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Formel E in New York: Sam Bird holt Pole-Position am Sonntag

Sam Bird gibt sich in New York keine Blöße: Nach seinem Rennsieg am Samstag und der Trainingsbestzeit am Morgen hat sich der Brite auch die Pole-Position zum zweiten New York ePrix der Formel E gesichert. Mit einem hauchdünnen Vorsprung von 37 Tausendstelsekunden setzte sich der Virgin-Fahrer gegen Felix Rosenqvist im Mahindra durch. Dritter wurde Jean-Eric Vergne (Techeetah). Formel-E-Neuling Pierre Gasly (e.dams), der die Gruppenphase völlig überraschend mit einem neuen Streckenrekord gewann, startet als Vierter vor dem Deutschen Nick Heidfeld im zweiten Mahindra.

Gleich in Gruppe 1 legte Bird die Latte hoch. Mit seiner Runde, die mehr als eine halbe Sekunde schneller war als Platz zwei, sollte er später als Vierter in die Super-Pole einziehen. Die anderen Piloten seiner Gruppe brachten keine guten Zeiten zustande. Besonders enttäuschend: Nico Prost, der im schnellen Renault e.dams nur auf Startplatz 15 landete.

In Gruppe 2 setzten sich zunächst Rosenqvist, Turvey und Abt durch. Der Deutsche kam nicht ganz so gut zurecht wie noch am Samstag (Startplatz zwei) und erreichte am Ende nur die achte Startposition. "Das Auto fühlt sich gerade nicht besonders gut an", sagt Abt. "Wir konnten im Training keine Quali-Runden fahren. Es ist einfach nicht mein Wochenende nach dem späten Ausfall gestern." Turvey holte abermals alles aus seinem NextEV NIO heraus und schlug Teamkollege Nelson Piquet jr. und mehr als eine halbe Sekunde.

Gasly überrascht mit Rekord, di Grassi enttäuscht

Die großen Überraschungen hielt die dritte Qualifying-Gruppe bereit. Das ganze Wochenende über hatte e.dams keine wirklich schnelle Runde zustande gebracht, doch nun stellte der Debütant Pierre Gasly völlig überraschend einen neuen Streckenrekord für New York auf (1:02.080 Minuten) und ließ alle Favoriten hinter sich.

Gleichzeitig schaffte Lucas di Grassi erneut keine saubere Runde: Mit dem Heck schlug er am Ausgang der Schikane leicht an, konnte sein Auto aber gerade noch abfangen. Seine Zeit reichte trotzdem nur für Startplatz neun. Die Meisterschaftsführung rückt damit in weite Ferne, denn der ABT-Fahrer müsste 20 Punkte auf Sebastien Buemi gutmachen, sprich: den New York ePrix gewinnen. Vergne setzte sich souverän als Dritter durch.

In Gruppe 4 waren alle Augen auf Alex Lynn gerichtet. Der Pole-Sitter vom Samstag konnte seine starke Debütleistung jedoch nicht wiederholen und kam nur auf Platz 17. Besser machte es Maro Engel. Der Deutsche zog mit seinem Venturi zwischenzeitlich in die Top 5 ein, wurde aber kurz vor Schluss noch von Landsmann Nick Heidfeld aus der Super-Pole geworfen. "Es ist natürlich ärgerlich, so knapp an den Top 5 gescheitert zu sein, aber Startplatz sechs ist auch eine sehr gute Position fürs Rennen", sagt Engel.

Die Super-Pole eröffnete Heidfeld mit einem schwachen Versuch. Anschließend kam Bird mit seiner Pole-Runde. Vergne konnte die Pace seines ehemaligen Teamkollegen nicht mitgehen und sortierte sich hinter ihm ein. Rosenqvist scheiterte denkbar knapp an Bird, dürfte im Rennen aber gute Karten haben: "Platz zwei ist eigentlich der beste Startplatz hier", so der Schwede, der sich beim Start auf der Innenbahn an Bird vorbeischieben will, wie es am Samstag Abt getan hat. Gasly konnte seine Leistung aus der Gruppenphase nicht wiederholen und landete nach einem Verbremser auf Platz vier. Trotzdem starke Performance des Youngsters.

In der Startaufstellung profitieren alle Fahrer ab Position zwölf (Stephane Sarrazin) von einer Rückversetzung für Robin Frijns (alle Infos zur Strafe). Der New York ePrix über 49 Runden startet um 19 Uhr deutscher Zeit. DMAX überträgt erstmals seit der Übernahme der TV-Rechte von Sky nicht live im Fernsehen. Wer das Rennen in Echtzeit verfolgen möchte, muss sich mit einem englischen Stream auf der Eurosport-Facebook-Seite zufriedengeben. Deutsche Kommentare gibt es wie immer bei uns im Live-Ticker.

Das Ergebnis der Qualifikation

von Timo Pape 

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