Es wird eng in Monaco

Formel E: Rennpremiere in Europa. Infos zum ePrix von Monaco

Das Warten auf die Formel E hat ein Ende: Nach Gastspielen in Asien sowie in Nord- und Südamerika gastiert die Formel E am kommenden Wochenende erstmals in Europa. 

Lucas di Grassi startet als Tabellenführer in seiner Wahlheimat Monaco. Das Rennen in den Straßen des Fürstentums läutet die heiße Phase der ersten Saison ein: Es folgen Auftritte in Berlin, Moskau und das Finale in London.

Der Kurs an der Côte d’Azur ist mit gerade einmal 1,760 Kilometern bisher der kürzeste im Kalender. Er führt über die Start-Ziel-Gerade der Formel-1-Strecke, bevor es nach rechts direkt zum Hafen geht. Nach einer Haarnadelkurve folgen die aus der Formel 1 bekannten Passagen, inklusive Tabac- und Schwimmbadkurve. Im Rennen werden 47 Runden zu absolvieren sein.

Die Zeit einer schnellen Qualifying-Runde berechnet der Simulator mit rund 48 Sekunden. Die Zeiten im Rennen werden sich wahrscheinlich knapp unter einer Minute einfinden. Das bedeutet, dass wir in Monaco die ersten Überrundungen in der Formel E erleben werden und es wird spannend sein, zu sehen wie die Fahrer damit umgehen werden. Vor allem aber müssen die Sicherheitskräfte in der Formel E in Monaco besonders auf Zack sein und im Falle eines Unfalls sehr schnell reagieren. Hier ist von den Fahrern vor allem Disziplin gefragt.

Wie aus der Formel 1 bekannt, ist das Überholen in Monaco so gut wie nicht möglich. Demzufolge wird das Qualifying entscheidend sein für eine gute Platzierung.
Andererseits sind die Formel E Autos langsamer, dafür aber sehr stark im Spurt. Möglich, dass die Formel E überholmanöver zeigt, die es in der Formel 1 noch nicht gegeben hat. Auch der Fanboost wird in Monaco sicherlich mehr Einfluss haben, als in den vorhergehenden Rennen.

Die Fahrer selbst sind für Monaco hoch motiviert. Bruno Senna möchte natürlich in Monaco seinem Familiennamen Ehre machen und den ePrix für sich entscheiden. Allerdings trifft das wahrscheinlich auf alle Fahrer zu. Monaco war eben schon immer etwas besonderes.

Bruno Senna meinte:
"Ich denke, es wird nicht leicht zu überholen, durch die wirklich enge Haarnadelkurve. Es wird sehr schwierig sein, das Auto auf der Strecke zu halten, wenn Du auf die Innenseite eines anderen fährst.
Im Wesentlichen ist die erste Kurve ein Flaschenhals - es ist so eng an der Ausfahrt - dass ich glaube, es wird sehr schwierig für jeden gut aus der Kurve zu kommen, wenn jemandem vor einem ist. Die beste Stelle zum Überholen wird auf dem klassischen Teil der Strecke, in der Rascasse sein. Überholen wird nicht einfach sein, wird es wirklich nicht."

Lucas di Grassi zum Rennen in Monaco:
"Ich lebe seit Jahren in Monaco, deshalb ist das Rennen etwas ganz Besonderes für mich. Die Formel E nutzt einige spannende Passagen des F1-Kurses. Auf vielen Teilen der Strecke fahre ich oft mit dem Fahrrad und kenne jede Ecke genau. Schön, dass die Formel E endlich nach Europa kommt. Man spürt das riesige Interesse der Fans und Medien. Sportlich ist der siebte Lauf für uns richtungsweisend: Wir wollen uns mit einer geschlossenen Teamleistung die bestmögliche Ausgangsposition für den Saisonendspurt erarbeiten."

  

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