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18.02 - 21.24 Uhr
Dilbagh Gill Teamchef von Mahindra Racing

FIA Formula E im Interview mit Dilbagh Gill Teamchef von Mahindra Racing

Durch den Einstieg in die MotoGP 2011 ist Mahindra Racing kein Unbekannter mehr im Motorsport. Das in Mumbai ansässige Team ist das achte Team, das der Formel E Meisterschaft beigetreten ist und gilt als aussichtsreicher Kandidat auf den Titel im Debütjahr. Teamchef Dilbagh Gill glaubt, dass Mahindra durch ihre Arbeit an Elektroautos eine solide Basis für den Erfolg in der kommenden Saison hat.

Was hat Mahindra dazu bewogen in die Formel E einzusteigen?

In den letzten 10 Jahren hat die Mahindra Group viel Geld und Zeit in die Entwicklung von Elektroautos investiert, um fortschrittliche Mobilitätslösungen zu entwickeln. Die Mahindra Reva Group hat seitdem viele bahnbrechende Patente erhalten und wir glauben die Formel E ist die perfekte Plattform unser Wissen zu präsentieren. Wir wollen unser Know-how über Elektrofahrzeuge weiter verbessern und helfen innovative Techniken aus der Formel E in die Serienproduktion zu übernehmen.

Welchen Herausforderungen müssen Sie sich noch stellen bis zum Rennen in Peking?

Da es sich um ein neues Rennformat handelt, sind die Herausforderungen auch entsprechend vielfältig. Beginnend mit den Tests mit dem Wagen müssen wir lernen, wie seine Aerodynamik funktioniert und uns mit dem gesamten Antriebsstrang vertraut machen. Nicht zu vergessen die Simulation, wie sich der Stromverbrauch bei verschiedenen Geschwindigkeiten verhält. Da alle Teams das gleiche Auto fahren, können wir nur im Detail Verbesserungen vornehmen. Hier wird uns unser Know-how im Energiemanagement und der Telematik sicher einen entscheidenden Vorteil bringen.

Insgesamt glauben wir, dass wir ein konkurrenzfähiges Paket schnüren können. Mit über 15 Millionen Kilometern Erfahrung mit Elektroautos kann uns die Mahindra Reva Group bei der Abstimmung unseres Formel E Wagen sehr nützlich sein.

Welche Reaktionen gab es auf Ihren Einstieg in die Formel E in Indien?

Indien liebt Sport! Darüber hinaus ist Motorsport zunehmend wichtiger innerhalb von Indien geworden. Vor allem junge Inder werden vom Motorsport angezogen. Die Mahindra Facebook-Seite hat mehr als 1,4 Millionen Fans und gehört damit zu einer der Seiten mit den meisten Fans auf der Welt. Das ist mehr als die Hälfte der Formel 1. Das sind die Reaktionen die wir von Rennsport-Enthusiasten aus Indien erhalten. Das spornt natürlich unseren Ehrgeiz enorm an.

Erst vor kurzen hatten wir fast 500.000 Besucher auf der Motorshow in Delhi bei der wir die neue Lackierung von unserem Formel E Auto gezeigt haben.

Bis jetzt hat noch kein Team ihren Spark-Renault SRT_01E erhalten. Wie bewerten Sie den Wagen anhand dessen, was Sie bis jetzt gesehen haben?

Ich kann bestätigen, dass alles darauf hindeutet, dass es sich um einen aussergewöhnlichen Rennwagen handelt, der den Fans sehr spannende Rennen liefern wird. Wie die letzten Tests bestätigt haben, ist das ganze Paket sehr vielversprechend. Die Testfahrer waren sehr zufrieden mit dem Auto und sind überzeugt das es eine Menge Potential hat. Aus meiner Sicht handelt es sich jedenfalls um das zur Zeit schönste Rennauto.

Hat Mahindra Racing Pläne in Zukunft einen eigenen Formel E Rennwagen zu bauen und wenn ja, was können Sie uns darüber erzählen?

Mahindra ist bereits dabei, einen Wagen zu konstruieren und wir glauben, dass wir uns dadurch einen Wettbewerbsvorteil verschaffen können. 15 Jahre Erfahrung in der Entwicklung von Elektrofahrzeugen, sowie umfangreiche Kenntnisse im Energiemanagement und der Simulation dessen, wird uns helfen. Wir erwarten, in der nächsten Saison 2015 mit unserem eigenen Wagen fahren zu können.

Möchten Sie in den kommenden Jahren mehr Indische Beteiligung in der Formel E ?

Wir hoffen, dass sich mehr Teams aus Indien an der Formel E beteiligen werden. Das Interesse ist vor allem in der Jugend stark gewachsen. Deshalb glauben wir, dass früher oder später auch andere Indische Hersteller mit an Bord der Formel E kommen werden.

Neben mehr Teams, gibt es einen riesigen Appetit auf ein Rennen in Indien. Das sollte unser Schwerpunkt sein, sobald wie möglich hier in Indien ein Rennen zu fahren.

Haben Sie noch irgendwelche Neuigkeiten über potenzielle Fahrer?

Einige der besten Fahrer haben an Mahindra Racing Interesse gezeigt und würden  gerne für uns fahren. Wir sind eine globale Marke, in über 100 Ländern präsent und wir verfügen über Mitarbeiter mit über 60 Nationalitäten. Das wird sich in unserem Team widerspiegeln.

Schon sehr bald werden wir mit einigen angenehmen Überraschungen aufwarten können und ein spannendes Fahreraufgebot präsentieren. 

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