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Formel E: Maro Engel punktet auch beim Heimrennen in Berlin

Maro Engel setzte seinen Aufwärtstrend beim Formel-E-Heimspiel in Berlin fort. Der Lokalmatador in Diensten von Venturi erzielte mit Platz 8 sein viertes Top-10-Ergebnis in Folge. Zwar konnte er seinen vierten Platz von Paris nicht ganz wiederholen, trotzdem markierte die Fahrt von Startplatz 13 auf Rang 8 das nächste gute Punkteergebnis für den gebürtigen Münchner.

"Ich freue mich sehr, dass ich mir einige weitere Punkte schnappen konnte. Ich hatte ein gutes Rennen", sagt Engel. "Der Kampf um Platz 8 war schon sehr intensiv. Und wie es in der Formel E nun mal so ist, wenn es viele Überholmanöver gibt, muss man auch besonders auf den Energieverbrauch ein Auge werfen. Das klappte von Anfang an bis zum Ende gut", so der Deutsche. "Großer Dank an die ganzen Fans in Berlin", sprach Engel seinen Dank nach dem Rennen über Twitter aus. Im selben Atemzug gratulierte Engel seinem Landsmann Daniel Abt (Audi) für dessen überragenden Heimsieg. Eine tolle Geste des Venturi-Piloten.

Im Rennen musste Engel zunächst mit ein paar kleineren Problemen kämpfen. Es war für ihn und auch seinen Teamkollegen Tom Dillmann nicht einfach, die optimale Bremsbalance zu finden. Zudem richtete sich das Hauptaugenmerk auf die Michelin-Einheitsreifen, denn die grobe Asphaltoberfläche am ehemaligen Flughafen Tempelhof verursachte vorzeitig hohen Reifenverschleiß. Doch Engel meisterte gekonnt alle Schwierigkeiten und fuhr ein beherztes Rennen mit einigen guten Überholmanövern.

Engel konnte beim Start gleich drei Konkurrenten hinter sich lassen. Der 32-Jährige zog an Teamkollege Dillmann und Alex Lynn (DS Virgin) vorbei, und auch Mahindra-Pilot Felix Rosenqvist musste den Deutschen nach einem heftigen Verbremser passieren lassen. Im ersten Renndrittel bewegte sich Engel auf Platz 9, danach musste der Venturi-Pilot seinen mächtig unter Strom stehenden Landsmann Nick Heidfeld (Mahindra) und Dragon-Pilot Jose Maria Lopez Platz machen.

Als es nach dem Boxenstopp um alles ging, drehte der Deutsche so richtig auf. Auf Platz 12 liegend schob sich Engel innerhalb von acht Runden vier Plätze nach vorn. Er glänzte mit gekonnten Überholattacken auf die beiden Dragon-Piloten Jerome d’Ambrosio und Lopez sowie auf das Mahindra-Duo Heidfeld und Rosenqvist. So kam der Venturi-Pilot als Achter ins Ziel.

Teamkollege Dillmann, der den in der DTM fahrenden Stammpiloten Edo Mortara vertrat - dieser gewann übrigens den ersten DTM-Lauf am Lausitzring -, hatte einen guten Wiedereinstieg bei Venturi. Im Qualifying lag der Franzose mit Platz 12 sogar vor Engel. Im Rennen gab es mit Platz 13 zwar keine Punkte, doch der Mortara-Ersatz zeigte eine gute Rennpace und einige gute Manöver.

In der Meisterschaft liegt Engel auf Platz 12 mit 27 Punkten, zwei weniger als Teamkollege Mortara. In der Teammeisterschaft steht das monegassische Team Venturi mit 56 Punkten auf Position 8.

von Erich Hirsch  

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