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Formel E: Felix Rosenqvist ersetzt Pascal Wehrlein in Diriyya

Felix Rosenqvist kehrt überraschend in die Formel E zurück. Nachdem der Schwede die Elektroserie eigentlich im Sommer verlassen hatte, um künftig IndyCar zu fahren, wird er nun beim Saisonstart in Diriyya (Saudi-Arabien) für seinen bisherigen Rennstall Mahindra Racing einspringen. Dort ersetzt er den gerade erst verpflichteten Pascal Wehrlein beim Debütwochenende des neuen Gen2-Autos. Der Deutsche Wehrlein soll seinerseits zum zweiten Saisonlauf in Marrakesch am 12. Januar 2019 endgültig das Stammcockpit bei Mahindra übernehmen.

Die Gründe für den frühen Fahrertausch sind weitgehend unbekannt. 'e-racing365' mutmaßt jedoch, dass Wehrlein aufgrund von komplexen Vertragsbedingungen nicht in Saudi-Arabien starten dürfe. "Wir freuen uns schon auf den Januar, wenn Pascal zu uns stoßen wird", sagt Mahindra-Teamchef Dilbagh Gill lediglich dazu. "Wir können es kaum erwarten, dass Felix im Dezember in Saudi-Arabien für Mahindra Racing fahren wird." Weiter Erklärungen bleiben allerdings aus.

"Ich freue mich, zu meiner alten Wirkungsstätte zurückzukehren, und werde mein Bestes geben, um erfolgreich mit dem Team in die neue Saison zu starten", sagt Rosenqvist. "Das wird eine ganz besondere Chance, markiert sie doch den Start in eine völlig neue Ära der Formel E. Auch wenn ich nicht bei den Testfahrten in Valencia war, habe ich bei der Entwicklung des Fahrzeugs im Sommer viel Erfahrung gesammelt. Ich sollte also vorbereitet sein."

Rosenqvist holte in seiner bisherigen Formel-E-Karriere insgesamt drei Siege, sieben Podiumsplätze, sechs Pole-Positions und drei schnellste Runden. In der ewigen Punktetabelle der Formel E belegt er den neunten Platz. Sein bestes Gesamtergebnis in der Elektroserie war bisher Rang 3 in der dritten Saison (2016/17). Beim Auftaktrennen nahe Riad am 15. Dezember will Rosenqvist seine Erfolgsgeschichte in der Formel E weiterschreiben, ehe es für ihn endgültig nach Nordamerika in die IndyCar-Serie geht.

von Timo Pape  

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Kommentar von Karl |

Warum setzen sie nicht auf Heidfeld, ihren offiziellen Ersatzfahrer? :(

Kommentar von Timo |

Sehr gute Frage...

Kommentar von Tobias Wirtz |

Ich vermute, dass Heidfeld tatsächlich nur noch Ersatzfahrer sein und daher auch nur im Notfall kurzfristig ins Cockpit zurückkehren will.

Die vertragliche Situation von Wehrlein lässt wohl keinen Renneinsatz vor dem 1.1.2019 zu, und der Vertrag von Rosenqvist in der IndyCar-Series beginnt seinerseits ebenfalls wohl erst zum 1.1.2019, so dass Mahindra hier die aus sportlicher Sicht vermeintlich vielversprechendere Option nutzen will.

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