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Formel E in Rom: Oliver Rowland gibt im 1. Training den Ton vor

Oliver Rowland hat sich den ersten Session-Sieg beim Rom E-Prix gesichert. Der britische Nissan-Pilot fuhr wenige Sekunden vor dem Ende des 1. Freien Trainings die schnellste Runde, die fast sechs Sekunden schneller war als der Rundenrekord von 2018. Zweiter im FP1 wurde Jean-Eric Vergne im DS vor Lucas di Grassi im Audi. Sam Bird und Sebastien Buemi komplettierten die Top 5.

Den ersten Verbremser leistete sich um kurz nach 7:30 Uhr auf einem zunächst noch sehr "grünen" Straßenkurs Lucas di Grassi. Der Audi-Pilot fuhr in Kurve 13 geradeaus. Kurz vor der obligatorischen Full-Course-Yellow-Übung bewies Robin Frijns bereits seine Flugfähigkeiten: Selbst bei 200 kW Leistung hob sein Virgin in Kurve 8 mit allen vier Rädern ab - es sollten noch mehr spektakuläre Flugeinlagen folgen. Als es wieder mit vollem Tempo weiterging, leistete sich der Niederländer einen heftigen Verbremser. Jean-Eric Vergne tat es ihm etwas später gleich.

Schon nach wenigen Minuten war der Rundenrekord von 2018 eingestellt (1:35.467, Felix Rosenqvist) - und zwar gleich um zwei Sekunden. Vergne setzte die erste 1:32er-Zeit und übernahm die Spitze. Dann ließ die Rennleitung kurzzeitig gelbe Flaggen für Frijns schwenken, der falsch herum in der Auslaufzone von Kurve 13 stand. Einen guten Eindruck hinterließen neben Meister Vergne vor allem die beiden Dragon-Piloten: Sowohl Jose Maria Lopez als auch Maximilian Günther etablierten sich in der Spitzengruppe.

Nach 20 Minuten drehten die beiden BMW-Fahrer auf. Alex Sims holte sich die Bestzeit, während Teamkollege Antonio Felix da Costa in der Haarnadelkurve mit Andre Lotterer aneinander geriet. Dann zeigte Daniel Abt, was in seinem Audi steckt, und verdrängte BMW wieder von der Spitze. Der Deutsche fuhr eine Rundenzeit von 1:32.327 Minuten - noch nicht im 250-kW-Modus. Das Potenzial des neuen Gen2-Autos wurde schon zu diesem Zeitpunkt deutlich.

Volle Power!

Dann riefen die ersten Piloten ihre volle Leistung ab und distanzierten Abt auf Anhieb um acht Zehntelsekunden. Pascal Wehrlein schraubte die Bestzeit auf 1:31.515 Minuten herunter. Die beiden Virgin-Piloten stritten sich im Anschluss um die besten Sektorenzeiten - erneut hinterließ der Audi-Antrieb einen starken Eindruck. Für Frijns ging es wenig später jedoch mit einem Problem in die Auslaufzone. Auf der Zeitenjagd meldeten indes Mitch Evans im Jaguar und Oliver Rowland im Nissan ihre Ansprüche an. Zehn Minuten vor Schluss war es jedoch Sebastien Buemi, der sich die zwischenzeitliche Bestzeit holte.

In den letzten fünf Minuten purzelten nochmals die Zeiten. Vergne ließ die Muskeln spielen, ebenso Felix da Costa - BMW beeindruckte vor allem im dritten Sektor mit starken Zeiten. Quasi mit Ablauf der Zeit war es dennoch abermals Oliver Rowland, der die schnellste Runde des 1. Freien Trainings ablieferte: 1:29.738 Minuten - fast sechs Sekunden schneller als der Rundenrekord aus dem Vorjahr!

Nach der ersten Session in Rom scheint Nissan erneut das schnellste Auto zu haben. Dicht dahinter folgt jedoch DS Techeetah, und auch die Audi-Fahrzeuge sind in Schlagdistanz. Das 2. Freie Training beginnt um 10 Uhr.

>>> zu den Ergebnissen des 1. Freien Trainings

von Timo Pape 

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