Robin-Frijns-Crash-Monaco

Monaco: Virgin hadert mit Doppel-Ausfall, Bird trotz "bestem Karriere-Rennen" enttäuscht

Das diesjährige Resultate-Auf-und-Ab von Envision Virgin Racing fand auch beim Monaco E-Prix kein Ende. Nachdem Robin Frijns noch vor zwei Wochen in Paris seinen ersten Saisonsieg feiern konnte, tauchte das britische Team im Fürstentum wieder ins Mittelfeld der Formel E ab. Nach nur durchschnittlichen Resultaten in der Qualifikation kämpften sich Frijns und Teamkollege Sam Bird zwar mit starken Einzelleistungen durch das Feld. Dennoch beklagt Virgin, obwohl Bird nach eigener Aussage eines seiner "besten Karriere-Rennen" fuhr, den ersten Doppel-Ausfall der Saison.

Schon im Qualifying zeichnete sich ab, dass es der Rennstall aus Großbritannien in Monaco schwer haben würde. Aus den Gruppen 1 (Frijns) und 2 (Bird) sicherte sich das Duo nur die Startpositionen 11 und 14, die keine guten Aussichten auf eine Wiederholung des Paris-Erfolgs boten.

Dennoch kämpften sich sowohl Frijns als auch Bird auf der für ihre wenigen Überholmöglichen berüchtigten Strecke durch das Feld. Bis in die letzte Rennrunde holte Bird mit teils waghalsigen Manövern in den Kurven 1 und 3 ganze acht Plätze auf und lag auf Platz 6, bis er infolge eines Fremdkontakts mit einem Plattfuß in der Streckenbegrenzung landete. In der finalen Runde rollte er in der Rascasse-Kurve wenige Meter vor dem Zielstrich aus und beendete das Rennen nicht.

"Was soll man da sagen? Nach einem enttäuschenden Qualifying hatte ich heute eines der besten Formel-E-Rennen meiner Karriere und habe gute Überholmanöver setzen können, starke Pace gezeigt und gut mit meiner Energie haushalten können", resümiert Bird im Anschluss. "Es ist so frustrierend, dass das Rennen so geendet ist. Das Team tut mir besonders leid, da sie trotz all der harten Arbeit ohne Punkte abreisen. Aber so ist Rennsport eben. An einem anderen Tag wäre ganz bestimmt alles anders ausgegangen."

Frijns scheidet nach Unfall aus

Auch Robin Frijns arbeitete sich durchs Feld und lag kurz vor Schluss auf Platz 9. Mit einem entschiedenen Manöver überholte er unter anderem Alexander Lynn (Jaguar) durch den schnellen Tabac-Linksbogen. Beim Versuch eines Manövers in Kurve 1 kollidierte er jedoch wenig später mit BMW-Pilot Alexander Sims. Frijns setzte für ein Manöver innen an, berührte die Mauer sowie das Fahrzeug des Briten und musste das Rennen wenig später mit einem stark beschädigten Auto aufgeben. Statt einem Top-10-Resultat und wichtigen Punkten konnte er somit nur zusehen, wie sein Rennwagen am Kran abtransportiert wurde.

"Für das Team ist es sehr enttäuschend, gerade nach dem Erfolg von Paris", stimmt Frijns seinem Teampartner zu. "Wir hatten die Pace und waren auf Kurs für ein Punkteergebnis, aber es sollte einfach nicht sein. Alle haben an diesem Wochenende toll gearbeitet. Umso schwerer ist es für das Team, diesen Rückschlag zu verkraften." Er verspricht: "Wir kommen in Berlin stärker zurück."

Für seine Kollision mit Sims muss Frijns in Berlin eine Strafversetzung um fünf Positionen hinnehmen. In der Teamwertung hält sich Virgin trotz des Doppel-Ausfalls hinter DS Techeetah auf Platz 2, muss jedoch 38 Punkte auf den chinesischen Rennstall aufholen. Frijns rutschte in der Gesamtwertung von Platz 1 auf Platz 3 ab und liegt nun sechs Zähler hinter der Spitze. Bird ist nach seinem vierten "Nuller" in Folge nur noch Gesamtzehnter. Das nächste Formel-E-Rennen findet am 25. Mai in Berlin statt.

von Tobias Bluhm 

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