Günther-Sunglasses-Monaco

Bestätigt: Maximilian Günther fährt auch in Berlin für Dragon Formel E

Maximilian Günther wird auch bei seinem Formel-E-Heimrennen in Berlin für Dragon Racing ins Lenkrad greifen. Nachdem wir den Deal bereits am Sonntag in unserer "Postkarte aus Monaco" vermeldeten, bestätigte der Deutsche seinen Einsatz am Montagabend über Twitter- und Instagram. Günther ersetzt damit erneut den Brasilianer Felipe Nasr, der sich nach nur drei Formel-E-Rennen scheinbar endgültig aus der Elektroserie zurückzieht. Nach Aussage von Teamchef Jay Penske soll Günther bis zum Ende der Saison im Cockpit bleiben, wenngleich eine offizielle Bestätigung dieser Meldung aktuell noch aussteht.

Der Berlin E-Prix am 25. Mai wird der inzwischen sechste Renneinsatz in dieser Saison von Günther. Der Oberstdorfer nahm an den ersten drei Saisonrennen teil, ehe er zwischenzeitlich sein Cockpit für den Ex-Formel-1-Piloten Nasr räumen musste. Anfang April kehrte er beim Europa-Auftakt der Formel E in Rom zurück. Ursprünglich war ein einmaliger Einsatz in Italien mit anschließendem Comeback von Nasr geplant. Dieser setzte jedoch auch bei den darauffolgenden Rennen in Frankreich und Monaco aus, um sich "auf die nächsten Rennen der IMSA-Sportwagenserie vorzubereiten". Nun darf der 21-jährige Günther auch in der Bundeshauptstadt ran.

"Berlin, hier komme ich!", twitterte Günther in Vorfreude auf sein erstes Heimrennen in der Formel E. "Ich freue mich schon sehr, beim Berlin E-Prix vor meinem Heimpublikum fahren zu dürfen. Das wird etwas ganz Besonderes für mich." Bereits am Samstag hatte Dragon-Teamchef Penske in Monaco die Entscheidung über Günthers Verbleib in der Formel E getroffen. Auch in Bern und New York soll er demnach für die "Drachen" fahren.

"Berlin, hier komme ich!"

Kurios: Bereits vor einem Jahr stand Günther kurz vor seinem ersten Heim-E-Prix in Berlin. Damals plante Penske offenbar, den über weite Strecken der Saison erfolglosen Jerome d'Ambrosio für Berlin kurzerhand durch Günther, der damals schon Ersatzfahrer bei Dragon war, zu ersetzen. Letztlich kam der Deal jedoch nicht zustande. Stattdessen verließ d'Ambrosio nach dem Ende der Saison das Team und wechselte zu Mahindra, wodurch der Deutsche aufrückte und im vergangenen Dezember im saudi-arabischen Diriyya sein Debüt in der Formel E feierte.

Zuletzt erreichte Maximilian Günther im Formel-E-Rennen von Monaco das Ziel nach einem Unfall nicht. Im vorausgegangenen Rennen von Paris fuhr er einen fünften Platz ein, durch den er mit zehn Punkten als 17. im Gesamtstand der Fahrer nach Berlin reist. Der E-Prix findet in zwei Wochen am 24. und 25. Mai auf dem ehemaligen Flughafen Tempelhof statt.

Foto: Sergey Savrasov / Spacesuit Media

von Tobias Bluhm 

Zurück

Einen Kommentar schreiben

NEUESTE NACHRICHTEN

Reigle-Agag-Shake-Hands-Gen2

Agag wechselt in Vorstandsvorsitz: Jamie Reigle wird neuer Formel-E-Geschäftsführer

Jamie Reigle wird der neue Geschäftsführer der Formel E. Das bestätigte die Elektroserie am Montagmittag. Der 42-Jährige übernimmt mit sofortiger Wirkung den bisherigen Posten von Alejandro Agag, der zum Vorstandsvorsitzenden der Formel ...
von Tobias Bluhm
Brendon-Hartley-Porsche-Formel-E-Test-Calafat

Dragon-Neuling Brendon Hartley: "Wettbewerbslevel in Formel E extrem hoch"

Brendon Hartley steht kurz vor seinem Formel-E-Debüt. Der ehemalige Formel-1-Pilot heuerte vor einigen Wochen bei Dragon Racing an, nachdem er im Rennen um das bis dahin vakante Porsche-Cockpit den Kürzeren gegen ...
von Timo Pape
Nyck-de-Vries-Behind-the-Scenes-Shoot-Mercedes

Formel-E-Neuling Nyck de Vries: "Eine Ehre, für Mercedes fahren zu dürfen"

Mit dem herannahenden Debüt von Mercedes in der Formel E wächst auch der mediale Druck auf Nyck de Vries. Schließlich wird der 24-jährige Niederländer, wenn die Elektroserie am 22. November ...
von Tobias Bluhm
Andre-Lotterer-Porsche-Overall-Formula-E

Andre Lotterer im Interview: "Mit Technik allein kannst du hier keine Wunder bewirken"

Andre Lotterer hat für sein drittes Formel-E-Jahr einen neuen Weg eingeschlagen. Nach zwei Saisons mit DS Techeetah, dem amtierenden Meisterteam, kehrt er zu seinem langjährigen Arbeitgeber Porsche zurück, bei dem ...
von Timo Pape