Formel E Rennwagen vom Team China Racing bei Testfahrten in Donington Park

Formel E mit zwei Motoren

China Racing und NextEV TCR, eines der acht Konstrukteur Teams in der Formel E, hat seine Pläne für die zweite Saison nun offiziell bekannt gegeben. In der zweiten Saison dürfen die Teams zusammen mit ihren Entwicklungspartner am Antriebsstrang neue Entwicklungen einbringen. 

Das bedeutet, dass an Motor, Getriebe, Kühlung, den Invertern (Wechselrichtern) gearbeitet werden darf. Sogar völlig Neukonstruktionen sind dabei erlaubt. China Racing und NextEV TCR kündigten jetzt an, dass man an einer Lösung mit zwei E- Motoren die jeweils einen Controllern erhalten, arbeitet. Über eine spezielle Getriebekonfiguration soll dabei maximale Effizienz im Last so wie auch im Schubbetrieb (Energierückgewinnung) erreicht werden.

Zur Zeit werden noch die Algorithmen zur Steuerung der Wechselrichter verfeinert, der gesamte Antriebsstrang wird demnach schon bald für die ersten Tests zur Verfügung stehen. Spätestens im August zu den Testtagen in Donington Park. Dabei will NextEV nicht nur in der Formel E gewinnen, sondern das eigentliche Ziel ist, führender Hersteller für Elektroantriebe in China zu werden.

Steven Lu, CEO vom Team China Racing sagte dazu: "Dies sind enorm aufregende Zeiten für das Team China Racing. Die Formel E Serie entwickelt zur Zeit sehr schnell zu einer weltweit prestigeträchtigen Veranstaltung. Unsere Vision, eine Art Prüfstand für Elektrische Autos zu erstellen ist beispielgebend. Wir hoffen das wir die Elektroauto Technologien für China verbessern können. NextEV ist unser Technologie-Entwicklungunternehmen und wir haben bereits verschiedene neue elektrische Antriebssystem für Automobile und Nutzfahrzeuge entwickelt. Die Formel E ist die ideale Test und Entwicklungsplattform für uns. Hier können wir uns mit einer Weltklasse Konkurrenz auf der Strecke messen."

Auch andere Hersteller haben angekündigt in der zweiten Saison mit einem eigenen Antriebsstrang anzutreten. Allerdings sind bis jetzt keine weiteren Details bekannt geworden.

Gerüchten zufolge soll es aber den Teams ab der zweiten Saison zusätzlich zu den Teilen des Antriebsstrangs gestattet werden, an den Radaufhängungen zu arbeiten bzw. diese zu modifizieren. Zwar hatte Spark nach dem Chaos Rennen von Buenos Aires neue Aufhängungen versprochen, aber in Miami waren diese nicht so belastet worden, dass man sich ein endgültiges Urteil über die Haltbarkeit der neuen Aufhängungen hätte bilden können.

Am 4.4. findet der nächste ePrix der Formel E in Long Beach / Los Angeles statt. Die Strecke wird für die Aufhängungen sicherlich schwerer werden, da hier wieder die bereits in Verruf geratenen Kurbs zum Einsatz kommen.

 

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