HWA-Formula-E-Car

Formel E: HWA hofft beim Santiago E-Prix auf "reibungsloses Wochenende"

Für das deutsche Formel-E-Team HWA Racelab geht es Schlag auf Schlag: Das glücklose Rennen in Marrakesch vor knapp zwei Wochen ist gerade abgehakt, da steht mit dem "Antofagasta Minerals Santiago E-Prix" am Samstag (26. Januar) bereits die nächste Herausforderung bevor. Die Hauptaufgabe in Chile ist erneut, so viele Erkenntnisse wie möglich zu sammeln - und diesmal hoffentlich ins Ziel zu kommen.

Dass die beiden VFE-05-Fahrzeuge aus Affalterbach mit der Pace der Konkurrenz mithalten können, bewiesen Gary Paffett und Stoffel Vandoorne im 1. Freien Training von Marrakesch mit Platzierungen nahe der Top 10. Nach dem Doppel-Ausfall des Fahrer-Duos in Marokko geht es nun aber vor allem darum, dass beide Autos die Zielflagge sehen, um dann mit Zuversicht in die darauffolgenden Rennen starten zu können.

Santiago ist nach der Premiere im Vorjahr zum zweiten Mal Schauplatz eines E-Prix. Die Strecke befindet sich im Zentrum der Stadt und führt durch den Parque O'Higgins, den zweitgrößten Park der chilenischen Metropole. Gefahren wird wie gewohnt über eine Distanz von 45 Minuten plus eine Runde.

Gary Paffett sagt: "Nach zwei wirklich harten Wochenenden ist das Ziel für Chile, uns zu verbessern. Das heißt für das Team, das Auto zu verbessern, und für mich persönlich, mich fahrerisch zu verbessern und mehr über den Formel-E-Wagen zu lernen. Es muss uns gelingen, bis zum Ende des Rennens durchzufahren und so viel wie möglich zu lernen. Wir befinden uns weiterhin in einem Lernprozess und müssen das Beste daraus machen."

Strecke für alle neu

Teamkollege Stoffel Vandoorne meint: "Für mich ist es ein neues Land. Ich war noch nie in Chile, habe aber viel Positives darüber gehört. Ich werde ein bisschen Zeit haben, um mir die Umgebung anzuschauen, das wird cool. Das Rennen im letzten Jahr war ziemlich verrückt, ich habe es mir damals im Fernsehen angeschaut. Aber in diesem Jahr ist die Strecke neu. Es ist schwer zu sagen, wie es laufen wird, da sie für jeden neu ist. Für uns ist das jedenfalls positiv, da jeder vor dem Wochenende bei null beginnt. Ich freue mich auf das Rennen. Die ersten beiden Rennen waren für uns als Team schwierig. Wir haben nicht viele Kilometer gemacht, ich hoffe wirklich auf ein reibungsloses Wochenende für uns."

Teamchef Ulrich Fritz ergänzt: "Leider sind unsere bisherigen Auftritte in der Formel E nicht so verlaufen wie erhofft. Gut war natürlich, dass wir nach dem Rennen in Marrakesch wieder einen Test hatten, an dem wir die technischen Probleme, die am Samstag aufgetreten sind, angehen konnten. Ich hoffe, wir haben hier eine Lösung gefunden. Und darum geht es in diesem Jahr ja auch hauptsächlich: Probleme aufzudecken und dafür Lösungen zu finden. Unser Ziel für Chile ist es nun, so viel wie möglich zu fahren und das Rennen mit beiden Autos zu Ende zu bringen."

von Timo Pape  

Zurück

Einen Kommentar schreiben

NEUESTE NACHRICHTEN

Felipe-Massa-Venturi-Palm-Sunrise-Marrakesh

Formel E diskutiert Saisonabschluss in Asien, Motoren-Entwicklungsverbot & Gen2-EVO-Verschiebung

Die Zwangspause der Formel-E-Saison 2019/20 könnte auch die Motorenentwicklung für die kommende Saison 7 beeinträchtigen, in der eigentlich das neue Gen2-EVO-Chassis kommen soll. Gleichzeitig wird ein Saisonabschluss mit drei Rennen ...
von Tobias Bluhm
Robert-Kubica-Formula-E

Robert Kubica nach Geheimtest: Formel E "für mich nicht perfekt"

Nach seinem Aus als Stammpilot beim derzeitigen Formel-1-Hinterbänklerteam Williams Ende 2019 wechselte Robert Kubica zur neuen Saison als Test- und Ersatzfahrer zu Alfa Romeo. Außerdem tritt er in der DTM ...
von Tobias Wirtz
Extreme E

Gleichberechtigung: Extreme E diskutiert gemeinsame Teams aus Frauen & Männern

Extreme E steht für Motorsport mit neuem Konzept. So sollen elektrische Rennen an abgelegenen Orten ausgetragen werden, die besonders vom Klimawandel betroffen sind und darauf aufmerksam machen. Derzeit diskutiert die Serie zudem ein weiteres ...
von Svenja König
Allan-McNish-Audi-Formula-E-Santiago

Audi-Teamchef McNish im Interview: "Das Schwierigste war für mich der Schritt aus dem Cockpit"

Vor zweieinhalb Jahren hat Audi sein Werksengagement in der Formel E und Allan McNish als Teamchef bekannt gegeben. Im Interview spricht der 50-jährige Schotte über die besonderen Herausforderungen als Teamchef, die ...
von Timo Pape