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Formel E: Audi will "in Marrakesch ein anderes Gesicht zeigen"

Das Motorsportjahr 2019 beginnt für Audi Sport ABT Schaeffler in Afrika: Am kommenden Samstag, dem 12. Januar, startet die Formel E zum zweiten Lauf der Saison in Marrakesch (Marokko). Nach zwei eher enttäuschenden Top-10-Positionen beim Saisonauftakt im Dezember wollen Daniel Abt und Lucas di Grassi mit dem Audi e-tron FE05 jetzt nachlegen und zurück in die Spitze fahren.

Die Premiere der Formel-E-Saison in Saudi-Arabien war für die Audi-Mannschaft ein Gastspiel mit Höhen und Tiefen: Abt und di Grassi kämpften sich nach einem schwierigen Qualifying im Rennen nach vorn und holten mit den Plätzen 8 und 9 immerhin noch die ersten Punkte. Nach acht Podiumsplatzierungen in Folge in der Vorjahressaison fuhren sie diesmal aber ohne einen Pokal nach Hause.

"Am ersten Rennwochenende in Riad haben wir deutlich gesehen, wie hoch das Level und wie stark die Konkurrenz in der Formel E ist. Wir haben viel gelernt und eine Menge Hausaufgaben mit nach Deutschland genommen", sagt Audi-Motorsportchef Dieter Gass. Die Vorbereitung auf den zweiten von insgesamt 13 Läufen war entsprechend intensiv.

Am Tag nach dem Rennen in Riad sammelte Nico Müller, der das Audi-Team als Test- und Entwicklungsfahrer unterstützt, wertvolle Daten. Die Ingenieure in Neuburg werteten das Material aus und analysierten es. "Jeder im Team hat viel Arbeit investiert, um sicherzustellen, dass jedes Detail noch einmal optimiert wird und wir schnell wieder bei der Musik sind. Unser Ziel bleibt unverändert der Kampf um Siege und Pokale in jedem einzelnen Rennen – am liebsten schon in Marrakesch", sagt Teamchef Allan McNish. Wie vor jedem Lauf bereitete sich die Mannschaft auch im Simulator auf den Renneinsatz vor.

Marokko rückte im November 2016 während der dritten Saison der Formel E erstmals in den Rennkalender. Der Lauf war damals eingebunden in die UN-Klimakonferenz "COP22", die zur selben Zeit in Marrakesch stattfand. Der 2,971 Kilometer lange "Circuit International Automobile Moulay El Hassan" vor den Toren der nordafrikanischen Metropole ist eine Mischung aus permanenter Rennstrecke und öffentlichen Straßen. Beliebt bei Fotografen sind einige Blickwinkel mit dem schneebedeckten Atlas-Gebirge im Hintergrund.

"Konkurrenz härter als jemals zuvor"

"Mit dem chaotischen Renntag in Riad haben wir einen denkbar harten Start in die Saison erwischt – aber das ist Vergangenheit. Wir fahren selbstbewusst, optimistisch und voll motiviert nach Marokko", sagt di Grassi. "Unsere Erwartung hat sich bestätigt. Die Konkurrenz in der Formel E ist in dieser Saison härter als jemals zuvor. Wir nehmen diese Herausforderung gern an und werden uns in Marrakesch stärker präsentieren." Marrakesch ist neben Santiago de Chile und Riad der einzige Austragungsort in der Formel-E-Geschichte, an dem das Team Audi Sport ABT Schaeffler bisher noch nicht auf dem Podium stand.

"Marrakesch ist ein Rennen mit einem ganz eigenen Charakter und völlig anderen Streckeneigenschaften als in Riad. Die Karten werden neu gemischt", sagt Abt. "Wir hatten seit dem ersten Lauf Zeit, um konzentriert an unserer Performance und den Abläufen zu arbeiten. Ich habe volles Vertrauen in die ganze Mannschaft, dass wir in Marrakesch ein anderes Gesicht zeigen als beim Saisonauftakt."

Das Rennen in Marrakesch beginnt um 16 Uhr Ortszeit und ist live auf Eurosport zu sehen. Außerdem überträgt das ZDF wie schon in Riad im Livestream. Alle TV-Zeiten und Verlinkungen findest du wie gewohnt auf unserer Formel-E-TV-Seite. Zudem sind wir für dich vor Ort und werden alle Sessions wie immer in unserem Live-Ticker begleiten.

Nach dem Renntag findet in Marrakesch ein weiterer Formel-E-Testtag statt. Wie im Vorjahr in Marokko und zuletzt in Riad wird dann Nico Müller einen der beiden Audi e-tron FE05 übernehmen. Das zweite Auto pilotiert Jamie Green, der für Audi seit 2013 in der DTM startet und seine Formel-E-Premiere erlebt.

Foto: Audi

von Timo Pape 

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