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Formel E: Abermals neues Streckenlayout für Berlin E-Prix 2020 geplant

Berlin ist die große Konstante im Rennkalender der bisherigen Formel-E-Geschichte, Berlins Streckenverlauf ist es nicht. Nach Informationen von 'e-Formel.de' soll es beim Hauptstadtrennen im kommenden Jahr 2020 abermals ein neues Streckenlayout geben. Konkrete Pläne zur Kursführung gibt es derzeit noch nicht. Der Berlin E-Prix wird aber nach jetzigem Stand weiterhin auf dem Flughafengelände Tempelhof stattfinden.

Seit der Saison 2014/15 macht die Formel E bereits Station in der deutschen Hauptstadt - keine andere Metropole weltweit war so oft Gastgeber und hieß die Elektrorennserie in jedem einzelnen Meisterschaftsjahr willkommen, einmal sogar für zwei Rennen an einem Wochenende. Bis auf eine Ausnahme 2016 - damals auf der Karl-Marx-Allee in der Nähe des Alexanderplatzes - fand das Berlin-Rennen stets in Tempelhof statt. Allerdings auf mehreren verschiedenen Streckenvarianten.

Beim Formel-E-Debüt in Berlin 2015 besaß der Kurs noch 17 Kurven und führte zum Teil unter dem Vordach des Rollfeldes von Tempelhof entlang. Nach dem Abstecher nach Berlin-Mitte begrüßte die Formel E im Jahr 2017 schließlich ein weitgehend neuer Kurs in Tempelhof. Die "Schneckenkurve" 1 kam ebenso neu hinzu wie die Tunnel-Passage durch den Emotion Club. Doch die Änderungen betrafen noch weitere Teile der Strecke. Ein Jahr später passte der Veranstalter das Layout nur minimal in Kurve 6 an. Der Berlin E-Prix 2019 im vergangenen Mai war somit das erste Berlin-Rennen ohne echte Streckenveränderungen - wenngleich es diesmal keinen Tunnel mehr gab.

Mitch Evans wünscht sich Veränderungen: "Strecke zu stumpf"

Jaguar-Pilot Mitch Evans ist mit dem aktuellen Kurslayout in Tempelhof nur mäßig zufrieden und würde sich über eine Überarbeitung in der Zukunft freuen: "Die Strecke geht so", meint er gegenüber 'e-Formel.de'. "Ich denke, bei dem vielen Platz (den das Rollfeld von Tempelhof bietet) könnten sie eine bessere Strecke entwerfen. Meiner Meinung nach ist sie im Moment einfach ein bisschen zu stumpf."

Wie die neue Formel-E-Strecke in Saison 6 aussehen könnte, steht noch in den Sternen. Evans würde vor allem beim hinteren Teil des Kurses ansetzen: "Ich denke, Sektor 1 ist nicht schlecht, aber die Sektoren 2 und 3 (sollten sie verändern). Es gibt die langen Geraden und dann nur noch die enge Haarnadelkurve. Ich finde, sie könnten es ein bisschen abgefahrener machen."

Die gewisse Würze würde der Neuseeländer, der voraussichtlich auch im kommenden Jahr für Jaguar starten wird, vor allem durch kreativere Kurvenvarianten einbringen: "Es gibt viele Dinge, die man tun kann, etwa eine Schikane oder 90-Grad-Kurven einbauen. Oder etwas ganz anderes. So könnte man mehr Überholmöglichkeiten schaffen. Das würde es ein bisschen aufregender machen."

Der Berlin E-Prix dürfte 2020 erneut im Mai, vielleicht aber auch erst Anfang Juni stattfinden. Gewissheit darüber werden wir am kommenden Freitag haben - dann beschließt die FIA ihren provisorischen Rennkalender für die Saison 2019/20.

von Timo Pape 

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