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Formel E in Valencia: Sebastien Buemi bändigt beide Audi am Dienstag

Sebastien Buemi hat den zweiten Testtag der Formel E in Valencia für sich entschieden. Auf dem Circuit Ricardo Tormo distanzierte der Renault-Pilot Felix Rosenqvist um etwas weniger als eine Zehntelsekunde. Gesamtdritter des Tages wurde Sam Bird vor dem erneut starken Oliver Turvey im NIO. Die beiden Audi-Fahrer Lucas di Grassi und Daniel Abt kamen auf die Plätze sechs und sieben. Weil die Formel E über Nacht aus Sicherheitsgründen eine zweite Schikane auf der Start-/Zielgeraden errichtet hatte, sind die Rundenzeiten nicht mit dem Testauftakt am Montag vergleichbar.

Schon die Vormittagssession gehörte dem Schweizer Buemi. Denkbar knapp setzte er sich gegen Felix Rosenqvist im Mahindra durch, der auch am Nachmittag abermals einen guten Eindruck hinterließ. Oliver Turvey, der bereits am Montag Tagesschnellster war, schaffte erneut den vierten Platz, direkt hinter Sam Bird. NIO scheint mit dem neuen Antriebsstrang für Saison vier tatsächlich einen Schritt nach vorn gemacht zu haben. Am Nachmittag belegte das chinesische Elektroauto-Start-up allerdings die letzten beiden Plätze - offenbar lag der Fokus auf dem Rennmodus (nur 180 kW).

Tom Blomqvist hatte es hingegen schwerer. Bei seinem Formel-E-Testdebüt musste der BMW-Werksfahrer schon frühzeitig mit verdächtigen Geräuschen im Auto an die Box zurückkommen. Im Laufe des Tages sollte sich der Brite jedoch fangen, sodass er am Nachmittag einen ordentlichen zehnten Platz nach Hause fuhr (Gesamtrang 15). Die erste Rot-Phase des Tages folgte nach einem Kontakt eines Fahrers mit der provisorischen Schikane.

Für den Aufreger des Nachmittags sorgte James Rossiter. Der Brite, der am Montag seine Formel-E-Premiere gegeben hatte, konnte seinen Venturi nicht mehr abfangen und krachte in die Schikane auf der Start- und Zielgeraden. Sein demoliertes Auto musste abgeschleppt werden, es folgte eine längere Unterbrechung durch rote Flaggen. Rossiter blieb unverletzt. Kurz vor dem Ende flog zudem Jean-Eric Vergne in Kurve 7 ab - genau an der Stelle, wo er bereits Montag im Kies gelandet war. Die Rennleitung ließ erneut rote Flaggen schwenken.

In den letzten zehn Minuten gaben viele Fahrer noch mal richtig Strom. Am Ende setzte Buemi die schnellste Zeit, doch Audi war erneut ganz vorn dabei. Neben Mahindra und Virgin hat sich am Dienstag auch NIO in der Spitze positioniert. Auch Dragon, Jaguar und Techeetah waren am Ende nicht weit weg. Nick Heidfeld wurde Gesamtvierzehnter, und Andre Lotterer beendete den zweiten Testtag als 16. Die Neulinge kommen allmählich besser in Fahrt - allen voran Luca Filippi mit Platz 12.

Völlig von der Rolle präsentiert sich in Valencia bislang Venturi. Das Team schaffte am Dienstag in Summe gerade einmal 62 Runden (zum Vergleich: Neel Jani im Dragon drehte allein 89 Umläufe). Auch von den Zeiten her strahlen die Monegassen wenig Zuversicht aus. Am Ende des Tages belegte Venturi die letzten drei Plätze in der Reihenfolge Edo Mortara, James Rossiter und Debütant Michael Benyahia.

Der Mittwoch ist ganztägig für die autonom fahrende Zukunftsserie Roborace reserviert. Die Formel E geht somit erst am Donnerstag wieder auf die Strecke. Am dritten und letzten öffentlichen Testtag wird dann unter anderem auch Maro Engel bei Venturi ins Lenkrad greifen, der am Dienstag Hochzeit feierte. e-Formel.de sagt noch mal Glückwunsch und freut sich auf Donnerstag.

Das Ergebnis der Nachmittagssession

Das Ergebnis der Vormittagssession

von Timo Pape  

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Kommentar von Thorsten |

Rio Haryanto fuhr ja in der Mittagspause mit dem offiziellen Formel-E-Wagen ein paar Testrunden - sind von ihm Rundenzeiten bekannt?
Würde mich mal interessieren im Vergleich - dazu direkt noch die Frage: Wisst ihr eigentlich, was der offizielle Formel-E-Testwagen für nen Antriebsstrang hat?
Auf jeden Fall an dieser Stelle einmal ein großes Dankeschön für eure informativen Berichte - auch in der Sommerpause ;)

Kommentar von Tobias Wirtz |

Meines Wissens nach ist das Fahrzeug der Formel E technisch auf dem Stand der ersten Saison, also noch mit dem McLaren-Elektromotor ausgerüstet.

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