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Formel E in Mexiko: Edo Mortara gewinnt 1. Training, heftiger Unfall für Daniel Abt

Edo Mortara hat das 1. Freie Training von Mexiko für sich entschieden. Der Venturi-Pilot ließ dabei die beiden Mahindra-Fahrer Pascal Wehrlein und Jerome d'Ambrosio hinter sich, doch wirklich repräsentativ waren die Rundenzeiten nicht. Denn knapp 13 Minuten vor Schluss sorgte Daniel Abt mit einem heftigen Einschlag für ein vorzeitiges Ende des Trainings. Der Deutsche wurde für Untersuchungen ins Krankenhaus gebracht.

Pünktlich um 14:30 Uhr deutscher Zeit schalteten die Ampeln zur ersten Session des Tages auf Grün. Nach einem heftigen Gewitter in der Nacht erwartete die Fahrer zunächst eine feuchte Strecke im Autodromo Hermanos Rodriguez. Nach der obligatorischen Full-Course-Yellow-Übung sorgte Oliver Rowland kurzzeitig für Stirnrunzeln in der Nissan-Garage, als er auf dem Weg in Kurve 9 langsamer wurde. Wenig später setzte der Brite jedoch eine der ersten schnellen Runden.

Nach gut zehn Minuten setzte Nico Müller im Dragon die erste Rundenzeit unter 1:13 Minuten. Jean-Eric Vergne kam derweil im Stadion ins Rutschen und musste einen größeren Bogen fahren. In Kurve 1 verpasste Alex Sims den Bremspunkt und musste seinen BMW wenden. Ähnlich erging es einige Minuten später Mitch Evans im Jaguar. Mit einem "pinken" dritten Sektor sicherte sich Venturi-Fahrer Edo Mortara die zwischenzeitliche Bestzeit, doch schon wenige Minuten später drang Andre Lotterer im Porsche als Erster in die 1:11er-Zeiten ein.

Nach etwa einem Drittel der Session drehten die beiden Audi-Piloten auf: Daniel Abt landete mit einer Bestzeit im ersten Sektor in den Top 10, während Teamkollege Lucas di Grassi die Spitze übernahm. Wenig später gaben jedoch auch die beiden Jaguar-Fahrer Strom: Zuerst holte sich James Calado die Bestzeit, dann Teamkollege Evans. Kurz vor Sessionhalbzeit schlug di Grassi, der in seiner Formel-E-Karriere bereits zweimal in Mexiko gewonnen hat, zurück.

Mehrere Slides, Einschlag von Abt

Dann machte Porsches Neel Jani auf sich aufmerksam, indem er zuerst in Kurve 1 geradeaus fuhr und wenden musste. Anschließend kam er beim Anbremsen in die neue Kurve 5 aufs Gras und musste ebenfalls einen großen Bogen fahren. Auch Stoffel Vandoorne leistete sich beim Herausbeschleunigen aus Kurve 1 einen wilden Rutscher, konnte seinen Mercedes jedoch gerade noch abfangen. Dragon-Pilot Müller holte sich derweil Platz 1 zurück. Dann wechselten einige Fahrer in den Attack-Mode (235 kW). Folglich übernahmen zunächst die beiden Mahindra-Fahrer Pascal Wehrlein und Jerome d'Ambrosio, die ja eine deftige Strafe erwartet, die Spitze, dann Venturi-Pilot Mortara.

Mit etwas mehr als zwölf verbleibenden Minuten auf der Uhr krachte es in Kurve 9: Daniel Abt verlor seinen Audi beim Anbremsen und rutschte mit der Front in die TecPro-Barriere in der Auslaufzone. Mit einem deutlichen Schaden blieb er zunächst stecken, lange Zeit sendete die Regie keine Bilder von der Unfallstelle. Die Rennleitung unterbrach die Session mit einer roten Flagge. "Er hat gemeldet, dass es geht ihm gutgeht", erklärte Audi-Teamchef Allan McNish kurz nach dem Unfall. Mit sechseinhalb Minuten auf der Uhr meldete die Rennleitung, die Session werde nicht wieder aufgenommen - das vorzeitige Ende des 1. Freien Trainings in Mexiko.

Nach der Session meldete Audi, man werde hart arbeiten, um Abts Auto für das Rennen wieder aufzubauen. Das Wichtigste sei jedoch, dass es dem Deutschen gutgehe. Um 15:44 Uhr meldete die Jaguar I-Pace eTrophy, dass ihr Qualifying um 30 Minuten verschoben wird, weil nach Abts Unfall noch immer die TecPro-Barriere ausgetauscht werden müsse. Um 15:49 Uhr war im TV-Signal erstmals zu sehen, dass das Auto von Abt von der Unfallstelle abtransportiert worden ist. Eine neue Barriere wurde aufgestellt.

[UPDATE] Um 15:48 Uhr meldete Audi, dass sich Abt via Helikopter für weitere Untersuchungen auf dem Weg ins Krankenhaus befinde. Es handle sich um eine Vorsichtsmaßnahme. Wir widmen der Causa für die weiteren Entwicklungen einen eigenen Artikel.

>>> zum Ergebnis des 1. Freien Trainings der Formel E in Mexiko

Foto: Kenneth Midgett / Spacesuit Media

von Timo Pape  

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