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Formel-E-Batterie: Williams Advanced Engineering in der Favoritenrolle für Gen3-Akku

Williams Advanced Engineering ist nach Informationen von 'The Race' der Favorit auf die Rolle des Batterie-Einheitslieferanten der dritten Formel-E-Generation. Die britische Firma, die bereits für den 28-kWh-Einheitsakku der ersten vier Formel-E-Saisons verantwortlich war, würde nach aktuellem Stand alle zwölf Teams ab Ende 2022 für mindestens drei Jahre mit Batterien für das künftige Gen3-Auto versorgen.

Aus der offiziellen FIA-Ausschreibung, deren Frist Mitte April verstrich, soll sich ein Dreikampf zwischen den Bewerbern Williams Advanced Engineering (WAE), McLaren Applied Technologies (MAT) und Atieva, der Technologie-Sparte von Lucid Motors, entwickelt haben. Die beiden Letzteren zeichnen für die aktuell im Einsatz befindliche 52-kWh-Batterie der Formel E verantwortlich.

In Zusammenarbeit entwickelten MAT und Atieva einst für den Saisonstart 2018/19 den Akku des Gen2-Autos, doch inzwischen sollen beide Unternehmen getrennte Wege gehen und sich deshalb einzeln beworben haben.

Laut den Kollegen, die sich auf anonyme Quellen aus der Industrie berufen, soll sich WAE nicht zuletzt aus finanziellen Gründen in die "Pole-Position" manövriert haben. Hintergrund sei eine neue Partnerschaft mit einem anderen Unternehmen, durch die WAE den Preis pro Batterie-Einheit niedriger gestalten kann als die beiden anderen Wettbewerber, heißt es. Die Kosten pro Batteriesystem sollen 250.000 Euro pro Jahr betragen.

Gewinner sollen noch im Juni bekannt gegeben werden

Ob sich die Formel-E-Fans letztlich auf Szenario A oder B der Ausschreibung freuen dürfen, ist noch nicht abzusehen. Je nach dem werden sich einige Leistungsanforderungen an den Akku unterscheiden, sei es mit Blick auf die Maximalleistung, die Schnell-Ladeleistung oder etwa die Rekuperation.

Die Ergebnisse der beiden Ausschreibungen - Batterie und Chassis - sowie die jeweiligen Gewinner könnten noch in diesem Monat offiziell durch die FIA verkündet werden. Auf die Chassis-Ausschreibung hatten sich ebenfalls die "üblichen Verdächtigen" wie etwa Spark Racing Technology beworben hätte, erklärte Formel-E-Gründer Alejandro Agag kürzlich bei 'e-Formel.de'. Explizit nannte er jedoch keine Namen.

Der weitere Zeitplan für das Gen3-Fahrzeug: Im Oktober dieses Jahres soll der formale Bestätigungsprozess der FIA abgeschlossen werden. Dann wird das Auto gebaut. Knapp ein Jahr später, im August 2021, sind die ersten Crashtests angesetzt. Im Januar 2022 soll jedes Team sein erstes Gen3-Auto für die Entwicklung des eigenen Antriebs erhalten, bevor im August schließlich sämtliche Rennfahrzeuge ausgeliefert werden. Ende 2022 beginnt nach aktuellem Stand die dritte Generation der Formel E.

Foto: Dan Bathie/ Spacesuit Media

von Timo Pape  

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