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Formel E hält vorerst an Berlin E-Prix fest, New York & London "sehr unwahrscheinlich"

Insbesondere mit Blick auf den Rennkalender steht die Formel E in den kommenden Wochen vor mehreren wegweisenden Entscheidungen. Ob die derzeit geplanten Rennen in Berlin, New York und London tatsächlich stattfinden können, ist unklar. Zumindest am Termin des Deutschland-Rennens hält der Vorstandsvorsitzende der Elektroserie derzeit allerdings fest - auch als "Zeichen der Hoffnung".

Derzeit verlässt sich die Formel E auf ein eigenes Bewertungssystem, wonach zumindest im April keine Rennen stattfinden sollen. Offiziell gebe es im Mai erste Möglichkeiten für die Austragung eines Events, ehe im Juni und Juli die E-Prix von Berlin, New York und London wieder planmäßig ausgetragen werden könnten. Dies gilt jedoch als unwahrscheinlich. Immerhin wurden kürzlich die Formel-E-Locations in New York und London zu Not-Krankenhäusern für COVID-19-Patienten umfunktioniert.

Der Berlin E-Prix könnte somit womöglich das einzige verbleibenden Rennen in der laufenden Saison sein, das planmäßig stattfinden kann. "Wie wir die Sache einschätzen, könnte es im Mai besser werden, sodass wir mehr Freiräume im Juni und Juli bekommen", zeigt sich der Formel-E-Vorstandsvorsitzende Alejandro Agag in der italienischen Zeitung 'Gazetta dello Sport' optimistisch.

Er erklärt: "Wir haben Berlin als Zeichen der Hoffnung weiterhin im Kalender. Danach denken wir an sechs, sieben Rennen, die auf permanenten Strecken ohne Zuschauer ausgetragen werden könnten. Denn dort kann in kurzer Zeit (eine Infrastruktur) aufgebaut werden. Wir arbeiten an Lösungen, die so nah wie möglich an großen Städten liegen." Die Möglichkeit eines Asien-Abschnitts im Kalender, über den vor einigen Tagen spekuliert wurde, kommentierte Agag nicht.

Rennen in New York & London "sehr unwahrscheinlich"

In der Vergangenheit gab es wiederholt Spekulationen über mögliche Rennen auf den permanenten Rennkursen in Valencia und Portimao, wenngleich die Serie auch offen für weitere Austragungsorte ist. Zudem könnte die Saison über das derzeit geplante Finalwochenende hinaus verlängert werden. "Wir werden sicherlich die Deadline vom 26. Juli, wenn das zweite London-Rennen hätte stattfinden sollen, überschreiten", verrät Agag. "Wir haben uns einen Zeitrahmen bis September gesteckt, sodass wir in den letzten Monaten des Jahres 2020 die neue Saison starten können."

Der Spanier geht mit Blick auf die Nutzung des Red-Hook-Hafens (New York) und ExCeL-Zentrums (London) als temporäre Krankenhäuser nicht davon aus, dass die Serie in diesem Jahr in die USA und nach England reisen kann: "Das ist sehr unwahrscheinlich. Solche Maßnahmen sind in diesen Zeiten aber leider nötig. Aus genau diesem Grund schauen wir uns nach alternativen Lösungen um." Auf eine Anfrage von 'e-Formel.de' bezüglich der Saison-Verlängerung und des Berlin E-Prix reagierte die Formel E bislang nicht.

Foto: Lou Johnson / Spacesuit Media

von Tobias Bluhm  

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