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Formel E ändert Qualifying-Format für Hongkong

Jetzt also doch: Nach zwei Wochen der Verwirrung scheint die Formel E das Qualifying-System für den Hong Kong ePrix am ersten Dezember-Wochenende tatsächlich zu verändern. Das berichtet 'e-racing365'. Das neue Format soll, wie wir in der Vergangenheit bereits berichteten, die Qualifying-Lotterie vor dem Rennen abschaffen. Stattdessen werden die Fahrer künftig nach ihrer Meisterschaftsposition in die fünf Qualifikationsgruppen eingeteilt.

Die Änderung tritt ab dem Sonntagsrennen in Hongkong in Kraft, also dem zweiten Meisterschaftslauf der neuen Saison. Grund hierfür sind die vielen Rookies, die das Formel-E-Starterfeld ab dem Hong Kong ePrix füllen. Für den Lauf am Samstag wird also weiterhin das bekannte Lotterieverfahren genutzt, für das offenbar schon beim Fahrer-Briefing am Freitag die Startgruppen gezogen werden sollen.

In einer Art "Mini-Lotterie" soll ab dem Sonntagsrennen dann nur noch die Reihenfolge der Gruppen verändert werden. Die Fahrer treten somit in Fünfergruppen, geordnet nach dem Zwischenstand in der Fahrermeisterschaft, in der Qualifikation gegeneinander an, um ähnliche Streckenbedingungen für ähnlich starke Fahrer zu schaffen. Die Mini-Lotterie legt anschließend nur noch fest, an welcher Stelle im Qualifying welche Gruppe auf die Strecke gehen soll.

Das neue Format wurde in der vergangenen Woche bei einem Treffen der sportlichen Arbeitsgruppe der Formel E in Genf beschlossen. Das Super-Pole-Shoot-out nach dem Qualifying, in dem die besten fünf Fahrer aus der Gruppenphase um Startplatz eins kämpfen, bleibt unverändert.

Fahrer unterstützen Idee

Die Änderungen im Format, für die inzwischen nur noch das "Go" des Automobil-Dachverbandes FIA fehlt, treffen weitestgehend auf Zustimmung bei den Fahrern. "Wenn die FIA dem Format zustimmt, ist das sehr gut für den Sport. Wir hatten in der Vergangenheit immer wieder Situationen mit schlechten Streckenbedingungen, die einen fairen Kampf im Qualifying unmöglich gemacht haben", findet Maro Engel.

Lucas di Grassi, der amtierende Formel-E-Meister, stimmt dem Deutschen zu: "Es ist die richtige Richtung, aber es gibt immer noch Spielraum. Mir wäre es am liebsten, wenn die Top 5 der Meisterschaft immer in der (für schlechtere Streckenbedingungen bekannten) ersten Gruppe starten müssten."

Auch Virgin-Neuling Alex Lynn, der im Sommer in New York zwei Qualifying-Sessions absolvierte, zeigt sich als Unterstützer der Idee: "Das Format bringt mehr Spannung und Unterhaltung. Die Idee ist auf jeden Fall besser als bisher."

Für das erste Saisonrennen bleibt es aber noch beim bekannten Qualifying-Format, schließlich starten ja auch alle Fahrer wieder bei null Punkten. Der Auftakt in die Formel-E-Saison 2017/18 steigt in weniger als drei Wochen am 2. Dezember um 8:00 Uhr deutscher Zeit in Hongkong. Eurosport überträgt das Rennen live im Free-TV, alle weiteren Informationen rund um die Formel E findest du selbstverständlich auch bei uns auf der Website.

von Tobias Bluhm 

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