wir haben aufgrund meiner Fehler Punkte liegen lassen. Das sind operationale Probleme gewesen - Entscheidungen, die nicht richtig waren."

Corona-Zwangspause als Trainingsmöglichkeit

Da die Formel-E-Saison aufgrund der COVID-19-Pandemie bis auf Weiteres ausgesetzt ist, nutzt Massa die gewonnene Zeit zum verstärkten Training. "Damit motiviere ich mich. Wenn man jeden Tag die Nachrichten schaut, ist das schon gruselig. Du weißt nicht, wann das alles aufhört. Ich bleibe positiv gestimmt und hoffe, dass wir bald wieder unsere normalen Leben fortführen und Rennen fahren können."

Zum Training hat er sich in sein Landhaus in Brasilien zurückgezogen. "Hier gibt es weniger Fälle, und ich habe meine Familie um mich", erklärt Massa. "Außerdem gibt es hier mehr Platz. Das ist besser, als im engen Apartment im kalten Monaco zu sitzen. Ich verbringe viel Zeit am Telefon mit meinem Trainer, der auch meine Frau, meine Mutter, meine Schwester, meinen Bruder und seine Freundin trainiert. Wir verbringen den ganzen Tag gemeinsam und gehen zusammen raus. Hier ist das kein Problem."

Eine Aussage über seine eigene Formel-E-Zukunft möchte Massa noch nicht treffen, obwohl ein neunter Platz in Santiago sein bislang bestes Saisonresultat war. Er sei bemüht darum, in der Formel E zu bleiben, wenngleich er sich derzeit vor allem um andere Dinge sorge: "Im Moment denke ich nur daran, wieder Rennen zu fahren und daran, zum normalen Leben zurückzukehren."

Foto: Shivraj Gohil / Spacesuit Media

von Tobias Bluhm  

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